Sebastien Ogier bestimmt bei der Rallye Mexiko das Geschehen

Rallye 2014

— 09.03.2014

WP14-15: Volkswagen-Show bei der Rallye Mexiko

Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala fahren bei der Rallye Mexiko einem Doppelsieg entgegen - Geschehen beruhigt sich nach den Dramen am Vormittag

Volkswagen setzt am zweiten Tag der Rallye Mexiko, dem dritten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft 2014, zu einem Durchmarsch an. Weltmeister Sebastien Ogier und sein Teamkollege Jari-Matti Latvala gelang auf den ersten beiden Wertungsprüfungen (WP) des Nachmittags wie schon am Vormittag ein Doppelsieg. Ogier hielt Latvala dabei jeweils knapp in Schach, wodurch sich seinVorsprung in der Gesamtwertung weiter vergrößerte.

Nach 15 von 22 WP liegt der Franzose 56,2 Sekunden vor dem Finnen. Volkswagen fährt dem nächsten Doppelsieg entgegen. "Wir halten einen guten Rhythmus, das ist der beste Weg, um konzentriert zu bleiben", beschreibt Ogier sein Erfolgsrezept. Auch Teamkollege Latvala hat angesichts des Rückstands jeden Angriff eingestellt "Ich werde weiter mein Tempo fahren und versuchen, Schwierigkeiten zu vermeiden. Fahrerisch kann ich Ogier nicht einholen."

Nach dem turbulenten Vormittag, an dem unter anderen Mads Östberg (Citroen), Andreas Mikkelsen (Volkswagen) und Robert Kubica (Ford) ausgeschieden waren, beruhigte sich das Geschehen am Nachmittag. Die WRC-Fahrer kamen ohne große Schwierigkeiten durch die Prüfungen. Thierry Neuville liegt weiterhin auf Gesamtrang drei (+ 4:28,2 Minuten) und damit auf Kurs zum ersten WRC-Podium für das Hyundai-Werksteam.

WP14: Volkswagen souverän in Front

Erste WP nach dem Mittagsservice war die 30,33 Kilometer lange "Ibarilla", die bereits am Vormittag gefahren wurde. Und die beiden verbliebenen Volkswagen-Fahrer machten nahtlos dort weiter, wo sie am Vormittag aufgehört hatten: Ogier vor Latvala - so lautete zum dritten Mal in Folge des Ergebnis an der Spitze der WP. Der Weltmeister baute seine Führung um weitere 3,5 Sekunden aus.

Ogier musste allerdings eine Schrecksekunde überstehen. "Ein Stein lag mitten in der Fahrspur, ich konnte ihm nicht mehr ausweichen. So etwas passiert manchmal bei dieser Rallye", berichtet der Franzose. Doch der Polo R WRC überstand den Treffer unbeschadet. Latvala sagte nach der WP. "In den schnellen Abschnitten war es besser, weil der Grip besser war. In den engen Stellen war es immer noch rutschig."

Drittschnellster war Mikko Hirvonen (Ford, + 6,3 Sekunden): "Es war okay, keine Probleme. Wir haben die Abstimmung des Autos etwas verändert, worüber ich glücklich bin", sagt der Finne, der nach seinem Ausfall am Freitag heute unter Rally2-Regel fährt und damit nicht mehr um eine Spitzenplatzierung kämpfen kann. "Wir sehen die Rallye jetzt als eine Art Test für Portugal", sagt er.

Neuville verteidigte mit der fünftschnellsten Zeit Gesamtrang drei, war mit dem Fahrverhalten seines Hyundai i20 WRC allerdings nicht ganz zufrieden. "Mein Auto ist etwas zu weich, das Heck ging mir immer wieder weg. Die Reifen werden zu warm, und mit zwei Reserverädern habe ich zu viel Gewicht auf der Hinterachse." In der WRC2 drehte sich Ott Tänak (Ford) während der Prüfung. Sein Fiesta R5 nahm aber kaum Schaden, der Este verlor lediglich rund zehn Sekunden.

WP15: Ogier baut bei "Otatitos" die Führung weiter aus

Aus "Otates" werden "Otatitos" und "El Brinco". Die 53,69 Kilometer lange Marathon-Prüfung des Vormittags wurde am Nachmittag in zwei Abschnitte aufgeteilt. Zunächst stand ein mit 43,06 Kilometer nur unwesentlich kürzerer Teil auf dem Programm. Wer hier Spannung erwartet hatte, wurde enttäuscht: Ogier, dann Latvala und dann die Konkurrenz - so lautete zum vierten Mal das Ergebnis. "Es war ein guter Durchgang, der Grip war ein bisschen besser als heute Vormittag", sagte Ogier, während sein um 3,7 Sekunden langsamerer Teamkollege meinte: "Das Grip-Level war sehr unterschiedlich, es war für das Auto wesentlich härter."

Drittschnellster war erneut Hirvonen, der 10,4 Sekunden Rückstand "Wir haben einen guten Rhythmus. Wir probieren einige Dinge mit dem Auto aus. Ich habe ein gutes Gefühl für das Auto und muss bei Fahrern nicht viel nachdenken", sagte er. Hinter Kris Meeke (Citroen, + 16,4 Sekunden) festigte Neuville mit der fünftschnellsten Zeit (+ 17,2) Gesamtrang drei. "Ich bin Vollgas gefahren, das hat richtig Spaß gemacht. Okay, mir fehlt ein wenig Traktion und durch die beiden Reservereifen springt das Auto etwas hin und her, aber ich bin ohne Fehler durchgekommen", sagte der Belgier.

Glück im Unglück hatte Lokalmatador Benito Guerra, der mit eingedrückter Fahrertür ins Ziel der WP kam. "Wir haben einen Baum getroffen, aber das Auto sollte okay sein. Ich habe versucht ein bisschen mehr zu pushen, verpasste dabei aber einen Bremspunkt und rutschte raus", berichtet der Mexikaner.

Gesamtwertung nach 15 von 22 WP (Top 10):

01. Sebastien Ogier (Volkswagen) - 3:28:39,5 Stunden
02. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) + 56,4 Sekunden
03. Thierry Neuville (Hyundai) + 4:28,2 Minuten
04. Elfyn Evans (Ford) + 5:08,4
05. Martin Prokop (Ford) + 7:45,5
06. Benito Guerra (Ford) + 10:14,0
07. Chris Atkinson (Hyundai) + 11:55,2
08. Mikko Hirvonen (Ford) + 16:05,5
09. Juri Protasow (Ford) + 16:56,6
10. Kris Meeke (Citroen) + 17:07,3

Fotoquelle: Volkswagen

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