Sebastien Ogier und Julien Ingrassia feiern ihre erste Weltmeisterschaft

Rallye 2013

— 03.10.2013

Jubelstimmung bei Volkswagen: "Was für eine Erleichterung"

Schon nach der ersten Wertungsprüfung steht Sebastien Ogier als Weltmeister fest, doch die große Party bei Volkswagen muss bis zum Sonntag warten

Sebastien Ogier, Julien Ingrassia und Volkswagen sind am Ziel. Schon nach der ersten Wertungsprüfung (WP) der Rallye Frankreich stehen die beiden Franzosen als Fahrer- beziehungsweise Beifahrer-Weltmeister fest. Schon vor dem Wochenende war klar, dass ein Titelgewinn von Ogier mehr als wahrscheinlich war. Dieser Umstand sorgte beim sonst so coolen Franzosen für eine gewisse Nervosität, wie Ogier eingestehen muss: "Ich wusste, dass der größte Teil der Arbeit für die Meisterschaft erledigt war. Ich wollte das Wochenende genießen und Spaß haben. Das habe ich mir vorgenommen. Als ich dann aber im Auto saß, war es doch ein wenig anders."

Um den Titel unter Dach und Fach zu bringen, musste Ogier bei seiner Heimrallye nicht einmal einen Meter fahren, denn nachdem sein einzig verbliebener WM-Rivale Thierry Neuville bei der als Power-Stage ausgetragenen ersten WP die Bestzeit und somit die drei Zusatzpunkte verpasste, stand der Titelgewinn des Franzosen auch rechnerisch fest. Dies trug nicht gerade zur Beruhigung von Ogier bei. "Ich stand an der Startlinie und habe gesehen, dass Thierry nur Zweiter war", beschreibt der 28-Jährige die entscheidenden Sekunden.

"Ich habe also gesehen, dass ich Weltmeister bin. Da habe ich zu zittern begonnen dacht: 'Oh shit, ich muss diese Prüfung fahren.' Ehrlich gesagt kamen mir diese fünf Kilometer dann ziemlich lange vor. Es war schwierig, konzentriert zu bleiben", so Ogier. Doch das gelang dem Franzosen, und nachdem er als drittschnellster der Power-Stage im Ziel war, brachen alle Dämme. "Was für eine Erleichterung . Ich bin so stolz auf das Team und auf das, was wir gemeinsam im ersten Jahr erreicht haben. Ich bin so glücklich", sagt Ogier. "Heute mit Volkswagen die Meisterschaft zu gewinnen, ist das Beste, was uns passieren konnte", freut sich auch Beifahrer Ingrassia.

Ogier und Capito danken dem Team

Im Zielbereich schien es so, als wolle der neue Weltmeister vor lauter Glück die ganze Welt umarmen: "Auf jeden Fall jeden einzelnen aus dem Team", bestätigt Ogier. "Das ist wirklich Teamsport. Wir brauchen jeden einzelnen, um unsere Leistung abzuliefern. Zusammen mit Julien habe ich im Auto einen guten Job gemacht, aber sie haben uns ein perfektes Auto gegeben, mit dem das erst möglich war. Es ist wirklich beeindruckend, was wir in solch kurzer Zeit erreicht haben. Großer Dank ans Team."

Volkswagen-Motorsport-Direktor Jost Capito dankte ebenfalls seinem Team: "Es ist herausragend. Wir sind fast 200 Leute, Mitarbeiter, die zu den Rallyes kommen und diejenigen, die zu Hause hart arbeiten. Sie alle verdienen diesen Glückwunsch. Wie Seb schon sagte, ist es Teamarbeit. Die beiden sorgen dafür, dass das Team gut arbeitet. Das ganze Team liebt sie und gibt 200 Prozent für ihren Erfolg. Ich denke, das ist das Geheimnis."

Allzu lange wird die WM-Party bei Volkswagen jedoch nicht dauern, denn morgen geht die Rallye Frankreich erst richtig los. "Es fühlt sich seltsam an, am Donnerstagabend Weltmeister zu sein. Wir können jetzt nicht groß feiern, dass ist der einzig negative Punkt", meint Ogier. "Aber das Wichtigste ist, dass wir es haben. Daran habe ich mit Julien so viele Jahre gearbeitet. Jetzt müssen wir uns morgen wieder auf das Rennen konzentrieren. Jetzt ist unser Ziel, Punkte fürs Team zu holen, damit wir einen weiteren Titel feiern können: Den bei den Herstellern."

Ab morgen wartet wieder die Arbeit

"Das ist ein einmaliges Gefühl. Das ist aber nur ein Augenblick, und wenn er vorbei ist, schauen wir wieder voraus", sagt auch Capito. "Wir haben in dieser Saison noch viel zu tun. Wir führen in der Herstellermeisterschaft und alle werden darum kämpfen, auch diese Meisterschaft zu gewinnen. Für das Team ist diese Meisterschaft wichtiger als der Fahrertitel."

Ingrassia rechnet nicht damit, dass er uns Ogier morgen Schwierigkeiten damit haben werden, nach dem Titelgewinn wieder zum Alltagsgeschäft überzugehen. "Wir haben an diesem Wochenende noch ein Ziel. Es wird aufgrund der Wetterbedingungen wahrscheinlich sehr schwierig werden", blickt Ingrassia sorgenvoll Richtung Himmel. In den kommenden Tagen ist im Elsass Regen vorhergesagt. "Aber wird sind bereit, um weiterhin unseren Job zu machen. Wir wissen, dass wir nur eine Kurve verpassen müssen, und das Spiel ist aus."

Fotoquelle: Volkswagen

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