Mikko Hirvonen kam in Argentinien nie an das Tempo seines Teamkollegen Loeb heran

Rallye 2013

— 06.05.2013

Hirvonen: Auch in Argentinien klappte es nicht

Reifenschaden und Elektrikdefekt: Miko Hirvonen rettet in Argentinien als Sechster einige WM-Punkte - Der WM-Titel rückt für den Finnen immer weiter in die Ferne

Nach mehr als einem Saisondrittel sieht es nicht danach aus, dass Mikko Hirvonen in die Fußstapfen von Sebastien Loeb steigen und für Citroen den WM-Titel erobern kann. Nach fünf Rallyes liegt Loeb auf dem zweiten Platz der WM-Wertung, obwohl er in Mexiko und in Portugal überhaupt nicht am Start war. Hirvonen hat elf Zähler weniger auf dem Konto als der amtierende Weltmeister. Besorgniserregender ist allerdings der Rückstand von 54 Zählern auf Volkswagen-Ass Sebastien Ogier.

Nach zwei zweiten Plätzen in Mexiko und Portugal gestaltete sich die Rallye Argentinien für Hirvonen wieder als schwierig. Er stand klar im Schatten seines Teamkollegen Loeb, der sich ein Duell mit Ogier lieferte und schließlich zum achten Mal in Argentinien gewann. Hirvonen wurde Sechster und sammelte in der Power-Stage noch einen Bonuspunkt. Dabei hatte die Rallye nicht so schlecht begonnen, denn der Finne war am Ende der ersten Etappe Dritter.

Der Donnerstag war von Regen und Nebel beeinflusst. Hirvonen nahm die weiche Reifenmischung mit und lag damit richtig. "Es ist sehr gut gelaufen, obwohl ich am Ende mit den Reifen etwas zu kämpfen hatte. Sie waren aber am Vormittag der entscheidende Faktor", so Hirvonen. Nach dem positiven Auftakt hatte er sich für Freitag viel vorgenommen: "Ich glaube, dass ich noch schneller fahren kann. Dafür muss ich aber sauberer fahren und darf das Auto nicht so stark rutschen lassen. Die Traktion muss besser werden."

Hirvonen entschied am Donnerstag WP3 für sich, doch dann wandte sich das Blatt am Freitag. Es sollte seine einzige Bestzeit bei dieser Rallye bleiben, denn es folgten große Schwierigkeiten. Am Nachmittag schleppte der Finne in WP8 seinen DS3 mit zerfetztem rechten Hinterreifen ins Ziel. Er war in einer Wasserdurchfahrt etwas von der Linie abgekommen und hatte einen Betonpflock leicht touchiert. In der nächste Sonderprüfung gab es mehr Drama: Hirvonen parkte den Citroen am Straßenrand.

Er stieg aus und telefonierte mit seinen Mechanikern. Es gab ein Problem an der Elektronik, die immer wieder den Vortrieb aussetzte. Da er nichts daran ändern konnte, fuhr Hirvonen mit diesem Schaden weiter. Der Zeitverlust betrug sechs Minuten. "Es war extrem enttäuschend. Ich wusste, dass an diesem Tag viele Dinge passieren würden, aber leider hat es bei uns nicht geklappt." Er war auf den sechsten Rang zurückgefallen. Nach vorne und hinten war die Lücke groß.

Deshalb stand am Samstag nur noch die Zielankunft im Vordergrund. "Es war ein schöner Tag mit etwas Sonnenschein. Es waren viele Fans hier und die Prüfungen waren toll", lobt Hirvonen die Szenerie. "Ich hatte viel Spaß. Mein Tempo war gut und das Auto war perfekt. Es war nicht zu schwierig, damit gute Zeiten zu setzen." In der Fahrer-WM sieht es für Citroen derzeit düster aus. Dafür ist man in der Marken-WM in Schlagdistanz zu Volkswagen. Lediglich 14 Punkte fehlen auf den Konkurrenten aus Wolfsburg.

Fotoquelle: xpbimages.com

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