Bryan Bouffier ging über den Col de Turini offenbar am meisten Risiko ein

Rallye 2013

— 19.01.2013

WP14: Col de Turini fordert prominente Opfer

Nowikow, Latvala, Hänninen: Auf der ersten von drei Turini-Prüfungen wirft die Rallye Monte Carlo drei Top-10-Fahrer ab - Bedingungen so schwierig wie noch nie

Die Rallye Monte Carlo wird heute mit fünf Wertungsprüfungen (WP), drei davon über den berühmt-berüchtigten Col de Turini, fortgesetzt. Und schon das erste Teilstück über 23,54 Kilometer von Moulinet nach La Bollene Vesubie hatte es in sich: Die extremen Wetterbedingungen mit starkem Schneefall und die schwierige Streckenführung über den 1.607 Meter hoch gelegenen Pass forderten mehrere Opfer, darunter mit Jewgeni Nowikow (Ford), Jari-Matti Latvala (Volkswagen) und Juho Hänninen (Ford).

"Nasser Schnee, unfahrbar, überhaupt kein Grip", urteilt sogar Gesamtleader Sebastien Loeb (Citroen), der 3,5 Sekunden von seinem Vorsprung auf Sebastien Ogier (Volkswagen) verlor, aber immer noch souverän in Führung liegt. Ogier empfand WP14 ebenfalls als "wirklich schwierig. Teilweise bin ich mit 20 km/h dahingekrochen. Ob das Auto beschädigt ist? Weiß ich nicht, aber ich habe schon ein paar Mal etwas berührt."

Sogar erfahrene Beobachter sprachen nach der Zieldurchfahrt von den schwierigsten Bedingungen, die sie in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) jemals erlebt haben, darunter auch Klaus Wicha, der Copilot des deutschen WRC2-Piloten Armin Kremer (Subaru). "Nur die letzten fünf Kilometer waren halbwegs okay", ergänzt Mikko Hirvonen (Citroen). "Ich rate auch den Zuschauern, daran zu denken, dass wir keine Kontrolle über die Autos haben."

Hirvonen rückte auf den vierten Platz in der Gesamtwertung auf, auch dank prominenter Ausfälle: Der bisher drittplatzierte Nowikow musste dem hohen Risiko Tribut zollen und mit stark beschädigtem Heck aufgeben, während Latvala schon nach einem Kilometer ausschied und Hänninen fünf Kilometer vor Schluss ein Rad verlor. So rückt Sepp Wiegand (Skoda) mit 25:38.0 Minuten Rückstand als Achter in die WM-Punkteränge auf.

"Es war so schwierig, wirklich verrückt", analysiert der Deutsche. "Ich habe viele Autos neben der Strecke gesehen. Wir haben deswegen Zeit verloren, haben uns dann aber darauf konzentriert, sicher durchzufahren." Wiegand führt in der WRC2-Wertung unverändert vor Landsmann Kremer, der über "so viel Matsch" auf dem Col de Turini klagt: "Es war eine Herausforderung, hier zu fahren. Wir sind froh, dass wir im Ziel sind, aber wir müssen noch zweimal drüber."

Weil sich aufgrund der schwierigen Bedingungen viele Fahrer zurücknahmen, öffnete WP14 ein Fenster für risikobereite Piloten. Am besten nutzte Bryan Bouffier (Citroen) diese Chance, der die Wertungsprüfung 29,1 Sekunden vor Mads Östberg (Ford) und 49,2 Sekunden vor Ogier gewann. In der Gesamtwertung verbesserte sich Bouffier vom neunten auf den sechsten Platz, 1:33.4 Minuten hinter Östberg.

Fotoquelle: xpbimages.com

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