Mads Östberg ist schnell, doch Missgeschicke verhindern Topresultate

Rallye 2013

— 06.05.2013

Östberg erlebt nächste Enttäuschung

Ein Bruch der Radaufhängung raubt Mads Östberg jegliche Chance auf ein Topresultat in Argentinien - Trotzdem zeigte der Ford-Pilot wieder seinen Speed auf

Mads Östberg ist derzeit das Glück nicht treu. Bisher musste der Norweger in allen fünf Saison-Läufen kleinere oder größere Probleme meistern. Auch in Argentinien war es nicht anders. Zunächst konnte der M-Sport-Pilot das Tempo der Spitze nie gehen und lag auf Rang fünf. In der vierten Wertungsprüfung am Donnerstag schlug das Pech erneut zu: Nach rund 15 Kilometern beschädigte sich Östberg rechts vorne die Radaufhängung und musste aufgeben. Es war der nächste große Rückschlag in seiner Pannensaison. Am Freitag und Samstag ging der 25-Jährige unter "Rally2-Regel" wieder an den Start und kämpfte sich mit starken Prüfungszeiten noch auf Endrang sieben.

Der Ausfall auf der ersten Etappe war deshalb besonders bitter. "Ich bin in eine Rechtskurve gefahren und auf der Innenseite lag auf der Ideallinie ein großer Felsbrocken. Ich habe ihn nicht gesehen. Ich traf ihn im Straßengraben und die Hälfte des Lenkarms brach dabei. Das war es dann", berichtet Östberg von dieser unglücklichen Situation. "Wir haben den Schaden noch in der Prüfung repariert, aber wir konnten ihn nicht komplett beheben. Deshalb blieben wir stehen und entschieden uns dazu, kein weiteres Risiko einzugehen, um nicht noch mehr zu beschädigen."

Bis zu diesem Zeitpunkt fehlte Östberg allerdings das Tempo, um ganz an der Spitze mitmischen zu können. "Wir nahmen im Mittagsservice einige Veränderungen vor und bis zum Unfall war unser Tempo richtig gut", meint Östberg über erzielte Fortschritte. "Ich fühlte mehr Vertrauen als am Vormittag. Deshalb war ich sehr enttäuscht, dass der Tag so geendet hatte." Für die zweite Etappe und den Neustart unter "Rallye2" visierte der Skandinavier Platz acht an. Am Ende wurde es noch eine Position besser.

Am Freitag untermauerte Östberg seinen Speed und stellte in WP7 die Bestzeit auf. Als diese Strecke am Nachmittag zum zweiten Mal absolviert wurde, fuhr er bei deutlich schwierigeren Straßenverhältnissen die zweitbeste Zeit. Am Ende des Tages lag der Blondschopf bereits auf dem siebten Gesamtrang. Es lief wieder besser und Schadensbegrenzung war angesagt. "Es war viel besser als am ersten Tag", sagt Östberg erleichtert.

Die Abstimmungsänderung vom Donnerstag zahlte sich in zählbaren Resultaten aus. "Wir fanden ein neues Setup und am Freitag bestätigte sich, dass es sehr gut funktioniert. Wir sind sehr gut gefahren, weshalb es ein guter Tag war. Leider kann ich nicht mehr um gute Positionen kämpfen, aber hoffentlich können wir noch gute Zeiten setzen und einige WM-Punkte sammeln", lautete sein Ziel für den abschließenden Samstag.

In der Power-Stage ging er allerdings leer aus. Die Prüfungszeiten waren aber gut, auch wenn Östberg keine weitere Bestzeit aufstellte. Unter dem Strich war es eine enttäuschende Rallye für den Skandinavier. "Es war ein schwieriger Start in die Rallye. Dann hatten wir am Donnerstagvormittag mit der Abstimmung zu kämpfen, aber durch die Änderung wurde es besser. Am Freitag bin ich dann ein gutes Tempo gefahren."

"Der Speed war gut und das Auto funktionierte wirklich gut, wodurch ich mich auf den siebten Platz kämpfen konnte", streicht Östberg die positiven Aspekte des Südamerika-Ausflugs hervor. "Am Samstag ging es nur darum, die Reifen für die Power-Stage zu schonen, aber ich fand dann keinen Rhythmus. Ich griff in der Power-Stage an, aber ich hatte nicht das gleiche Vertrauen und wurde Vierter."

"Generell gesehen bin ich einige gute Prüfungszeiten gefahren, aber da ich unter 'Rallye2' neustarten musste, konnte ich kein gutes Ergebnis holen. Wir wissen, dass wir die Pace haben, also werden wir in Griechenland wieder um ein gutes Resultat kämpfen." Der WM-Zug ist für Östberg praktisch abgefahren. Nach fünf Rallyes beträgt sein Rückstand auf Sebastien Ogier (Volkswagen) schon 84 Punkte. Östberg ist derzeit WM-Fünfter.

Fotoquelle: M-Sport

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