Juho Hänninen testete den Hyundai i20 WRC in seiner finnischen Heimat

Rallye 2013

— 09.09.2013

Hyundai: Fahrerfrage noch offen

Bei Hyundai laufen die Vorbereitungen für das WRC-Comeback 2014 auf Hochtouren - Teamchef Michel Nandan gibt Auskunft über den aktuellen Stand

Im kommenden Jahr wird Hyundai mit dem i20 WRC die Rallye-WM bereichern. Neben Volkswagen und Citroen wird es ein drittes Werksteam geben, dazu kommt das Privatteam M-Sport von Malcolm Wilson. Hyundai verfolgt seit dem Sommer ein straffes Testprogramm. In Frankreich wurde bereits auf Asphalt getestet und in Finnland auf Schotter. Im Herbst wird das intensive Testprogramm fortgesetzt, damit der i20 und das neue Team für die Rallye Monte Carlo 2014 bereit sind.

"Es muss noch viel gearbeitet werden, denn wir haben erst im Juli mit den Testfahrten begonnen", sagt Hyundai-Teamchef Michel Nandan bei 'wrclive'. "Soweit können wir zufrieden sein, denn wir sind mit unserem Plan, den wir uns zu Jahresanfang gesetzt haben, im Soll. Es ist soweit alles okay. Es gab zwar kleinere Probleme, was bei einem neuen Auto normal ist. Generell sind wir mit den Tests sehr zufrieden. Es waren bisher Basistests, ob das Auto gut reagiert und alles in Ordnung ist, bevor die Homologation abgenommen wird."

Für Hyundai sind derzeit drei Testfahrer im Einsatz: Bryan Bouffier, Juho Hänninen und Chris Atkinson. Mit der bisherigen Arbeit des Trios ist Nandan sehr zufrieden: "Bisher ist es recht gut. Unsere drei Testfahrer machen ähnliche Aussagen, was wiederum heißt, dass wir es nicht so verkehrt machen. Sie haben ein ähnliches Gefühl, aber es gibt auf Performance-Seite noch viel zu tun. Das wissen wir. Die Fahrer waren soweit aber zufrieden und sind vom Auto beeindruckt, das noch vor nicht so langer Zeit vorgestellt wurde."

"Man braucht von Testfahrern ein gutes Feedback. Ich habe Bryan schon etwas gekannt, also wusste ich, dass er ein perfekter Fahrer dafür ist. Er hat ein sehr gutes Gefühl und kann die richtigen Informationen weitergeben. Was Juho betrifft, ist seine Situation ähnlich. Er hat auch Erfahrung von einigen WRC-Rallyes", so Nandan. "Chris verfügt über viel WRC-Erfahrung. Er ist schon viele verschiedene WRC-Fahrzeuge gefahren, was für uns sehr interessant ist. Wir haben mit diesen drei Fahrern ein gutes Testfahrerpaket."

Diese drei Fahrer werden auch die weiteren Testfahrten bestreiten, obwohl sie für die kommende Saison keinen Stammplatz haben. Die Fahrerbesetzung ist noch völlig offen. Nandan lässt sich auch nicht in die Karten schauen, ob die drei eine Chance haben. "Wir haben darüber natürlich nachgedacht, aber im Moment konzentrieren wir uns auf die Entwicklung des Autos. Es ist noch offen, wer die Autos fahren wird. Wir glauben, dass wir genug Zeit für die Entscheidung haben, damit wir die beste Lösung für Hyundai finden. Wir müssen also noch warten."

"Wir wollen natürlich einen erfahrenen WRC-Piloten haben, der Erfahrung bei den verschiedensten Rallyes vorweisen kann. Das ist Punkt Nummer eins. Natürlich müssen wir uns auch die Performance ansehen. Die Wahl ist ein Kompromiss zwischen Performance und Erfahrung. Wir wollen komplette Rallyes fahren, damit wir genug Informationen sammeln können."

"Wir wollen auch nicht zu lange warten, denn die Fahrer müssen sich auch vorbereiten und so früh wie möglich testen können. Deshalb warten wir vielleicht auch nicht die letzte Rallye der Saison ab." Die Erwartungen für das Hyundai-Comeback sind groß. Als Prodrive mit dem Mini in die Rallye-WM kam, war das Auto vor allem auf Asphalt sofort stark. Volkswagen war ebenfalls sofort konkurrenzfähig.

Mit welchen Zielen geht Hyundai in das kommende Jahr? "Wir müssen realistisch sein. Wir haben erst im Juli mit den Tests begonnen. Natürlich hoffen wir, dass wir rasch Fortschritte schaffen, aber das nächste Jahr wird ein Testjahr werden. Das Team ist auch neu. Wir müssen noch viel über die Rallye-WM lernen. Es wird also ein Entwicklungsjahr für uns werden", nennt Nandan keine konkreten Ziele.

Fotoquelle: Hyundai

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