WRC: Rallye Portugal: Mittwoch

Rallye 2014

— 06.04.2014

Ogier gewinnt zum vierten Mal in Portugal

Sebastien Ogier (Volkswagen) feiert seinen vierten Sieg in Portugal und baut die WM-Führung aus - Mikko Hirvonen (Ford) und Mads Östberg (Citroen) auf dem Podest

Die Rallye Portugal zählt zu den Lieblingsläufen von Sebastien Ogier. Der Weltmeister feierte an der Algarve in den Jahren 2010 und 2011 Siege mit Citroen. Im Vorjahr holte der Franzose den Erfolg für Volkswagen und auch in diesem Jahr dominierte Ogier die Schotter-Rallye. Volkswagen ist in diesem Jahr ungeschlagen. Ogier feierte bereits seinen dritten Saisonsieg. Es war sein 19. WRC-Triumph und sein zwölfter im Polo R WRC Außerdem setzte Volkswagen die beeindruckende Erfolgsserie fort.

Mit acht Siegen in Serie haben die Wolfsburger mit Citroen gleichgezogen. Mit einem Erfolg in Argentinien könnte Volkswagen die längste Siegesserie in der WRC-Geschichte gelingen. Außerdem holte sich Ogier die drei Bonuspunkte in der abschließenden Power Stage. Damit führt der Franzose die WM-Wertung mit 91 Punkten vor seinem Volkswagen-Teamkollegen Jari-Matti Latvala an. "Ich hatte ein gutes Reifenmanagement", nennt Ogier sein Erfolgsgeheimnis. "Natürlich bin ich schnell gefahren, aber ich habe auf die Reifen geachtet."

Platz zwei ging an Mikko Hirvonen. Der Finne in Diensten von M-Sport-Ford kletterte zum ersten Mal in diesem Jahr auf das Podest. Hirvonen stellte im Laufe der Rallye eine Bestzeit auf, doch seine konstant schnellen Prüfungszeiten brachten ihm dieses Spitzenergebnis. Nach dem Freitag lag Hirvonen sogar sensationell in Führung, doch am Samstag konnte er das Tempo von Ogier nicht mitgehen und verwaltete Rang zwei. "Ich bin sehr glücklich", so der Finne. "Es gab keine Probleme und wir haben ein gutes Resultat erzielt. Ich hoffe, dass ich wieder um Siege kämpfen kann. Der Speed ist vorhanden, es müssen die Kleinigkeiten passen."

Citroen-Werksfahrer Mads Östberg kletterte als Dritter auf das Podest. Für den Norweger war es nach Schweden der zweite dritte Platz in diesem Jahr. Östberg setzte eine Bestzeit, riskierte bei dieser Rallye aber nicht alles, sondern fuhr kontrolliert und profitierte auch von den Problemen anderer Fahrer. "Es war ein recht gutes Wochenende, aber die Strategie war nicht perfekt", fasst Östberg zusammen. "Wir haben hart mit dem Auto gearbeitet und ich bin mit der Position zufrieden. Wir sind für den Rest der Saison bereit.

Volkswagen-Junior Andreas Mikkelsen suchte nach dem schweren Überschlag zuletzt in Mexiko sein Selbstvertrauen, blieb in den 16 Prüfungen fehlerlos und wurde mit dem vierten Rang belohnt. Auch Mikkelsen ging wie Östberg kein Risiko ein und wurde auch durch die Fehler anderer Fahrer nach vorne gespült. "Der vierte Platz ist mehr, als ich nach dem ersten Tag erwartet habe", freut sich der 24-Jährige. "Mein Selbstvertrauen ist zurück. Jetzt freue ich mich auf Argentinien."

Routinier Henning Solberg (Ford) wurde Fünfter. Der Routinier absolvierte nach Schweden seinen zweiten Gaststart in diesem Jahr. Als Co-Pilotin fungierte wieder die Österreicherin Ilka Minor. Obwohl Solberg einige Schwierigkeiten mit Reifenschäden und Radaufhängungsproblemen meistern musste, brachte er das Spitzenergebnis ins Ziel. Das war seit dem dritten Platz in Wales 2011 Solbergs bestes Ergebnis. "Ich bin hier", lacht der Norweger. "Ich bin sehr zufrieden, weil ich immer noch schnell bin." Außerdem war Solberg in Portugal der einzige WRC-Fahrer, der mit den neuen Pirelli-Reifen unterwegs war.

Hyundai ließ in Portugal erstmals das Potenzial des i20 WRC aufblitzen, aber es musste weiteres Lehrgeld bezahlt werden. Dani Sordo markierte am Freitag zwei Bestzeiten und Thierry Neuville eine. Gesamt konnte Hyundai das Tempo der etablierten Teams nicht mitgehen. Sordo lag auf einem guten vierten Rang, bis am Sonntagmorgen eine Antriebswelle brach und der Spanier aufgeben musste. Neuville fuhr als Siebter ins Ziel, allerdings betrug sein Rückstand auf Ogier über acht Minuten.

Zudem hatte er in der abschließenden Power Stage noch technische Probleme. "Nach einem Kilometer ist eine Antriebswelle gebrochen. Dann hatte ich einen Dreher", berichtet Neuville. Dennoch war Portugal der nächste Schritt und es wurden wichtige Erfahrungen gesammelt. "Das Wochenende war aber besser als erwartet. Die Pace war besser als gedacht. Wir befinden uns aber noch in der Entwicklung und müssen noch viel arbeiten."

Juho Hänninen, der in Portugal einen dritten i20 WRC steuerte, hatte mehrere Reifenschäden und wurde schlussendlich Achter. Ford-Privatier Martin Prokop überholte in der Power Stage noch Neuville und sammelte als Sechster WM-Punkte. Als Neunter kam Nasser Al-Attiyah (Ford Fiesta RRC) ins Ziel. Damit gewann der Katari auch die WRC2-Wertung. Einige WRC-Fahrer mussten die Rallye Portugal schon vorzeitig beenden.

Kris Meeke (Citroen) und Ött Tänak (Ford) schieden durch Unfälle aus. Auch Elfyn Evans (Ford) und Latvala hatten Unfälle, konnten nach Rallye2-Reglement aber weiterfahren. Die Crash-Serie von Robert Kubica (Ford) fand auch in Portugal seine Fortsetzung. Der Pole schied am Freitag und Samstag jeweils durch Unfälle aus. Nach dem zweiten Abflug musste Kubica aufgeben. Die nächste Rallye findet vom 8. bis 11. Mai in Argentinien statt.

Fotoquelle: Volkswagen

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