Der Konflikt um die Startreihenfolge am Sonntag wurde entschärft

Rallye 2013

— 25.10.2013

Organisatoren wollen Taktikspielchen in Spanien verhindern

Im Streit um die Startreihenfolge am Schlusstag der Rallye Spanien wurde ein Kompromiss gefunden - Reihung nach WP 8 entscheidend

Nicht nach der letzten, sondern nach der vorletzten Wertungsprüfung (WP) des zweiten Tages wird die Startreihenfolge für den Schlusstag der Rallye Spanien ermittelt. Mit diesem Kompromiss möchten die Organisatoren den schwelenden Konflikt zwischen ihnen und den Teams auf der einen und der FIA auf der anderen Seite entschärfen. Zugleich sollen damit Taktikspielchen auf der Zuschauerprüfung in Salou verhindert werden, die als letzte WP am Samstag auf dem Programm steht.

Die Rallye Spanien findet als einzige Rallye des WRC-Kalenders auf unterschiedlichen Belägen statt. Am Freitag und Samstag fahren die Piloten auf Asphalt, am Sonntag auf Schotter. Das bringt Probleme bei der Ermittlung der Startreihenfolge mit sich. Während auf Asphalt die Position in der Gesamtwertung über den Startplatz bestimmt, wird auf Schotter diese Reihung innerhalb der WRC-Fahrzeuge umgekehrt. Somit finden die schnellsten Piloten die besten Streckenbedingungen vor, während die langsameren Fahrer losen Schotter aus der Bahn fahren müssen.

Die Organisatoren hatten mit Unterstützung der Teams beantragt, dieses Verfahren auch für den Sonntag anzuwenden. Die FIA hatte dies jedoch abgelehnt und darauf verwiesen, dass aufgrund des höheren Gesamtanteils der Asphaltstrecken die Regelung für diesen Belag zur Anwendung kommt. Somit hätte der Führenden nach dem Samstag am Sonntag den Straßenkehrer spielen müssen.

Die hätte dazu führen können, dass die Fahrer die letzte WP des Samstags zu taktischen Spielchen nutzen würden und absichtlich langsam fahren, um sich in der Gesamtwertung in eine bessere Ausgangsposition für den Sonntag zu bringen. WRC-Autos, die vor tausenden von Zuschauern bei der Stadtprüfung in Salou um die Wette schleichen - ein sportliches Alptraum-Szenario.

Dies wurde jedoch abgewendet. "Die Startreihenfolge für Sonntag, 27. Oktober, ergibt sich aus der Gesamtwertung im Ziel der WP 8", bestätigten die Organisatoren am Freitag noch einmal. Damit schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen wird eine Bummelfahrt in Salou verhindert, zum anderen werden die Piloten auch auf WP8 kaum zu taktischen Spielchen greifen. Denn 26,48 Kilometer lange "Colldejou 2" ist die Power-Stage der Rallye, bei der die schnellsten drei Fahrer Zusatzpunkte erhalten. Diese wird kaum ein Pilot für eine bessere Startposition am Sonntag opfern.

"Die Organisatoren waren völlig gegen diese Regelung, und anhand der Mitteilung erkennen wir, dass sie nicht wollen, dass die Fahrer in der Stadt anhalten", zeigt sich Volkswagen-Motorsport-Direktor Jost Capito von diesem Kompromiss angetan. "Wir stimmen völlig mit den Organisatoren überein." Die Diskussionen um Startreihenfolge am Sonntag und die unnachgiebige Haltung der FIA stoßen dem Deutschen allerdings sauer auf. "Ich bin nicht wütend darüber, sondern traurig, denn so beschädigt man den Sport."

Fotoquelle: xpbimages.com

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