Jost Capito leitet das WRC-Projekt des deutschen Volkswagen-Konzerns

Rallye 2013

— 18.01.2013

Capito: Team genießt das Vertrauen des Konzerns

Volkswagen-Sportchef Jost Capito ist froh darüber, die Konzernentscheider Piëch, Winterkorn und Hackenberg hinter sich und dem WRC-Projekt zu wissen

Vor dem letzten Wettkampftag bei der Rallye Monte Carlo liegt das neu in die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) eingestiegene Volkswagen-Team mit Sebastien Ogier auf dem zweiten und mit Jari-Matti Latvala auf dem fünften Platz. Vor allem liefen die beiden Autos zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk, sodass Volkswagen den bisherigen Verlauf als Zwischenerfolg verbuchen darf.

Dass die Latte für einen Konzern wie Volkswagen auch hoch liegt, ist Sportchef Jost Capito bewusst: "Natürlich ist der Druck riesig, wenn sich ein Unternehmen wie Volkswagen in ein völlig neues Abenteuer im Motorsport stürzt. Die Rallye-Weltmeisterschaft ist ja auch nicht irgendetwas, sondern neben der Formel 1 die traditionsreichste und am längsten bestehende Weltmeisterschaft im Motorsport", erklärt er im Interview mit 'WRC.com'.

"Da ist natürlich Druck, aber es ist auch so, dass wir mit einem brandneuen Auto kommen, einem brandneuen Team. Wir müssen lernen", bittet der Deutsche um Geduld. "Unsere Gegner sind Teams, die schon seit über einem Jahrzehnt sehr erfolgreich antreten. Da müssen wir aufholen. Wir werden Zeit haben, aber wir greifen an und versuchen, so schnell wie möglich konkurrenzfähig zu sein."

Druck entsteht aber nicht nur durch die Öffentlichkeit und die Medien, sondern nicht zuletzt auch durch die gewaltige Marketing-Maschinerie, die Volkswagen angeworfen hat, um das WRC-Engagement zu promoten - man denke nur an die pompöse Präsentation in Monte Carlo im Dezember. Aber dieses Vorgehen birgt auch Gefahren: "Natürlich kann es sein, dass Gäste kommen und kein Auto mehr fährt. Mit diesem Risiko müssen wir leben."

Als positiv wertet Capito, dass mit Ferdinand Piëch (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Martin Winterkorn (Vorstandsvorsitzender) und Ulrich Hackenberg (Entwicklungsvorstand) die wichtigsten Volkswagen-Entscheider hinter dem Projekt stehen: "Ich habe mit Dr. Hackenberg einen fantastischen Boss. Er ist bei Volkswagen für die Entwicklung der Autos verantwortlich und er ist ein Racer. Er versteht voll und ganz, was vor sich geht."

"Wenn man die Leiter weiter nach oben klettert, kommen man zu Dr. Winterkorn oder Prof. Piëch, die alle schon im Rennsport involviert waren und wissen, wie schwierig es ist. Ich denke, das Team genießt ihr Vertrauen", fährt er fort. "Wir haben uns ordentlich vorbereitet und sie wissen, was erwartet werden darf. Unsere Erwartungen werden auch intern gut gemanagt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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