Sepp Wiegand und Frank Christian gewannen in Monte Carlo die WRC2

Rallye 2013

— 22.01.2013

Wiegend nach "Monte"-Debüt: "Es war verrückt!"

Unbekannte Rallye und neuer Beifahrer: Sepp Wiegend meistert alle Herausforderungen und übertrifft in Monte Carlo alle Erwartungen

Platz acht in der Gesamtwertung und souveräner Sieg in der WRC2: Skoda-Pilot Sepp Wiegand hat bei der Rallye Monte Carlo auf der ganzen Linie triumphiert. Der 22-Jährige erzielte bei extrem schwierigen Bedingungen mit ständig wechselnder Fahrbahnbeschaffenheit das beste Resultat seiner noch jungen Karriere und war im Ziel fast sprachlos. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ein solch großartiges Resultat hätte ich nie erwartet", sagt der Deutsche. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als ideal.

"Ich musste so viel Neues bewältigen: Meine erste Rallye mit einem neuen Beifahrer und viele andere Dinge", so Wiegand. In Monte Carlo nahm erstmals Frank Christian auf dem Beifahrersitz des Sachsen Platz. Somit stand zu Beginn der Rallye zunächst einmal das gegenseitige Kennenlernen auf dem Programm: "Bei der ersten Wertungsprüfung (WP) war es ungewohnt, eine andere Stimme zu hören. Aber danach, ab der zweiten WP, hatten wir keinerlei Probleme. Es war schön, dass alles so perfekt lief", berichtet Wiegand.

Auch Christian blickt zufrieden auf die erste Rallye an der Seite von Wiegand zurück: "Das war unsere erste Veranstaltung, unsere erste Monte Carlo und wirklich harte Arbeit. Der erste Tag war schwierig, aber nachdem wir uns besser kennengelernt hatten, haben wir ab dem zweiten Tag gut zusammengearbeitet. Das war gut, denn es war eine lange und anstrengende Rallye."

Schwieriger als die Gewöhnung an den neuen Beifahrer waren für Wiegand - wie für alle anderen Piloten auch - die winterlichen Wetterbedingungen. "Solch schwierige Bedingungen und Wertungsprüfungen habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt. Ich bin glücklich und stolz auf das Team, wir haben großartige Arbeit geleistet." Vor allem die Wertungsprüfungen am letzten Tag über den Col de Turini forderten den Piloten alles ab.

"Es war verrückt", bringt Wiegand die Bedingungen auf de Punkt. "Nach einem Kilometer sah ich Jari-Matti Latvala am Straßenrand stehen. Wir haben uns dann entschieden, nicht mehr anzugreifen, was auch gar nicht möglich war. Wir mussten nur auf der Ideallinie bleiben. Abseits davon war es schwierig, das Auto zu kontrollieren. Es war rutschiger als auf Eis und wohl die härteste Prüfung der Rallye. Ich war froh, als ich im Ziel war."

Anfang Februar findet mit der Rallye Schweden der zweite WM-Lauf auf dem Programm. Dort betritt Wiegand erneut Neuland: "Ich bin noch nie in Schweden gefahren und freue mich daher wirklich darauf. Das ist eine schnelle Rallye, was sie von der 'Monte' unterscheidet. Hier bin ich zum ersten Mal auf Eis gefahren. Jetzt freue ich mich auf diese Rallye. Ich bin wirklich froh darüber, in einem S2000-Auto zu sitzen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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