WRC: Rallye Deutschland: Rahmenprogramm

Rallye 2014

— 21.08.2014

Shakedown: Überschlag von Neuville - Latvala Schnellster

Während sich Jari-Matti Latvala beim Shakedown der Rallye Deutschland die Bestzeit sichert, rollt Thierry Neuville seinen Hyundai in den Weinbergen ab

Schrecksekunde für Thierry Neuville (Hyundai) beim Shakedown zur Rallye Deutschland. Bei der Generalprobe für den am Freitag beginnenden neunten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft 2014 überschlug sich der Belgier mit seinem i20 WRC. Bei der dritten Durchfahrt des 4,55 Kilometer Kurses in Konz kam der 26-Jährige mit seinem Auto von der Strecke ab und rollte etwa 30 Meter einen Weinberg hinunter.

Neuville und Beifahrer Nicolas Gilsoul blieben unverletzt, den Hyundai-Mechanikern steht allerdings eine Reparaturschicht bevor. Auf 'Twitter' veröffentlichte Fotos zeigten einen stark beschädigten i20 WRC. Neuville muss vor allem darauf hoffen, dass der Überrollkäfig keinen Schaden genommen hat. Sonst wäre seine "Heimrallye" beendet, bevor sie offiziell begonnen hat.

Von Neuvilles Überschlag abgesehen verlief die Generalprobe der Rallye Deutschland ohne größere Zwischenfälle. Um die Fahrer möglichst gut auf die Herausforderungen der kommenden drei Tage vorzubereiten, enthielt der Kurs des Shakedowns typische Elemente der Wertungsprüfungen der kommenden Tage. Neben engen Straßen in Weinbergen gehörten auch schnellere Abschnitte dazu.

Die Führung wechselte mehrmals zwischen den drei Volkswagen-Piloten Sebastien Ogier, Jari-Matti Latvala, Andreas Mikkelsen und Citroen-Fahrer Kris Meeke hin und her. Schlussendlich sicherte sich Latvala, der mit dem Rückenwind des Sieges bei seiner Heimrallye in Finnland nach Deutschland gereist war, die Bestzeit.

Im vierten Durchgang absolvierte er den Kurs in einer Zeit von 2:20,8 Minuten. Damit war Latvala 0,5 Sekunden schneller als sein Teamkollege und WM-Spitzenreiter Ogier. Mit einem Rückstand von 1,1 Sekunden belegte Mikkelsen im dritten Polo R WRC den dritten Rang.

Meeke musste sich letztlich mit 1,7 Sekunden Rückstand und Rang vier zufrieden geben, war damit aber erster Verfolger der Volkswagen, die nach der Enttäuschung des Vorjahres in diesem Jahr unbedingt bei ihrer Heimrallye gewinnen wollen.

Dani Sordo (Hyundai) präsentierte sich bei seiner Rückkehr in der WRC zum Auftakt in guter Form. Mit einem Rückstand von 2,2 Sekunden belegte der Vorjahressieger Rang fünf. Sordo war zuletzt Anfang Mai in Argentinien für Hyundai gefahren. Die Ford-Piloten ließen es im Shakedown langsam angehen. Mikko Hirvonen fuhr mit einem Rückstand von 2,9 Sekunden auf Position sechs, Robert Kubica war 0,2 Sekunden langsamer und wurde Siebter.

Zeremonieller Start der Rallye Deutschland ist am Donnerstag um 20:30 Uhr vor der Porta Nigra in Trier. Die erste Wertungsprüfung "Sauertal" wird am Freitag um 8:38 Uhr gestartet.

Fotoquelle: Volkswagen

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