Sebastien Ogier zeigt in Wales noch einmal, warum er Weltmeister wurde

Rallye 2013

— 17.11.2013

Ogier: "Musste bis zum Ende konzentriert bleiben"

Sebastien Ogier schließt das Rallye-Jahr mit seinem neunten Saisonsieg ab - Nur einmal geriet sein Erfolg bei der Rallye Großbritannien ins Wanken

Mit einer weltmeisterlichen Vorstellung bei der Rallye Großbritannien hat Volkswagen-Pilot Sebastien Ogier für einen krönenden Abschluss der Rallye-Weltmeisterschaft 2013 gesorgt. Der Franzose fuhr auch in Wales zu einem ungefährdeten Sieg - es war sein neunter bei 13 Saisonläufen. Bei der anschließenden Pressekonferenz blickt der Weltmeister zurück auf eine Rallye, die in der Vergangenheit nicht immer gut zu ihm war. Außerdem erklärt Ogier, dass das lange Rallye-Jahr auch nach dem letzten WM-Lauf für ihn noch nicht beendet ist.

Frage: "Sebastien, es war für dich ein fantastisches Jahr, dass du nun mit einem Sieg abgerundet hast. Wie fühlst du dich, nachdem nun alles vorbei ist?"
Sebastien Ogier: "Vor vier Tagen habe ich gesagt, dass ein weiterer Sieg ein perfekter Ausklang der Saison wäre. Ich war allerdings vorsichtig, denn in der Vergangenheit war ich hier nie besonders erfolgreich. Ich hatte zwar gezeigt, dass ich schnell bin, habe aber auch viele Fehler gemacht."

"Deshalb war ich am Start der Rallye etwas vorsichtig. Aber nach dieser fantastischen Saison fühle ich mich sehr wohl im Auto und bin diese Rallye mit viel Selbstvertrauen angegangen. Auch der Test war erfolgreich, daher wusste ich, dass in diesem Jahr einiges möglich ist. Wir sind gut in die Rallye gestartet und haben gleich die Führung übernommen. Von da an war es mein Ziel, die Führung zu kontrollieren."

"Wenn ich sage, dass ich es kontrolliert habe, bedeutet das aber nicht, dass es einfach war, denn Jari (-Matti Latvala, Anm. d. Red.) hat eine Menge Druck gemacht. Das war eine seiner besten Rallyes, ihn hinter mir zu halten, war keine leichte Aufgebe. Wir haben aber keine Fehler gemacht und hatte während der gesamten Rallye ein gutes Tempo. Am Ende stand der neunte Saisonsieg, darüber bin ich mehr als glücklich."

"Es gab eine brenzlige Situation"

Frage: "Du sagst, dass es nicht einfach war, es sah allerdings recht einfach aus. Gab es nicht mal einen kleinen Fehler oder heikle Momente?"
Ogier: "Fehler eher nicht, aber es gab eine brenzlige Situation. Es war an der Stelle, an der auch Jewgeni (Nowikow, Anm. d. Red.) abgeflogen ist. Bei der ersten Durchfahrt hat mir der Streckenposten signalisiert, dass ich abbremsen soll, daher wusste ich, dass es eine schwierige Stelle ist."

"Bei der zweiten Durchfahrt habe ich etwas zu spät gebremst. Da ich bei der ersten Durchfahrt langsamer gefahren bin, wusste ich nicht, wie rutschig ist es. Ich bin dann lange seitwärts gerutscht. Glücklicherweise gelang es mir, auf der Straße zu bleiben. Abgesehen davon war es aber okay. Wie ich schon sagte, hat das Auto sehr gut funktioniert, ich hatte ein gutes Gefühl."

"Wenn man in Führung liegt, kann man sich erlauben, an einigen Stellen ein wenig vom Gas zu gehen. Immer, wenn ich mich nicht ganz so wohl gefühlt habe, war ich etwas vorsichtiger, da ich viele schlechte Erinnerungen an diese Rallye habe. Daher wusste ich, dass ich bis zum Ende konzentriert und vorsichtig sein muss."

Urlaub noch nicht in Sicht

Frage: "Wann hast du heute erkannt, dass Jari-Matti dich nicht einholen kann?"
Ogier: "Das beste Mittel war einen Start hinzulegen, wie es uns gelungen ist. Ich habe ihm gleich bei der ersten (Wertungsprüfung, Anm. d. Red.) gezeigt, dass es schwierig werden wird, mich noch einmal einzuholen. Nach diesen 22 Kilometern standen nur noch 30 auf dem Programm, und ich hatte mehr als 20 Sekunden Vorsprung. Dann weiß man, dass es gelaufen ist, sofern man keinen Fehler macht. Nach der ersten war ich entspannter."

Frage: "Es war eine großartige Saison, du bist der neue Weltmeister und hast die letzte Rallye der Saison gewonnen. Jetzt hast du dir einen Urlaub verdient, oder?"
Ogier: "Leider nicht direkt. Aber ich kann versichern, dass ich ihn dringend benötige. Dieses Jahr war wirklich schön und wie ein Traum, mit all diesen Siegen und vielen Feiern. Jetzt folgen noch einige Feiern."

"Ich bin ungeduldig und kann es kaum erwarten, bei der FIA-Preisverleihung meine Trophäe in Händen zu halten. Wir arbeiten aber auch schon für das nächste Jahr. Wir werden für Monte Carlo und Schweden testen. Ich werde nach Bangkok zum Race of Champions fahren. Bis zum 20. Dezember habe ich noch recht viel zu tun. Dann habe ich endlich zwei Wochen Urlaub, die ich wirklich brauche, damit ich mich bis zur Rallye Monte Carlo wieder vollständig erholt habe und in Topform bin, wenn die Saison in meiner Heimatstadt beginnt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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