Robert Kubica hat sich bereits in der ersten Freitagsprüfung überschlagen

Rallye 2013

— 15.11.2013

WP4: Kubica durch Überschlag raus

Robert Kubica überschlägt sich in der vierten Prüfung der Rallye Großbritannien und scheidet aus - Sebastien Ogier baut Führung aus

Das WRC-Debüt von Robert Kubica endete bereits in der vierten Wertungsprüfung der Rallye Großbritannien. Der Pole, der an diesem Wochenende erstmals den Citroen DS3 WRC steuern darf, überschlug sich in "Hafren". Laut ersten Informationen blieben Kubica und sein Co-Pilot Michele Ferrara unverletzt. An der Spitze setzte Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) seine starke Fahrt fort und vergrößerte seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf Thierry Neuville (Ford) auf 12,9 Sekunden.

Die zweite Etappe am Freitag startete gleich mit einer großen Herausforderung. Die Wertungsprüfung "Hafren" führte über 32,14 Kilometer. Am zweiten Tag fanden die Etappen im Süden von Wales statt. Es regnete zwar nicht, doch die Straßen waren aufgeweicht und matschig. Die schwierigen Bedingungen forderten auch gleich ein prominentes Opfer. Kubica überschlug sich und musste aufgeben. Kurz darauf wurde die Prüfung unterbrochen.

Kubicas Citroen-Teamkollege Dani Sordo kam als Erster an der Unfallstelle vorbei: "Ich sah das Auto, aber ich weiß nicht, ob es beschädigt es. Es war voller Matsch, aber okay", sagt der Spanier. Die nachfolgenden Autos fuhren langsam durch die Prüfung. Bei den ersten Autos war alles klar: Ogier setzte seine starke Performance fort und startete mit Bestzeit in den Tag. Der Weltmeister war um 9,7 Sekunden schneller als Neuville und um zwölf Sekunden schneller als sein Teamkollege Jari-Matti Latvala.

Der Finne musste am Freitag die Straßen eröffnen und als Erster starteten. "Es war eine saubere Fahrt, aber ich glaube nicht, dass die Zeit gut ist. Mir gefallen die Prüfungen, aber ich entwickle nicht das gleiche Gefühl im Auto wie in der Vergangenheit", meint Latvala, der in den beiden vergangenen Jahren mit einem Ford gewonnen hat. Ogier war dagegen deutlich besser gelaunt: "Die Balance ist nicht so gut, denn ich habe starkes Untersteuern."

Da Ogier direkt nach Latvala als Zweiter startete, hatte er einen Vorteil: "Für ihn ist es wahrscheinlich schwierig, denn er hat keine Linien. Ich kann mich an seinen Linien orientieren", erläutert der Franzose. In der Gesamtwertung baute Ogier nach WP4 seinen Vorsprung auf Neuville auf 12,9 Sekunden aus. Der Belgier, der im nächsten Jahr für Hyundai fahren wird, unterlief in einer Haarnadel ein kleiner Fehler. "Mir wäre der Motor beinahe abgestorben, dadurch habe ich etwas Zeit verloren. Ich bin aber noch auf der Straße, was das wichtigste für uns ist."

Hinter Latvala liegt Mikko Hirvonen auf dem vierten Platz der Gesamtwertung. Der Rückstand des Citroen-Werksfahrers ist bereits auf eine knappe halbe Minute angewachsen. "Es war okay. Mehr kann ich aber nicht tun. Das Auto fühlt sich gut an, aber ich kann nicht schneller fahren", blickt Hirvonen der Realität ins Auge. "Es ist stellenweise sehr rutschig."

Als Fünfter folgt Ford-Pilot Mads Östberg, dessen technische Probleme vom Vortag von den M-Sport-Mechanikern gelöst wurden. "Schwierige Bedingungen. Manchmal gibt es Grip, dann gibt es wieder rutschige Stellen", sagt der Norweger nach WP4. Volkswagen-Junior Andreas Mikkelsen ist Sechster, gefolgt von Jewgeni Nowikow. "Wir haben unsere gestrigen Probleme gelöst, aber ich hatte immer noch Schwierigkeiten beim Start", berichtet der Russe. "Es ist aber in Ordnung."

Am Freitag gab es Probleme mit dem Motor und der Launch-Control. Eine Aufholjagd versuchte Sordo zu starten, doch nach WP4 ist sein Rückstand auf sechs Minuten angewachsen. Der Spanier klagte über starkes Untersteuern. Noch vor dem Start der Rallye hatte Sordo eine Strafe von fünf Minuten ausgefasst, da Citroen ein neuntes Chassis für ein aufgebaut hatte. Es sind lediglich acht erlaubt.

Gesamtwertung nach 4 von 22 Prüfungen (Top 10):
01. Sebastien Ogier (Volkswagen) - 33:09,3 Minuten
02. Thierry Neuville (Ford) +12,9 Sekunden
03. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) +17,2
04. Mikko Hirvonen (Citroen) +28,3
05. Mads Östberg (Ford) +43,1
06. Andreas Mikkelsen (Volkswagen) +51,7
07. Jewgeni Nowikow (Ford) +55,8
08. Mertin Prokop (Ford) +1:57,2 Minuten
09. Jari Ketomaa (Ford R5) +2:52,2
10. Robert Barrable (Ford R5) +3:54,6

Fotoquelle: Citroen

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