Das technische Reglement soll nicht grundlegend verändert werden

Rallye 2014

— 19.06.2014

Capito: R5-Route nicht der Weg für die WRC

2017 kommt ein neues technisches Reglement für die WRC: Jost Capito findet, dass nur wenig verändert werden sollte - R5-Autos sollen nicht die Topklasse werden

Das aktuelle technische Reglement für die World-Rally-Cars ist noch bis Ende 2016 gültig. Derzeit finden Gespräche über das neue Reglement für die Zeit danach statt. Es soll noch in diesem Jahr vom Motorsport-Weltrat abgesegnet werden. Hybrid-Technik wie in der Formel 1 oder der Langstrecken-WM wird es nicht geben. Es gab in jüngster Zeit auch Gerüchte, dass das R5-Reglement als Basis für die WRC adaptiert wird. Neben Ford gibt es R5-Autos von Citroen und Peugeot. Skoda arbeitet an einer R5-Version des Fabia, der ab der kommenden Saison im Wettbewerb eingesetzt wird.

Allerdings ist die Chance, dass die R5-Autos, die derzeit in der WRC2 und der Europameisterschaft fahren, die neue Topklasse bilden könnten, gering. "Es sollte nur geringe Änderungen des aktuellen Reglements geben", findet Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito bei 'WRC.com'. "Ein Grund dafür ist, dass wir die aktuellen Hersteller in der Meisterschaft halten wollen. Die Performance der Autos ist auch ähnlich."

"Die Kosten sind angemessen und es gibt keinen Grund, die technischen Regeln zu ändern, weil sie sehr gut sind", bringt Capito seine Meinung klar zum Ausdruck. Die World-Rally-Cars sollen die Elite des Rallye-Sports bleiben. Die R5-Kategorie soll in erster Linie für Kunden in Frage kommen. Neben der WRC2 und der ERC bilden diese neuen Autos neben den alten S2000-Boliden auch die Spitze in nationalen Meisterschaften.

Capito hält deswegen nichts davon, die R5-Autos als Topklasse in der WM zu etablieren. "Das würde die Kategorie zerstören. Wenn R5 die Topklasse in der WRC wäre, dann würden die Hersteller einen Weg finden, die Performance zu verbessern. Sie würden die Privatfahrer immer schlagen", ist der Volkswagen Motorsport-Direktor überzeugt. "Die Privatiers fahren auch nicht die komplette WM. Ich finde, die WRC müsste immer einzigartig bleiben und anders als die Privat-Kategorie sein."

Volkswagen wird bis mindestens Ende 2019 in der WRC bleiben. Im kommenden Jahr wird auch das sportliche Format der WM-Läufe angepasst.

Fotoquelle: Volkswagen

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