Kris Meeke musste schwierige Wochen und Rückschläge verdauen

Rallye 2014

— 18.04.2014

Trotz Unfallserie: Matton steht hinter Meeke

Seit dem Unfall in Portugal kursieren Gerüchte, dass Citroen Kris Meeke vor die Türe setzt - Motorsportchef Yves Matton stärkt dem Briten aber den Rücken

Kris Meeke zählt zu den talentierten Rallye-Fahrern, doch der Brite musste lange auf seine Topchance in der Rallye-WM warten. Im Alter von 34 Jahren hat der IRC-Champion des Jahres 2009 erst 44 WM-Läufe bestritten. Allerdings saß er nur bei 14 davon am Steuer eines WRC-Boliden. Meekes Erfahrung ist deshalb noch sehr gering. Die aktuelle Saison startete er für das Citroen-Werksteam optimal: Platz drei beim Klassiker in Monte Carlo.

Es sollte bisher aber der einzige Höhepunkt bleiben, denn die nächsten Rallyes waren von Zwischenfällen geprägt. Außerdem glänzte Meeke auch nicht mit Topzeiten. Die Rallyes in Schweden, Mexiko und Portugal waren für den Iren allesamt Neuland. Dem zehnten Platz in Schweden folgten zwei Ausfälle. Bei allen drei Rallyes gab es Unfälle.

Zuletzt in Portugal machten Gerüchte die Runde, dass Meeke sein Cockpit schon bald verlieren könnte. Citroen-Motorsportchef Yves Matton wischt diese Gerüchte aber vom Tisch. "Wir halten von Kris immer noch das gleiche. Wir wussten, dass es für ihn im ersten Saisonabschnitt schwierig sein würde", wird der Belgier von 'wrc.com' zitiert. "Wir arbeiten weiterhin zusammen, um sein Level so rasch wie möglich zu verbessern."

Meeke musste nicht nur bei für ihn komplett neuen Rallyes antreten, auch die Umstände machten es ihm nicht einfach. So war die 'Recce' in Portugal von starken Regenfällen beeinflusst. Deshalb war es kaum möglich, einen funktionierenden Aufschrieb zu erstellen. Prompt flog Meeke wegen eines nicht optimalen Aufschriebs von der Straße. Meeke hat das Talent, aber das komplette Paket ist noch nicht eingespielt.

"Als talentierter Fahrer muss man viele Dinge haben. Man muss psychologisch, mental und körperlich top sein", weiß Matton aus Erfahrung. "Alle unsere Fahrer besuchen ein spezielles Institut. Das soll ihnen helfen, alle diese Dinge zu lernen, damit sie sich konzentrieren können und in bester Verfassung sind. Kris trainiert dort seit Dezember und verbessert sein Level kontinuierlich."

Nach dem Crash in Portugal war Meekes Stimmung am Boden. Matton steht aber hinter ihm. "Ich war nach dem Unfall nicht erfreut, aber wir denken nicht, dass er nur für vier oder fünf Rallyes bei uns ist. Das weiß er auch. Wir sind hier für die Meisterschaft und er wird auch die kommenden Rallyes fahren." Meeke weilt an diesem Wochenende in Belfast, wo die Rallye-EM Station macht. Als WRC-Fahrer steht er auch dort im Rampenlicht, und präsentierte sich gut gelaunt.

Fotoquelle: Citroen Racing

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