WRC: Rallye Mexiko: Donnerstag

Rallye 2014

— 07.03.2014

Hyundai im Sicherheitsmodus: Mexiko als Test

Hyundai fährt in Mexiko noch auf dem Niveau der WRC-Konkurrenz, hatte dies aber auch nicht erwartet - Test unter Wettkampfbedingungen

Nach dem frühen Aus bei der Rallye Monte Carlo hatte das Werksteam von Hyundai bei der Rallye Schweden erste Duftmarken gesetzt. Bei zwei Wertungsprüfungen hatte Thierry Neuville mit der zweitbesten Zeit aufhorchen lassen. Zum Auftakt der Rallye Mexiko, wo der i20 WRC zum ersten Mal auf Schotter fährt, zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Weder Neuville noch Teamkollege Chris Atkinson fuhren bei den ersten fünf Wertungsprüfungen (WP) konkurrenzfähige Zeiten.

"Ich gebe mein Bestes, aber wir müssen noch viel mit dem Auto arbeiten", sagte Neuville, der nach fünf WP bereits einen Rückstand von mehr als eineinhalb Minuten auf Spitzenreiter Mads Östberg (Citroen) hat. "Ich fühle mich nicht komfortabel und es fehlt auch Motorleistung." Noch schlimmer erging es Atkinson bei seinem ersten Einsatz für Hyundai. Der Neuseeländer wurde von zahlreichen technischen Problemen geplagt.

Schon am Donnerstag (Ortszeit) hatte er bei der nur gut einen Kilometer langen ersten WP eine Menge Zeit verloren, weil er die Elektronik des Autos resetten musste. Am Freitag setzten sich die Problem fort. Bei der zweiten WP fiel das Antilag-System des Motors aus, bei der dritten WP versagten die Bremsen und bei der vierten WP brach die rechte Hinterradaufhängung des i20 WRC.

Damit summiert sich Atkinsons Rückstand bereits auf 4:22,8 Minuten. Doch um Platzierungen geht es dem Australier beim Hyundai-Debüt auf Schotter ohnehin nicht. "Für mich hat Priorität, das Auto ins Ziel zu bringen. Das Team benötigt Daten, deshalb sind wir hier", wird Atkinson von 'Autosport' zitiert.

Teamchef Michel Nandan hatte vor dem Start bereits mit einer schwierigen Rallye gerechnet. "Diese Veranstaltung ist für uns ein Test. Wir werden im Vergleich zu unseren Konkurrenten wahrscheinlich deutlich weniger Motorleistung haben, denn wir sind noch nicht auf dem gleichen Niveau und gehen beim Motor auf Nummer sicher", sagt der Belgier.

"Diese Veranstaltung wird uns zeigen, wie weit wir mit Dingen wie dem Ladedruck und der Geschwindigkeit des Turbos sind. Wir wissen aber, dass wir in dieser Beziehung noch eine Menge zu zu haben", meint Nandan.

Fotoquelle: xpbimages.com

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