Sebastien Ogier dominiert in Australien und liegt auf Kurs Richtung WM-Titel

Rallye 2013

— 13.09.2013

Ogier am Freitag in Australien eine Klasse für sich

Mit sieben Bestzeiten bei acht Wertungsprüfungen drückt Volkswagen-Pilot Sebastien Ogier dem zweiten Tag der Rallye Australien seinen Stempel auf

Volkswagen hat den zweiten Tag der Rallye Australien scheinbar spielerisch dominiert und bei allen acht Wertungsprüfungen (WP) des Tages die Bestzeit geholt. Sieben davon gingen an WM-Spitzenreiter Sebastien Ogier, lediglich bei der abschließenden, insgesamt vierten Durchfahrt der Super-Special "Coffs" musste der Franzosen seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala den Vortritt lassen. Nach der überragenden Vorstellung am Freitag führt Ogier die Rallye mit einem Vorsprung von 20 Sekunden auf Mikko Hirvonen (Citroen) an, Dritter ist Thierry Neuville (Ford, + 38,1).

"Das war ein perfekter Tag für uns, ein richtig guter Start in die Rallye", sagt Ogier. Wie erwartet befand sich viel loser Schotter auf den Strecken, der vor allem den Fahrern mit den niedrigen Startpositionen zu Schaffen machte. Mehrere Fahrer beklagten sich darüber, keinen Grip und damit keinen guten Rhythmus zu finden. Ogier profitierte von Startposition acht, sagte aber dennoch: "Auf den Pisten war sehr viel lockerer Schotter, dadurch war es schwierig eine gute Linie zu finden. Aus dem Grund haben wir auch nicht maximal attackiert, denn wir wollten auf keinen Fall durch einen dummen Fehler früh aus der Rallye ausscheiden."

Aufgrund der trockenen Bedingungen hatten die Organisatoren zudem den Startabstand der Fahrer von drei auf vier Minuten verlängert, nachdem sich gestern mehrere Piloten über die starke Staubentwicklung beklagt hatten. Trotz der Ogier-Dominanz am ersten Tag bleibt der Kampf um den Sieg weiter spannend. Denn Hirvonen, der die vorherigen drei Ausgaben der Rallye Argentinien gewonnen hatte, ließ sich von Ogier nicht abschütteln und hat derzeit nur 20 Sekunden Rückstand auf den Volkswagen-Piloten.

Staub und Schotter sorgen für schwierige Bedingungen

Neuville, Ogiers erster Verfolger in der Weltmeisterschaft, verbesserte sich auf der zehnten WP auf Gesamtrang drei und hat derzeit 38,1 Sekunden Rückstand auf den Franzosen. Nur 0,5 Sekunden dahinter folgt Kris Meeke (Citroen). Sollte die Rallye mit diesem Ergebnis enden, würde es vom Ausgang der Power-Stage am Sonntag abhängen, ob Ogier schon in Australien den WM-Titel feiern kann. Neuville war mit seiner Leistung am Freitag alles andere als glücklich: "Momentan mach es keinen Spaß. Ich habe keinen Rhythmus und kein Vertrauen. Ich bin zum ersten Mal hier, und es ist völlig anders, als ich erwartet hatte", sagt der Belgier.

Meeke, der bei seinem zweiten Einsatz für Citroen das Qualifying gewonnen hatte und heute als Zehnter startete, musste die Erfahrung machen, dass der späte Start nicht immer von Vorteil ist: "Manchmal ist es nicht so großartig. Wir trafen einen Stein, der mitten aus der Straße herausgerissen war. Dabei hat es mir das Lenkrad aus der Hand geschlagen. Glücklicherweise ist das ein stabiles Auto, deshalb bin ich noch hier."

Hinter Latvala auf Rang fünf folgt mit Mads Östberg der zweitschnellste Ford-Pilot. Der Norweger überstand auf WP8 eine brenzlige Situation. Sein Fiesta traf einen Stein, woraufhin sich die Fahrertüre öffnete: "Ich habe ihn seitlich getroffen, woraufhin die Türe aufflog. Wir werden beinahe von der Straße abgekommen und in die Bäume geflogen. Zum Glück trafen wir ihn seitlich. Hätten wir ihn frontal getroffen, wäre es das gewesen", meint Östberg.

In der WRC2 lichtet sich das Feld

Andreas Mikkelsen (Volkswagen), Jewgeni Nowikow (Ford), Lokalmatador Nathan Quinn (Mini) und Khalid Al-Qassimi (Citroen) komplettieren nach Tag zwei die Top 10 der Rallye Australien. In der WRC2 führt derzeit Juri Protasow (Ford Fiesta R5) mit 33,5 Sekunden Vorsprung auf Abdulaziz Al-Kuwari (Ford Fiesta RRC). Die zweite Liga der WRC erlebte am Freitag zwei prominente Ausfälle. Yazeed Al-Rajhi (Ford Fiesta RRC), der lange die Klasse angeführt hatte, musste sein Auto nach einem Unfall auf der achten WP mit gebrochener Lenkung abstellen.

Skoda-Pilot Haydon Paddon kam mit Elektrikproblemen nicht einmal bis zum Start der ersten WP das Tages: "Wir sind nicht hundertprozentig sicher, wo das Problem liegt. Nach der ersten Durchfahrt der Super-Special gestern Abend hat das Auto floss eine Menge Strom aus dem Auto und die Batteriespannung sank. Wir haben die gesamte Elektrik überprüft und die Batterie und einige andere Komponenten ausgetauscht, aber leider blieb das Auto auf dem Weg zu ersten WP stehen", berichtet der Neuseeländer.

Fotoquelle: Volkswagen

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