Sebastien Ogier fuhr am Freitag unerwartet zurückhaltend

Rallye 2013

— 04.10.2013

Ogier: "Ich war einfach nicht in der Rallye drin"

Weltmeister Sebastien Ogier kommt am Freitag bei der Rallye Frankreich nur schwierig in Schwung, sucht aber nicht nach Ausreden

Nach der Weltmeister-Party am Donnerstagabend stand heute für Sebastien Ogier bei der Rallye Frankreich wieder das Alltagsgeschäft auf dem Programm. Und das gestaltete sich für den neuen Titelträger schwieriger als erwartet. Nachdem der Volkswagen-Pilot bei den meisten Rallyes in dieser Saison das Geschehen von Anfang an beherrscht hatte, konnte er heute nicht mit den Zeiten seiner Konkurrenten mithalten. Mit 28,7 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Thierry Neuville wird Ogier in den Samstag starten.

"Das war nicht der beste Start. Es ist schon lange her, dass ich an einem gesamten Tag solch durchwachsene Leistungen gezeigt habe", sagt Ogier. Vor allem bei den drei Wertungsprüfungen am Vormittag wirkte der 28-Jährige ein wenig indisponiert, was er auch selbst zugibt. "Heute Morgen hatte ich einige Probleme damit, meinen Rhythmus zu finden. Ich war einfach nicht in der Rallye drin."

Nach dem Trubel wegen des Titelgewinns und einer unruhigen Nacht kam Ogier am Freitag nur langsam in Schwung. "Den Titel am Donnerstag zu gewinnen, hat die Rallye für mich vielleicht nicht einfacher gemacht. Wenn du nicht richtig in der Rallye drin bist, fährst du zu vorsichtig", so der Franzose. Am Nachmittag schlug der Volkswagen-Pilot dann zurück, verzockte sich aber bei der Reifenwahl: "Ich hatte falsche Informationen und musste dann mit zwei Reserveräder und zwei weiche Reifen am Auto durch die Prüfungen kommen. Das war keine gute Entscheidung, denn es war völlig trocken."

Unter diesen Umständen war die zweitbeste Zeit bei der siebten Wertungsprüfung ein versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Tages. "Wir haben an diesem Nachmittag eine Reaktion gezeigt. Im Verhältnis zur Reifenwahl war es nicht so schlecht." Im Gegensatz zu Teamkollege Jari-Matti Latvala hatte Ogier im Vorfeld der Rallye nicht bei wechselhaften Straßenverhältnissen getestet, wie sie heute im Elsass vorlagen. Dies ist für Ogier aber kein Grund für die durchwachsene Leistung: "Es sind sicherlich nicht die Bedingungen, die ich am meisten liebe, aber das soll keine Entschuldigung sein", sagt er auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'.

Bei teils regnerischen Bedingungen war auch die Startposition eins aus seiner Sicht nicht ideal. "Normalerweise ist das auf Asphalt ein Vorteil, aber heute Morgen war es ein Nachteil. Vor allem vor der vierten WP. Dort ging kurz vor dem Start ein Schauer nieder, und hinter mir wurde es immer trockener", erklärt Ogier.

Am Samstag will der frischgebackene Weltmeister nun angreifen, allerdings könnte sich das mit Blick auf die Wettervorhersage schwierig gestalten: "Es soll über Nacht stark regnen, deshalb könnte an den Abzweigungen viel Wasser stehen. Dann ist es nicht optimal, wenn du als Fünfter fährst", so Ogier. "Aber damit müssen wir nun zurechtkommen. Ich habe heute meinen Job nicht gemacht und muss deshalb morgen kämpfen."

Fotoquelle: Volkswagen

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