Sebastien Ogier dominierte mit dem neuen Volkswagen Polo auch in Mexiko

Rallye 2013

— 10.03.2013

Ogier triumphiert in Mexiko

Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier gewinnt die Rallye Mexiko und baut seine WM-Führung aus - Mikko Hirvonen und Thierry Neuville komplettieren das Podest

Platz zwei in Monte Carlo, Sieg in Schweden, Sieg in Mexiko: Sebastien Ogier und Volkswagen haben die Rallye-WM im Sturm erobert. Nach der dominanten Performance bei der Winterrallye in Schweden stellte Ogier nun auch in Mexiko unter Beweis, dass der neue Polo R WRC auf Schotter exzellent funktioniert. Ogier dominierte die Rallye von Beginn an, stellte 16 der 23 Bestzeiten auf und holte sich überlegen seinen zweiten Saisonsieg. "Der Saisonstart war unglaublich für uns. Das Auto war das gesamte Wochenende perfekt."

"Ich bin sehr glücklich", freut sich Ogier. "Jetzt habe ich nach drei Rallyes einen guten Vorsprung in der WM. Natürlich ist die Saison noch lange." Lediglich in der 18. Sonderprüfung hatte Ogier Schwierigkeiten: Plötzlich stand er vor einem verschlossenen Tor und sein Co-Pilot Julien Ingrassia musste aussteigen und das Gatter öffnen. Später erhielt er von der Rennleitung dafür eine Zeitgutschrift. Ansonsten gab es keine Schwierigkeiten. Der Polo funktionierte exzellent und Ogier leistete sich keine Fehler.

Im Ziel betrug sein Vorsprung auf Mikko Hirvonen (Citroen) 3:26,8 Minuten. In der WM hat Ogier seine Führung ausgebaut, da er sich auch zusätzlich die drei Bonuspunkte in der Power Stage sicherte. Hirvonen fand nie ein konstantes Tempo und hatte keine Chance gegen Ogier. Zudem hatte er am Samstag einen Reifenschaden, der jegliche Siegambition vereitelte. In der Power Stage ging der Finne zudem als Vierter leer aus. "Ich bin trotzdem zufrieden, dass ich meinen ersten Podestplatz in diesem Jahr erobert habe. Er war so schnell. Wir müssen natürlich noch viel arbeiten", kommentiert Hirvonen seine Niederlage.

Zum ersten Mal in seiner Karriere kletterte Thierry Neuville als Dritter auf das Podest. Am Samstag gab es Probleme mit der Lenkung und der Motorkühlung. Sonntagfrüh hatte der Belgier noch die Chance auf Platz zwei, doch er kam in WP21 von der Strecke ab. Unter dem Strich war Neuville sehr zufrieden: "Es war ein sehr gutes Wochenende für uns. Ich kann mich nur beim M-Sport-Team bedanken, denn sie haben gestern die Lenkungsprobleme behoben. Heute habe ich es probiert, aber es hat nicht geklappt. So kann es weitergehen. Ich bin sehr glücklich. Ich habe lange darauf warten müssen, denn im Vorjahr ist vieles schief gegangen. Ich habe gezeigt, dass ich lernen und den nächsten Schritt machen kann."

Östberg und Latvala lassen Punkte liegen

Die großen Verlierer der Rallye waren Mads Östberg (Ford) und Jari-Matti Latvala. Östberg forderte Ogier zu Beginn der Rallye heraus und sicherte sich vier Bestzeiten. Am Samstagvormittag streikte allerdings die Lichtmaschine und der Norweger musste aufgeben. "Es war meine größte Enttäuschung überhaupt. Es war sehr frustrierend. Es ist jetzt die dritte Rallye in Folge, bei der wir Probleme hatten. Ich bin nicht zufrieden, aber ich bin gute Prüfungszeiten gefahren", fasst Östberg zusammen.

"Wenn das Auto funktioniert, dann ist es sehr gut. Zumindest habe ich mir zwei WM-Punkte in der Power Stage gesichert." Latvala schied am Freitag schon nach 500 Metern aus. Den Samstag und Sonntag nutzte der Finne als Test. "Es war natürlich enttäuschend, dass ich schon so früh Probleme hatte. Trotzdem bin ich zufrieden, dass ich dann zwei problemlose Tage fahren konnte. Ich habe mehr Vertrauen und Gefühl zum Auto gefunden", nimmt er etwas Positives mit. Dazu gab es einen Bonuspunkt in der Power Stage.

Platz vier ging an Dani Sordo, der das gesamte Wochenende kein gutes Gefühl für seinen Citroen fand und das Tempo der Spitze nie gehen konnte. Zum ersten Mal absolvierte Nasser Al-Attiyah eine Rallye im Ford Fiesta RS WRC. Der Dakar-Sieger von 2011 fuhr makellos und wurde mit Platz fünf belohnt. "Ich habe das Ergebnis nicht erwartet, weil es eine harte Rallye ist. Wir haben gut gearbeitet und ich habe meine Zeiten verbessert. Ich bin sehr glücklich", sagt Al-Attiyah zufrieden. "Bei der nächsten Rallye kann ich es sicher noch besser machen."

Positive Comebacks von Atkinson und Block

Chris Atkinson (Citroen) eroberte bei seinem WRC-Comeback den sechsten Platz. Am Freitag ließ er viel Zeit liegen, zeigte dann aber eine starke Aufholjagd. "Mit dem Samstag bin ich sehr zufrieden. Heute wollte ich ohne Fehler durchkommen. Platz sechs ist ein gutes Resultat. Mein Team hat super gearbeitet. Danke an Citroen für diese Möglichkeit." Wie es in Zukunft mit dem Australier weitergeht, ist noch offen.

Am Sonntagvormittag überholte Atkinson noch Ken Block (Ford), der schließlich als Siebter ins Ziel kam. "Ich bin die Rallye sehr konservativ gestartet und habe es genossen. Ich habe ein solides Resultat geholt. Heute konnte ich Chris nicht hinter mir halten, aber ich bin zufrieden, weil ich es sehr genossen habe", so der US-Amerikaner. Derzeit plant Block keine weiteren WRC-Einsätze in diesem Jahr.

Zum ersten Mal saß Benito Guerra (Citroen) an diesem Wochenende hinter dem Steuer eines WRC-Boliden. Vor heimischer Kulisse zeigte der Mexikaner eine solide Leistung und wurde mit Platz acht belohnt. "Es war meine erste Rallye und ich habe das Auto unbeschädigt ins Ziel gebracht. Ich bin sehr glücklich, weil ich in meiner ersten WRC-Rallye WM-Punkte geholt habe. Ich bin sehr glücklich, denn alles ist sehr gut gelaufen", freut sich Guerra. "Wenn ich Sponsoren finde, dann bin ich hoffentlich bald wieder dabei."

Am Ende der Top 10 waren die Fahrer nicht euphorisch. "Natürlich können wir mit den WM-Punkten zufrieden sein, aber beim Speed und der Traktion müssen wir uns für Portugal verbessern", sagt Martin Prokop (Ford), der Neunter wurde. Den zehnten Platz belegte Jewegni Nowikow (Ford). "Es war keine gute Rallye für uns, aber wir haben unser Bestes gegeben. Es war sehr enttäuschend, dass wir am ersten Tag Probleme mit der ECU hatten. Hoffentlich haben wir das nächste Mal mehr Glück", hofft der Russe. Seine Co-Pilotin Ilka Minor absolvierte an diesem Wochenende ihren 100. WM-Start.

Pech hatte Michal Kosciuszko (Mini), der in der langen "Guanajuatito"-Prüfung am Sonntagvormittag ausschied. Der Sieg in der WRC2 ging an Abdulaziz Al-Kuwari (Ford Fiesta RRC). Der Deutsche Armin Kremer (Subaru Impreza) hatte am Samstag Probleme und wurde schlussendlich als Vierter seiner Klasse gewertet.

In der WM-Wertung hat Ogier nach drei Rallyes 74 Punkte auf dem Konto. Sein Vorsprung auf Sebastien Loeb, der immer noch Zweiter ist, beträgt 31 Zähler. Hirvonen ist mit 30 Punkten Dritter. In der Herstellerwertung hat Citroen die Nase vorne. Volkswagen hat sechs Punkte Rückstand. M-Sport liegt schon 50 Zähler zurück. Die nächste Rallye findet vom 11. bis 14. April in Portugal statt.

Fotoquelle: Volkswagen

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