Thierry Neuville kämpfte in Deutschland um seinen ersten Sieg

Rallye 2013

— 26.08.2013

Neuville: "Hatte nichts zu verlieren"

Der Belgier Thierry Neuville verpasst in Deutschland knapp seinen ersten Sieg - Für den Ford-Piloten war Rang zwei der vierte Podestplatz in Serie

Thierry Neuville setzte bei der Rallye Deutschland seine derzeit starke Form fort, wurde am Ende aber nicht mit dem Sieg belohnt. Vom ersten Tag weg war der Belgier im Spitzenfeld zu finden und kämpfte lange gegen Jari-Matti Latvala (Volkswagen) um die Führung. Als der Finne schließlich ausschied, übernahm Neuville die Führung, doch Dani Sordo (Ciroen) hatte mittlerweile such schon aufgeschlossen. Neuville führte nur in einer Prüfung und wurde dann auf Rang zwei verdrängt. Es entwickelte sich ein spannendes Finale.

Die Entscheidung um den Sieg fiel in der abschließenden Power Stage. Neuville musste vor Sordo auf die Strecke gehen und die Zeit vorlegen. Es ging eng zu und der Youngster hatte bei den Zwischenzeiten Chancen auf den Sieg, dann rutschte er allerdings in einer Linkskurve ins Unterholz. Die Chance war vorbei. Mit Platz zwei setzte der Ford-Pilot dennoch seine beeindruckende Serie fort. In den vergangenen vier Rallyes stand Neuville auf dem Podest, davon dreimal in Folge als Zweiter.

"Ich fühle mich sehr froh über unsere Leistung am Wochenende. Wir waren das einzige Team, das ständig in der Lage war, um den Sieg mitzukämpfen. Diese fehlerlose Leistung während des gesamten Wochenendes ist gut. Im letzten Teil der Schluss-WP fuhr ich voll, aber dann habe ich einen Fehler gemacht. Es war mein Fehler, wir kamen von der Strecke ab und wir hatten Glück, dass wir wieder auf die Straße fahren konnten."

"Glückwunsch an diese Jungs, sie haben eine tolle Leistung gebracht, auch im Regen, unter Bedingungen bei denen ich normalerweise stark bin, aber sie waren sogar schneller als ich", zollt Neuville Sieger Sordo Respekt. Trotz der teilweise nassen Straßen blieb Neuville bis auf zwei kleine Missgeschicke fehlerfrei. "Es lief sehr gut. Es gab eine kritische Stelle und ich war sehr überrascht, dass dort der Grip fehlte."

"Wir landeten in einem Holzstapel, aber ich habe richtig reagiert und das Auto in einen Dreher gezwungen. Dadurch konnten wir wieder auf die Strecke fahren", schildert der 25-Jährige. Die Rallye Deutschland war der spannendste Lauf in dieser Saison, denn bis zu den letzten Kilometern war die Entscheidung offen. "Ich erinnere mich an einem IRC-Lauf in der Vergangenheit, in dem ich einen großen Kampf mit Mikkelsen hatte. So ging es diesmal auch."

"Wir hatten nichts zu verlieren; wir hatten beschlossen, anzugreifen und dann zu sehen, wo wir landen. Ich bin froh und zufrieden mit Platz zwei." Angesichts der konstant starken Leistungen sollte der erste Sieg bald folgen. Mit diesem Ergebnis übernahm Neuville auch den alleinigen zweiten Platz in der Fahrer-WM. Sein Rückstand auf Sebastien Ogier (Volkswagen) beträgt 75 Punkte. Von Latvala hat er sich um elf Zähler abgesetzt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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