Rallye 2012

— 08.12.2012

Volkswagen: Podium gefordert, mehr erwünscht

Die Volkswagen-Verantwortlichen möchten das Team im ersten WRC-Jahr auf dem Podium sehen, es darf aber auch gerne etwas mehr sein



Volkswagen ist vor dem Einstieg in die Rallye-Weltmeisterschaft bemüht, die Erwartungen zu dämpfen. Zwar hat die Motorsport-Abteilung mit den Siegen bei der Rallye Dakar bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau erfolgreichen Rallyesport betreiben kann. Doch dass der neue Polo R WRC auf Anhieb in die Fußstapfen des Race Touareg treten kann, erwartet im Hause Volkswagen niemand. "Zu denken, dass wir im kommenden Jahr die besten sein würden, wäre unrealistisch", sagt Ulrich Hackenberg, Mitglied des Volkswagen-Vorstands am Rande der Präsentation des Polo R WRC in Monte Carlo.

Hackenberg wiederholte das Ziel, welches schon Motorsport-Direktor Jost Capito vorgegeben hatte: "Wenn wir bei einigen Rallyes aufs Podium fahren würden, wäre das gut. Alles, was darüber hinaus kommt, wäre eine positive Überraschung." Zwar wolle Volkswagen im Debütjahr konkurrenzfähig sein, der Konzern wolle das Team jedoch nicht durch eine übertriebene Erwartungshaltung unter Druck setzen.

"Wir wollen schnell sein und mit den besten Teams mithalten", macht Hackenberg klar. "Wir wollen aufs Podium, wissen aber, dass dazu eine Menge harte Arbeit des Teams notwendig ist. Wenn sie mehr erreichen, wäre das schön, aber wir setzen sie in dieser Beziehung nicht unter Druck." Bei der Konkurrenz sorgt die "Tiefstapelei" von Volkswagen jedoch nur für ein müdes Lächeln. Citroen und Ford trauen dem Team auch im Premierenjahr schon Siege zu.

"Das ist schön, und ich würde mich freuen, wenn sie Recht haben", sagt Willy Rampf, Technischer Direktor von Volkswagen-Motorsport im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Doch auch der Deutsche hält an der Vorgabe Podium fest: "Das Ziel von Dr. Hackenberg ist absolut korrekt." Was aber nicht bedeutet, dass sich Volkswagen damit zufriedengeben würde. "Dass wir besser sein wollen, ist klar. Diesen Ehrgeiz hat jeder, der im Motorsport aktiv ist", sagt Rampf.

Eine Standort-Bestimmung traut sich Rampf, der in der Formel 1 bei Sauber in der gleichen Position tätig war, vor der ersten Rallye noch nicht zu: "Eine ganz klare Präferenz hat man in der Rallye nicht. Wir versuchen zwar über Umwege im Vergleich zum Skoda zu berechnen, wo wir ungefähr stehen, aber da ist ein großer Anteil Spekulation." Trotz intensiver und nach eigener Aussage erfolgreicher Testfahrten rechnet der Deutsche noch mit unliebsamen Überraschungen.

"Es ist ganz sicher noch ein Lernprozess da. Wir werden sicherlich noch Überraschungen erleben bei den Rallyes. Vielleicht werden wir manchmal froh sein, wenn wir ankommen, weil ein Problem auftritt, welches wir vorher so noch nicht hatten", so Rampf.

"Wenn beim Einstieg alles perfekt funktionieren würde, wäre das schön, aber die Realität ist oft anders", sagt Rampf. Große Schwierigkeiten erwartet der Ingenieur nach den Eindrücken der Testfahrten jedoch nicht: "Wir haben keine Angst vor der ersten Rallye. Es gibt keine Baustelle, von der wir wissen, dass wir damit nicht durchkommen. Aber eine Rallye ist oft anders als ein Test", gibt Rampf jedoch zu bedenken.

Fotoquelle: xpb.cc

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