WRC: Rallye Portugal: Mittwoch

Rallye 2014

— 07.04.2014

Hirvonen: "Es hat alles zusammengepasst"

Mikko Hirvonen fordert in Portugal den Weltmeister heraus - Der zweite Platz verleiht dem Ford-Piloten einen Motivationsschub

M-Sport wartet zar weiterhin seit der Rallye Großbritannien 2012 (Jari-Matti Latvala) auf einen Sieg in der Rallye-WM, doch in Portugal war das private Ford-Team von Malcolm Wilson der erste Herausforderer von Sebastien Ogier. Mikko Hirvonen und Ott Tänak sorgten am Freitag sensationell für eine Doppelführung vor dem Volkswagen-Werksfahrer. Tänak schied am Samstag durch Unfall aus, aber Hirvonen hielt den Druck auf Ogier weiterhin hoch. Mit Fortdauer der Rallye konnte der Finne das Tempo zwar nicht halten, doch er hatte keinerlei Zwischenfälle und sicherte den zweiten Platz ab.

Es war Hirvonens erster Podestplatz seit seiner Rückkehr zu M-Sport. "Ich bin sehr glücklich mit diesem Ergebnis. Wir wollten hier eine gute, saubere Rallye fahren und das haben wir auch geschafft", freut sich der vierfache Vizeweltmeister. Nach einer schwierigen Saison 2013 bei Citroen und einem durchwachsenen Saisonstart ließ Hirvonen seine altbekannte Stärke aufblitzen. "Das Auto war absolut perfekt und sehr konkurrenzfähig. Danke an die Jungs für diese Arbeit", lobt er die M-Sport-Mechaniker.

"Wir wussten, dass wir die Pace hatten, aber es ging darum, dass alles zusammenpasst. Das ist uns an diesem Wochenende gelungen. Wir müssen uns weiterentwickeln und lernen, damit wir in den kommenden Rallyes hoffentlich noch mehr kämpfen können." Volkswagen war auch in Portugal überlegen, aber Citroen und Hyundai waren für M-Sport keine wirkliche Gefahr. "Wir waren an diesem Wochenende wieder einen Schritt näher dran", sagt Hirvonen zufrieden. "Das ist für das gesamte Team sehr gut."

"Ich bin sicher, dass dieses Ergebnis allen einen Schub verleihen wird und wir auch in Zukunft an der Spitze des Feldes kämpfen können." Im Ziel betrug sein Rückstand auf Ogier etwas mehr als 40 Sekunden. Auch in der Power Stage ging er als Vierter leer aus. Es gibt also noch Raum für Verbesserungen. "Natürlich wollten wir um den Sieg kämpfen und vorne dabei sein. Am Anfang hat es funktioniert, aber wir müssen noch etwas mehr machen, damit uns das über drei Tage gelingt."

"Er (Ogier; Anm. d. Red.) hat recht, dass er sehr gut mit den Reifen umgeht. Ich bin aber schon zu alt, um neue Tricks wie diese zu lernen. Deshalb finde ich, dass die FIA darüber nachdenken sollte, mir zusätzliche Reifen zu geben", lacht Hirvonen. Der Zeitunterschied lag aber nicht nur an den Pneus. "Man kann sich immer in allen Bereichen verbessern. Ich bin aber sehr zufrieden, denn das Auto hat sehr gut funktioniert."

Das Highlight war der Freitagabend. Mit Hirvonen zeigte sich nach langer Zeit wieder ein anderes Gesicht an der Spitze des Klassements. "Die Reifen waren das größte Problem", spricht er noch einmal die Pneus an. "Wir hatten die weichen Reifen verwendet. In der Pressekonferenz hat mir Seb an jenem Abend gesagt, dass ich eine clevere Wahl getroffen hatte, aber ich war mir nicht so sicher." Ogier fuhr am Freitag mit der harten Reifenwahl und konnte später die weicheren Mischungen verwenden.

"So war es eben. Ich habe mit meinen Reifen mein Bestes gegeben. Es ist gut gelaufen - Platz zwei nach einem schwierigen Saisonstart. Das verleiht mir für den Rest der Saison mehr Energie." Trotzdem will Hirvonen nicht von einem Motivationsloch in den vergangenen Wochen sprechen: "Ich hatte mein Selbstvertrauen nicht verloren. Ich war in Mexiko glücklich und je mehr Kilometer ich mit dem Auto zurücklege, desto zufriedener bin ich. Wenn alles gut läuft, dann weiß ich, dass ich die Ergebnisse holen kann." Kann Hirvonen in Argentinien gewinnen? "Das ist auf jeden Fall das Ziel."

Fotoquelle: M-Sport/McKlein

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