Sebastien Ogier stellte seinen Speed in der "Arena Panzerplatte" unter Beweis

Rallye 2013

— 24.08.2013

WP11: Ogier meistert die Panzerplatte am besten

Sebastien Ogier (Volkswagen) stellt in der "Arena Panzerplatte" die Bestzeit auf - Jari-Matti Latvala baut Vorsprung auf Neuville aus - Nasser Al-Attiyah ausgeschieden

Volkswagen fhrt zu Mittag der dritten Etappe weiterhin die Rallye Deutschland an. Jari-Matti Latvala fuhr in den drei Vormittagsprfungen zwar keine Bestzeit, doch der Finne vergrerte seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf Thierry Neuville auf 14,8 Sekunden. Der Ford-Pilot konnte das Tempo von Latvala nicht ganz mitgehen und muss sich am Nachmittag auch nach hinten orientieren, denn Citroen-Werksfahrer Dani Sordo war in den Prfungen neun bis elf stark unterwegs. Der Spanier war schneller als die beiden Spitzenreiter und kam Neuville bis auf neun Sekunden nahe. In der WRC2-Wertung verteidigte Robert Kubica (Citroen DS3 RRC) seine Fhrung.

Die Vormittagsschleife wurde mit der berhmten "Arena Panzerplatte" abgeschlossen. 41,08 Kilometer mussten auf dem Truppenbungsplatz in Baumholder gemeistert werden. Die Betonstraen wurden von den berchtigten Hinkelsteinen gesumt. Eine Kollision wrde groe Schden am Fahrzeug nach sich ziehen. Latvala hatte groes Glck, denn er traf einen der Betonpfeiler. "In einer Linkskurve war es sehr rutschig. Ich kam von der Linie ab und traf einen Hinkelstein. Ich hatte groes Glck. Das Auto ist in Ordnung."

Latvala war dennoch um 4,2 Sekunden schneller als Neuville und baute seinen Vorsprung auf 14,8 Sekunden aus. "Ich bin mit meiner Fahrt zufrieden. Ich habe auf die Reifen geachtet", kommentiert Neuville. "Zu Beginn bin ich es etwas zu ruhig angegangen, aber dann habe ich Zeit auf Jari-Matti aufgeholt. Es war aber nicht genug. Ich habe gesehen, dass er einen Hinkelstein getroffen hat. Ich hoffte, dass er vielleicht Probleme bekommt, aber er hatte groes Glck, dass er weiterfahren konnte."

Schneller als das Duo war erneut Sordo. Der Spanier nahm Latvala 1,8 Sekunden und Neuville sechs Sekunden ab. "An manchen Stellen war es etwas rutschig. Am Ende habe ich an einem Bremspunkt etwas Zeit verloren, aber ich bin glcklich", sagt Sordo zufrieden. Fr den Nachmittag nimmt er den zweiten Platz von Neuville ins Visier.

Die Bestzeit auf der elften Wertungsprfung stellte Sebastien Ogier auf. Fr den WM-Fhrenden geht es nach seinem Ausfall am Freitag um nichts mehr. "Es war okay. Mir gefllt die Strecke, aber der Grip ist sehr niedrig. Mit mehr Grip wre es schner, es war aber okay." Der Volkswagen-Werksfahrer war um 6,2 Sekunden schneller als Sordo. Whrend es um die Podestplatzierungen weiterhin spannend zuging, fuhr Mikko Hirvonen (Citroen) auf dem vierten Platz.

"Es war sehr schwierig. Es liegt auf dem Asphalt viel loser Schotter herum. Ich bin kein Risiko eingegangen. Ich bin ohne Probleme durchgekommen. So soll es weitergehen." Der Vizeweltmeister hat einen Rckstand von 1:16,7 Minuten auf seinen Landsmann Latvala an der Spitze. Weitere 1:44 Minuten dahinter ist Mads stberg (Ford) Fnfter. Bei einem Sprung mit hoher Geschwindigkeit flog der Fiesta weit. Bei der Landung sprang sogar der sechste Gang heraus. Ansonsten kam stberg gut durch.

WRC2: Evans hlt es spannend

Dagegen war die Rallye fr Nasser Al-Attiyah vorbei. Nach rund 21 Kilometern blieb sein Ford Fiesta stehen. Deshalb gewannen die weiteren Fahrer hinter Martin Prokop (Ford), der weiterhin Sechster ist, jeweils eine Position. Ab Platz sieben der Gesamtwertung folgten schon die schnellsten WRC2-Fahrer. Elfyn Evans (Ford Fiesta R5) stellte in WP11 die Klassenbestzeit auf und war um 2,2 Sekunden schneller als Kubica.

"Die heutigen Prfungen sind nicht gut. Es gibt viele enge Kurven und dann Beschleunigungsstcke. Ich hatte Mhe", meint der ehemalige Formel-1-Pilot. "Jetzt bin ich auch mit gebrauchten Reifen gefahren. Sollte es regnen, halten wir uns noch Mglichkeiten offen." Es blieb weiterhin spannend, denn Evans verkrzte seinen Rckstand auf 1,4 Sekunden. Trotzdem war er nicht ganz zufrieden: "Ich fhlte mich jetzt nicht so gut. Teilweise war der Grip sehr niedrig. Ich hoffe, ich habe nicht zu viel verloren." Es kmpfen nur noch diese beiden Fahrer um den Klassensieg.

Eng ging es auch im Duell um Platz drei zu. Hayden Paddon (Skoda Fabia S2000) war auch auf der Panzerplatte um 4,8 Sekunden schneller als Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000). "Ich hatte teilweise starkes Untersteuern. Vielleicht war die Abstimmung fr diese Stage nicht so gut", merkt Paddon an. Auch Wiegand mhte sich mit der Herausforderung: "Es war sehr schwierig und rutschig. Ich hatte aber keine groen Probleme und habe versucht mein Bestes zu geben." In der Gesamtwertung vergrerte sich der Rckstand des Deutschen auf Paddon auf 9,6 Sekunden.

Am Nachmittag werden die drei Vormittagsprfungen erneut absolviert. Die Gefahr von Regen hngt weiterhin in der Luft.

Gesamtwertung nach 11 von 16 Prfungen (Top 10):
01. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) - 2:21:53,9 Stunden
02. Thierry Neuville (Ford) +14,8 Sekunden
03. Dani Sordo (Citroen) +23,8
04. Mikko Hirvonen (Citroen) +1:16,7 Minuten
05. Mads stberg (Ford) +3:00,8
06. Martin Prokop (Ford) +5:33,6
07. Robert Kubica (Citroen) +7:09,3
08. Elfyn Evans (Ford) +7:10,7
09. Hayden Paddon (Skoda) +9:29,2
10. Sepp Wiegand (Skoda) +9:38,8

Fotoquelle: xpbimages.com

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