Sebastien Ogier geht mit einem komfortablen Vorsprung in den zweiten Tag

Rallye 2013

— 08.02.2013

WP8: Ogier hat alles unter Kontrolle

Mikko Hirvonen und Thierry Neuville setzen bei der Superspecial in Karlstad die Bestzeit - Sebastien Ogier geht mit einem komfortablen Vorsprung in den zweiten Tag

Zum Abschluss der ersten Etappe der Rallye Schweden musste noch die kurze Superspecial in Karlstad absolviert werden. Mikko Hirvonen (Citroen) und Thierry Neuville (Ford) markierten exakt die gleiche Bestzeit. Die Favoriten fingen auf Nummer sicher und es gab keine Vernderungen in der Gesamtwertung. Nach acht Sonderprfungen fhrt Volkswagen-Werkspilot Sebastien Ogier mit 31,4 Sekunden Vorsprung vor Weltmeister Sebastien Loeb (Citroen). Jari-Matti Latvala liegt im zweiten Polo R WRC weitere 1,7 Sekunden zurck. In der WRC2 befindet sich der Deutsche Sepp Wiegand (Skoda) auf Platz drei.

Zum zweiten Mal traten am Freitagabend die WRC-Asse paarweise in Karlstad auf der 1,9 Kilometer kurzen Superspecial vor tausenden Fans gegeneinander an. An der Gesamtwertung nderte sich nichts. Die Show stand im Vordergrund, doch die Fahrer mussten tunlichst Fehler vermeiden. Es kamen auch alle Fahrer gut durch. Die Duelle sahen anders als am Vortag aus. So trat Loeb gegen Jewgeni Nowikow (Ford) an und Ogier gegen Pontus Tidemand (Ford). Einer der Hhepunkte war das finnische Duell Latvala gegen Juho Hnninen (Ford), das der Volkswagen-Fahrer fr sich entscheiden konnte.

Die Bestzeit ging an andere Fahrer. Hirvonen und Neuville setzten exakt die gleiche Zeit. "Es war eine gute Zeit, ich bin gut gefahren", freut sich der Belgier. "Beim Start ist es fr alle schwierig. Ich habe einen anderen Start versucht und es scheint funktioniert zu haben. Der heutige Nachmittag war unglaublich. Die Prfungen waren sehr schn und ich habe einen guten Rhythmus gefunden, aber ohne Risiken einzugehen." In der Gesamtwertung liegt Neuville auf dem achten Platz.

Noch weiter hinten ist Hirvonen zu finden. Durch seinen Fehler auf WP2 hatte der Vizeweltmeister 24 Minuten verloren. "Es ist okay. Ich bin zufrieden mit meinem Lauf", meint der Finne ber den Achtungserfolg in Karlstad, von dem er sich aber wenig kaufen kann. "Morgen habe ich eine schwierige Startposition. Vielleicht bin ich nicht Erster, aber sehr weit vorne." Hirvonen wird fr die Topstars den "Straenfeger" spielen mssen.

Loeb rtselt ber Ogiers-Tempo

An der Spitze stand die erste Etappe klar im Zeichen von Ogier. Der Franzose dominierte den Tag, lie es in der Superspecial mit der achtbesten Zeit allerdings ruhiger angehen. "Ein sehr guter Tag, aber es warten noch zwei lange Tage auf uns", denkt der Franzose noch nicht an den Sieg. Lob gibt es fr den neuen Polo: "Das Auto war heute sehr gut. Es gibt keinen Grund dafr irgendetwas zu ndern." Sein Vorsprung auf Loeb betrgt 31,4 Sekunden.

Der Weltmeister zieht ein gemischtes Fazit. "Es war ein guter Tag, aber wir konnten Ogiers Tempo nicht halten. Ich wei nicht genau warum", rtselt der Ausnahmeknner. "Es hat sicher auch mit der Startposition zu tun, aber Ogier war sehr stark. Wir werden es morgen sehen." Am Samstag starten die beiden Franzosen unmittelbar hintereinander. Die Voraussetzungen sind dadurch ausgeglichener. Loeb muss sich aber auch nach hinten orientieren, denn Latvala ist ihm dicht auf den Fersen und hat nur 1,7 Sekunden Rckstand.

"Wir kmpfen mit Loeb. Das ist sehr gut", hebt der Vorjahressieger hervor. "Ogier ist etwas weiter weg. Ich habe heute realisiert, dass ich das Auto in einigen Punkten fr morgen verbessern kann." Lediglich ein weiterer Fahrer befindet sich noch innerhalb einer Minute zu Ogier: Mads stberg (Ford) hat einen Podestplatz noch lange nicht aufgegeben: "Es ist nicht so schlecht. Ich bin vom Vormittag enttuscht, aber am Nachmittag haben wir viel Zeit auf Loeb und Latvala aufgeholt."

"Darauf konzentrieren wir uns auch morgen", kndigt der Norweger an. "Ogier ist zu weit weg. Ich werde morgen pushen. Wenn ich auch auf Ogier Zeit gutmachen kann, dann wre es gut, aber ich glaube, die Lcke ist schon zu gro." Auf dem fnften Platz bernachtet der Russe Nowikow, dessen Kommentar knapp ausfllt: "Generell war es okay. Es sind aber noch zwei Tage zu fahren, also werden wir weiter angreifen."

Die groe berraschung des Tages war Tidemand. Der Schwede startete zum ersten Mal in einem WRC-Boliden und mischte auf Anhieb konstant in den Top 10 mit. Platz sechs ist die Belohnung, doch der Youngster will nicht abheben. "Es fhlt sich gut an, aber ich muss konzentriert bleiben. Ich muss heute gut schlafen und mich auf morgen konzentrieren." Die Top 10 komplettieren Hnninen, Neuville, Henning Solberg und Martin Prokop.

In der WRC2 fhrt Anders Grndal (Subaru) vor Yazeed Al-Rajhi (Ford) und Sepp Wiegand (Skoda). Der Deutsche ist mit seinem Tag sehr zufrieden: "Der Tag war eigentlich okay. Ich habe viel gelernt und die Zeiten verbessert. Wir werden bei unserer ersten Schneerallye auch morgen viel lernen, damit wir noch schneller werden."

Am Samstag stehen insgesamt acht Prfungen auf dem Programm.

Fotoquelle: Volkswagen

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