Jewgeni Nowikow setzte seine aggressive Fahrweise auch heute fort

Rallye 2013

— 18.01.2013

WP12-13: Heißer Kampf um Platz drei in Monte Carlo

Während beim WRC-Auftakt an der Spitze alles unverändert ist, duellieren sich Jewgeni Nowikow und Daniel Sordo um den dritten Platz in Monte Carlo

Der siebte Sieg von Sebastien Loeb (Citroen) in Monte Carlo scheint nach drei von vier Wettbewerbstagen kaum noch zu verhindern zu sein, aber um den dritten Platz beim WRC-Auftakt 2013 ist heute ein spannendes Duell entstanden. Derzeit hat Jewgeni Nowikow (Ford) die Nase um 1,7 Sekunden vor Daniel Sordo (Citroen).

Nowikow ging mit 15,2 Sekunden Rückstand auf Sordo in die heutigen drei Wertungsprüfungen (WP), profitierte aber auf WP11 von einem Fahrfehler seines direkten Konkurrenten und wurde nach WP12 erstmals um 8,6 Sekunden vor ihm geführt. Auf der 13. von insgesamt 18 Wertungsprüfungen schmolz der Abstand wieder ein wenig, Nowikow und seine österreichische Copilotin Ilka Minor gehen aber mit minimalem Vorsprung in den Schlusstag.

"Das Setup war pfff", lamentierte Sordo nach WP12. "Es war kein Dreher, sondern ich bin in der Mitte der Straße stehen geblieben." Nach WP13 klang er schon etwas optimistischer: "Ich bin zufrieden. Das Gefühl war jetzt nicht so schlecht, obwohl das Auto ein bisschen unruhig war." Aber auch Nowikow ist "glücklich", wie der Russe betonte: "In der Mitte haben wir heute Zeit gewonnen, aber am Anfang und am Ende verloren."

Loeb vor siebtem "Monte"-Gesamtsieg

An der Spitze geben indes weiterhin die beiden "Super-Sebs" Loeb und Ogier (Volkswagen) den Ton an. Loeb konnte seinen Vorsprung auf den heutigen drei Wertungsprüfungen, von denen er zwei für sich entschied, um 12,6 Sekunden auf 1:47.4 Minuten ausbauen. "Es ist wirklich schwierig, das Auto gerade zu halten", sagte er nach WP12, und nach WP13 analysierte er seine Wahl Schneereifen/Slicks: "Es ist nicht die aufregendste Weise zu fahren, aber die schnellste."

Mikko Hirvonen (Citroen) verlor weiter an Boden, fiel auf dem letzten Teilstück um 14,2 Sekunden hinter Jari-Matti Latvala (Volkswagen) zurück. "Nowikow ist sehr schnell, aber es ist noch nicht vorbei", meinte er nach WP12 hoffnungsvoll, aber auf WP13 wurde der Finne von der Realität eingeholt: "Ich war teilweise sehr vorsichtig. Es war eine sehr schlechte Prüfung. Am Ende habe ich auch noch die Bremsen überhitzt." Rückstand auf Loeb: 4:19.1 Minuten.

Volkswagen weiterhin fehlerlos

Latvala dürfte ganz im Gegensatz dazu nach einer schwierigen ersten Rallye-Hälfte langsam auf Touren kommen: "Ein paar mehr solche Prüfungen könnte ich gut gebrauchen. Jetzt finde ich endlich das nötige Vertrauen", strahlte er nach WP13. Volkswagen scheint bei der WRC-Premiere weiterhin von technischen Problemen verschont zu bleiben und ist vor dem Schlusstag mit dem berüchtigten Col de Turini mit beiden Autos in den Top 5.

Eine Positionsverschiebung gab es auch zwischen Bryan Bouffier (Citroen) und Mads Östberg (Ford) auf den Rängen acht und neun - Östberg machte heute aus 3,6 Sekunden Rückstand über zwei Minuten Vorsprung. Auf WP12 trug er sich sogar als Sieger ein, 2,1 Sekunden vor Nowikow. "Ich habe für heute ein anderes Setup gefunden", freut sich der Norweger. Zehnter ist unverändert der Tscheche Martin Prokop (Ford).

Erfreulich aus deutscher Sicht: Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000) und Armin Kremer (Subaru Impreza) halten weiterhin die Doppelführung in der WRC2-Wertung. Wiegand hatte zwar ein Problem mit der Batterie, dennoch beträgt sein Vorsprung schon fast fünf Minuten. Kremer denkt aber ohnehin nicht mehr daran, eine Attacke zu reiten: "Wir sind kein unnötiges Risiko eingegangen und verteidigen unsere Position."

Fotoquelle: xpbimages.com

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