Thierry Neuville gelang in Mexiko erstmals der Sprung aufs WRC-Podium

Rallye 2013

— 07.04.2013

Al-Attiyah will genießen, Neuville auf dem Boden bleiben

Nasser Al-Attiyah freut sich auf die Atmosphäre in Portugal - Thierry Neuville wird nach seinem ersten WRC-Podium nicht euphorisch

Unverhofft kommt oft: Ursprünglich hatte Nasser Al-Attiyah gar nicht geplant, an der Rallye Portugal (11. bis 14. April) teilzunehmen, doch nachdem sich eine Lücke im Terminkalender des vielbeschäftigten Mannes aus Katar fand, schlug der M-Sport-Pilot zu und sicherte sich den Start bei einer seiner Lieblingsrallyes. "Ich bin ein großer Fan dieser Veranstaltung. Sie war ursprünglich nicht Teil meines Programms, aber als sich die Gelegenheit ergab, haben es Malcolm (Wilson, Teamchef, Anm. d. Red.) und mein Manager möglich gemacht", sagt Al-Attiyah.

"Die Atmosphäre durch die Zuschauer ist immer fantastisch, ich denke deshalb kommen so viele Fahrer gerne zu dieser Veranstaltung", fiebert der Ford-Pilot dem vierten WM-Lauf der Saison entgegen. Im Vorjahr war die Rallye auf der iberischen Halbinsel für Al-Attiyah ein gutes Pflaster: "Ich habe gute Erinnerungen an diese Rallye, wo ich im vergangenen Jahr mit Platz vier mein bestes WRC-Resultat erzielt habe. Wir hatten in Mexiko einen guten Lauf, daher hoffe ich, dass wir diesen Schwung mitnehmen können und hier ein weiteres gutes Resultat erzielen", sagt der 42-Jährige, der in Mexiko auf Platz fünf fuhr.

Sein junger Teamkollege Thierry Neuville reist ebenfalls gut gerüstet nach Portugal. Mit einem Test bereiteten sich der Belgier und sein Team in dieser Woche auf die zweite Schotter-Rallye des Jahres vor: "Wir hatten beim Test perfekte Bedingungen. Am Vormittag war es feucht und nass, am Nachmittag trocken", zieht Neuville ein positives Fazit. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in der kommenden Woche ein gutes Resultat erzielen können. Wir haben im Vergleich zu Mexiko einige Änderungen am Fahrzeug vorgenommen, die sich gut anfühlen."

"Es heißt häufig, dies sei die erste 'konventionelle' Rallye des Jahres, was aber nicht heißt, dass sie ohne Herausforderungen wäre", blickt der 24-Jährige auf den WM-Lauf in Portugal. "Die lange Wertungsprüfung am Sonntag wird für alle Teams eine Prüfstein, aber bis dahin müssen wir erst einmal kommen. Da es am Freitag keinen Mittags-Service gibt, müssen wir clever fahren und mit dem Auto und den Reifen haushalten. Die Strategie wird sicherlich eine Schlüsselrolle spielen."

Neuville reist nach den Plätzen fünf in Schweden und Platz drei in Mexiko mit viel Rückenwind nach Portugal. Doch auch nach dem ersten Podium seiner WRC-Karriere will der Belgier die Erwartungen nicht nach oben schrauben. "Die Ergebnisse aus Schweden und Mexiko stimmen uns zuversichtlich, aber davon dürfen wir uns nicht überwältigen lassen. Wir lernen immer noch dazu, daher wäre ich mit der vierten oder fünften Position schon zufrieden", gibt sich Neuville bescheiden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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