Robert Kubica siegte auch in Frankreich in der WRC2

Rallye 2013

— 06.10.2013

Kubica: Ein Lehrling auf dem Weg zum WRC2-Titel

Nach seinem vierten Saisonsieg steht Robert Kubica kurz vor dem Gewinn des WM-Titels in der WRC2 - Bei schwierigen Bedingungen viel gelernt

Bei der Rallye Frankreich gelang Robert Kubica (Citroen) der vierte Saisonsieg in der WRC2-Klasse. Um diesen musste der Ex-Formel-1-Fahrer auf den Asphalt-Straen des Elsass allerdings kaum kmpfen, weil die Konkurrenz frh Feder lie. Schon nach der dritten Wertungsprfung hatte der Pole mehr als drei Minuten Vorsprung auf seinen Verfolger. So wurde vor allem das Wetter Kubicas hrtester Prfstein.

"Diese Rallye war sehr schwierig und vllig anders als Deutschland, vor allem wegen des Wetters und der Streckenbedingungen", sagt der Pole. "Von vllig trocken ber halb trocken, halb feucht oder halb matschig bis hin zu vllig nass war alles dabei, was man sich auf Asphalt vorstellen kann. Das war gut, dadurch konnte ich viel Erfahrung sammeln, vor allem heute." Auf dem groen Polster, welches er schon nach wenigen Kilometern hatte, ruhte sich Kubica nicht aus.

"Wenn du nach den ersten beiden Prfungen schon drei Minuten Vorsprung hast und noch 250 Kilometer zu fahren sind, kann es langweilig werden, wenn du zu sehr rausnimmst. Auerdem will ich in diesem Jahr so viel wie mglich lernen", so Kubica. "Es mag sich vielleicht verrckt anhren, wenn ich trotzdem angreife, aber das ist fr mich die beste Mglichkeit, dazuzulernen. 250 Kilometer nur herumzurollen ergibt aus meiner Sicht keinen Sinn. Ich habe dort Gas rausgenommen, wo ich mir unsicher war oder die Bedingungen schwierig waren."

Am Schlusstag der Rallye konnte sich der Pole dann sogar Experiment leisten. "Ich hatte einen groen Vorsprung und habe diesen Tag als Testtag genutzt. Wenn man testet, muss man allerdings schnell fahren", gibt Kubica zu bedenken. "Wenn man das Auto nur um die Prfungen trgt, lernt man gar nichts. Daher war es etwas riskant, denn die Bedingungen waren schwierig. Aber es ist uns gelungen, das Auto mit einem guten Resultat nach Hause zu bringen. Vor allem heute war ich bei einigen Prfungen recht dicht hinter den WRC-Autos."

"Wir haben zwischen den Prfung einige nderungen an der Abstimmung vorgenommen, um ein Gefhl fr das Fahren mit den Michelin-Reifen bei diesen Bedingungen zu bekommen", erklrt Kubica. "Aus diesem Blickwinkel betrachtet war es eine wirklich gute Rallye. Natrlich auch wegen des Resultats, aber fr mich ist es ehrlich gesagt wichtiger und wertvoller, Erfahrung zu sammeln." Seine Lernsaison kann Kubica dennoch mit einem Titel krnen. Wenn er bei der nchsten Rallye in Spanien nicht schlechter als Platz drei der WRC2-Wertung wird, dann ist er der neue WRC2-Champion.

Fotoquelle: xpbimages.com

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