WRC: Rallye Portugal: Mittwoch

Rallye 2014

— 05.04.2014

WP8-10: Ogier wieder vorne, Unfall von Tänak

Sebastien Ogier (Volkswagen) erobert bei der Rallye Portugal die Führung zurück - Ott Tänak (Ford) scheidet in WP10 durch Unfall aus, auch Kubica gecrasht

Weltmeister Sebastien Ogier schnappt dem M-Sport-Duo am Samstagvormittag wieder die Führung der Rallye Portugal weg. Der Volkswagen-Werksfahrer markierte in den Prüfungen acht und neun die Bestzeit. "Ein guter Vormittag, aber es gibt nicht viel zu sagen. Tänak ist gecrasht. Wir hatten zum ersten Mal bei dieser Rallye eine gute Reifenwahl", fasst Ogier zusammen. Speziell die WP10 brachte die Spitze durcheinander. Ott Tänak, der bis dahin starker Dritter war, verunfallte und blockierte die Straße. Dadurch wurde sein Ford-Teamkollege, der nachfolgende Mikko Hirvonen, für einige Minuten aufgehalten.

Da die Rennleitung die Zeit Hirvonens anpassen muss, ist sein Rückstand auf Ogier noch nicht klar. Durch den Ausfall Tänaks schob sich Mads Östberg (Citroen) auf einen Podestplatz. Somit befanden sich mit Volkswagen, Ford und Citroen drei unterschiedliche Autos auf den ersten drei Positionen. Dahinter folgte das Hyundai-Duo Dani Sordo und Thierry Neuville. Die Pechsträhne von Robert Kubica (Ford) setzte sich fort, denn auch am Samstag schied der Pole nach einem Crash aus.

Die Startreihenfolge für die sechs Prüfungen am Samstag war umgedreht. Leader Hirvonen fuhr als 15. und Letzter los. Ganz vorne spielten vier Fahrer den "Straßenfeger", die nach Rallye2-Reglement wieder dabei waren: Elfyn Evans (Ford), Kubica und Jari-Matti Latvala (Volkswagen). Kris Meekes Citroen konnte nach seinem gestrigen Unfall nicht repariert werden. Die Etappe begann zu Mittag mit der 19,09 Kilometer langen "Santa Clara"-Prüfung und der Weltmeister hinterließ sofort die erste Duftmarke.

Ogier stellte die Bestzeit auf, aber er nahm dem M-Sport-Duo nur wenige Zehntelsekunden ab. Somit führte Hirvonen weiterhin vor Tänak und Ogier. "Ich versuche es, aber nicht zu crazy. Ich versuche schnell zu fahren", sagt der Volkswagen-Werksfahrer. Dagegen riskierte Hirvonen mehr: "Es heißt nur noch Vollgas, denn man kann es nicht verwalten, wenn man nur sicher fährt." Auch auf den weiteren Positionen gab es in WP8 keine Verschiebungen.

Weiter ging es zur längsten Prüfung der Rallye: "Santana da Serra" war 31,90 Kilometer lang, und es gab ein prominentes Opfer: Kubica steckte im Straßengraben und konnte nicht weiterfahren. Da an dieser Stelle keine Zuschauer standen, war der Pole auf sich alleine gestellt. Es war schon sein zweiter Unfall bei dieser Rallye. Die Topstars fuhren voll und Ogier stellte erneut die Bestzeit auf. Diesmal nahm der Franzose dem M-Sport-Duo die entscheidenden Sekunden ab.

Hirvonen war um 8,7 Sekunden langsamer und Tänak um deren 12,9. Somit holte sich der Weltmeister die Führung zurück. Hirvonen wittert aber weiterhin die Chance auf den Sieg: "Ich habe hart gepusht. Schauen wir, ob wir zurückkämpfen können. Ich habe jetzt in den schnellen Abschnitten Zeit verloren. Dort müssen wir uns verbessern." Tänak ist dennoch mit seiner Leistung zufrieden, denn wegen der verregneten "Recce" ist sein Aufschrieb nicht optimal.

"Es war eine schwierige Prüfung. Ich habe mein Bestes gegeben, aber für den Aufschrieb war es nicht einfach. Es ist aber okay", meint der Este. Somit führte Ogier nach WP9 mit 2,4 Sekunden Vorsprung vor Hirvonen. Tänak lag elf Sekunden zurück. Östberg war weiterhin vor dem Hyundai-Duo Sordo und Neuville sicherer Vierter. Die Vormittagsschleife wurde mit der 22,15 Kilometer langen "Malhao"-Prüfung abgeschlossen. Teilwiese hing etwas Nebel und der Boden war feucht.

WP10: Tänak fliegt ab

Tänak flog an der gleichen Stelle ab, wie Latvala vor einigen Jahren. Damals rollte der Finne den Berg hinab. Hirvonen, der hinter seinem Teamkollegen startete, hielt an der Unfallstelle für mehrere Minuten an. Schließlich kam Hirvonen im Road-Modus ins Ziel. Er war weiterhin Zweiter, aber seine Prüfungszeit stand nicht fest, denn die Rennleitung musste sie aufgrund des Unfalls und seiner Behinderung noch anpassen.

Durch das Pech von Tänak rückte Östberg auf einen Podestplatz nach vor. "Eine schwierige Schleife. Einige Fahrer sind schneller, aber ich gebe mein Bestes", sagt der einzig verbliebene Citroen-Werksfahrer, der das Tempo von Ogier und Hirvonen nicht gehen konnte. "Wenn man ganz vorne sein will, dann muss man etwas Risiko eingehen. Das mache ich derzeit aber nicht." Dennoch lag er auf Podiumskurs.

Hyundai war am Samstag ebenfalls nicht so schnell wie am Freitag unterwegs. Sordo und Neuville spulten Kilometer ab. "Mit weichen Reifen bewegt sich das Auto stark. Die Reifenwahl ist schwierig, denn in dieser Prüfung lag viel Matsch", schildert Sordo. "Im Moment bin ich mit meiner Rallye zufrieden. Seit Monte Carlo hat sich das Auto stark verbessert und wir lernen immer mehr dazu." Hinter dem Duo führt Martin Prokop (Ford) die weiteren Verfolger an. Am Nachmittag werden diese drei Prüfungen erneut absolviert.

Fotoquelle: xpbimages.com

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