Sebastien Ogier führt die Rallye Portugal nach dem Freitag an

Rallye 2013

— 12.04.2013

WP5: Ogier führt knapp vor Sordo

Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier führt nach der ersten Etappe die Rallye Portugal an - In der WRC2 musste Robert Kubica aufgeben

Die erste Etappe der Rallye Portugal wurde mit einer kurzen Superspecial in Lissabon abgeschlossen. Da es sich in erster Linie um eine Show-Veranstaltung für Zuschauer handelte und die Strecke lediglich über 3,27 Kilometer ging, gab es keinerlei nennenswerten Zeitverschiebungen in der Gesamtwertung. So weit kam Robert Kubica (Citroen DS3 RRC) gar nicht. Da er in den ersten vier Prüfungen zu viele Reifenschäden hatte und ihm die Ersatzreifen ausgingen, musste er seinen Boliden auf der Verbindungsstrecke nach Lissabon am Straßenrand parken und aufgeben.

Keinerlei Probleme hatte Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier. Der Franzose gewann zwar "nur" die erste Prüfung, doch mit seiner konstant schnellen Fahrt übernahm er die Führung. Ogier setzte am Freitag im Gegensatz zur Konkurrenz auf die weichen Schotter-Reifen von Michelin und der Poker ging auf. Ogier geht mit einem Vorsprung von 4,4 Sekunden auf Citroen-Werksfahrer Dani Sordo in den zweiten Tag. Im Volkswagen-Servicepark konnte der zweifache Weltmeister Carlos Sainz seinen 51. Geburtstag genießen.

Im Citroen-Lager setzte sich Sordo erstmals seit seiner Rückkehr ins französische Team in Szene. Der Spanier entschied zwei Prüfungen für sich und setzte Ogier unter Druck. Dagegen lief es für seinen Teamkollegen Mikko Hirvonen nicht ganz nach Plan. Der amtierende Vizeweltmeister war mit der Abstimmung seines DS3 nicht zufrieden und konnte das Tempo der Spitze nicht halten. Nach fünf Prüfungen liegt Hirvonen mit einem Rückstand von 16,2 Sekunden auf dem vierten Platz. In der Superspecial stellte Hirvonen die Bestzeit auf.

Für den Samstag bahnt sich ein finnisches Duell um Rang drei an, denn Jari-Matti Latvala war am Freitag auf Podestplatzkurs. Er hatte zwar nicht das beste Gefühl für den Volkswagen Polo R WRC, doch das Tempo seines Teamkollegen Ogier konnte er auf WP3 und WP4 toppen. Latvala hatte allerdings harte Reifen montiert. Er liegt als Dritter 4,8 Sekunden vor seinem Landsmann Hirvonen. Bester Ford-Pilot ist nach dem ersten Tag Thierry Neuville als Fünfter, dem mittlerweile schon 30,7 Sekunden auf die Spitze fehlen.

Hinter Neuville folgen auf den weiteren Plätzen Jewgeni Nowikow (Ford), Nasser Al-Attiyah (Ford), Michal Kosciuszko (Mini), Martin Prokop (Ford) und Dennis Kuipers (Ford). Kosciuszko musste blind durch die Supersecial fahren, denn die Motorhaube des Mini war aufgegangen. Pech hatte am Freitag Andreas Mikkelsen, denn in WP4 versagte die Servolenkung seines Polo, wodurch er zwei Minuten verlor und auf Rang 14 zurückfiel. M-Sport war zwar mit fünf Autos in den Top 10 vertreten, doch das Team rund um Malcolm Wilson musste am Freitag auch eine bittere Pille schlucken.

Der große Pechvogel des Tages war Mads Östberg. Der Ford-Pilot übernahm in WP2 die Gesamtführung, doch in WP3 überschlug er sich und musste aufgeben. Am Samstag will der Norweger unter "Rallye2-Regel" wieder an den Start gehen. Auch in der WRC2 überschlugen sich auf der langen Verbindungsstrecke zwischen WP4 und der Superspecial in Lissabon die Ereignisse. WRC-Neuling Kubica zog sich am Vormittag einen Reifenplatten zu. Zusätzlich beschädigte er sich zwei weitere Reifen. Da er nur einen Ersatzreifen übrig hatte, musste er auf der Verbindungsstrecke aufgeben.

WRC2: Pech für Skoda-Fahrer Wiegand in der Superspecial

Laut Reglement muss das Auto mit vier funktionierenden Reifen die Verbindungsstrecken zurücklegen, denn schließlich befinden sich die Rallye-Fahrzeuge auf den Verbindungsstrecken im normalen Straßenverkehr. Kubica musste seinen Citroen am Straßenrand parken und konnte nicht an WP5 teilnehmen. Ob er am Samstag unter "Rally2-Regel" antreten kann, ist derzeit noch unklar. Sein Ausfall wirbelte das Gesamtklassement in der WRC2 durcheinander, denn Kubica lag nach WP4 auf dem zweiten Rang.

In der WRC2 dominierte Skoda-Fahrer Esapekka Lappi die erste Etappe und sicherte sich fünf Klassenbestzeiten. Damit geht der Finne mit einem Vorsprung von 30,1 Sekunden auf Elfyn Evans (Ford Fiesta RRC) in den Samstag. Sepp Wiegand machte sich als Gesamtdritter auf den Weg zur kurzen Superspecial, doch dann schlug bei der deutschen Nachwuchshoffnung das Pech zu. Ein Reifen wurde beschädigt und Wiegand musste ihn während der Prüfung wechseln. Wertvolle Zeit ging verloren, doch er brachte den Skoda noch ins Ziel.

"Ich habe die erste Kurve angebremst und habe nicht erwartet, dass es so rutschig ist", lautet seine Erklärung. "Ich habe alle vier Reifen blockiert und bin gegen die Streckenbegrenzung gefahren. Ich ärgere ich über mich selbst." Wiegand verlor durch dieses Missgeschick knapp zweieinhalb Minuten auf seinen Skoda-Markenkollegen Lappi. In der WRC2-Wertung rutschte er deshalb auf den sechsten Platz ab. In der WRC3 liegt Keith Cronin (Citroen DS3 R3T) an der Spitze. In der JWRC führt Pontus Tidemand (Ford Fiesta R2). Am Samstag stehen insgesamt sechs Prüfungen auf dem Programm.

Fotoquelle: Volkswagen

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