WRC: Rallye Deutschland: Rahmenprogramm

Rallye 2014

— 21.08.2014

Latvala: Ogier ist nicht unschlagbar

Trotz des deutlichen Vorsprungs von Sebastien Ogier glaubt Jari-Matti Latvala an seine WM-Chancen und will seinen Teamkollegen in Deutschland herausfordern

Fnf Lufe vor dem Saisonende spricht die Gesamtwertung der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) auf den ersten Blick eine klare Sprache. Titelverteidiger Sebastien Ogier fhrt das Klassement mit 187 Zhlern an, sein Teamkollege Jari-Matti Latvala hat als erster Verfolger schon 44 Punkte Rckstand. Andreas Mikkelsen im dritten Volkswagen sowie Mads stberg (Citroen) haben allenfalls mathematische Titelchancen.

Ogier liegt also klar auf Kurs zu seinem zweiten WM-Titel. Doch auch Latvala glaubt noch an seine WM-Chancen und verweist darauf, dass die Mission Titelverteidigung fr Ogier kein Selbstlufer wird. "Ich erinnere mich an 2011. Damals sah es so aus, als wrde Sebastien Loeb die Meisterschaft locker gewinnen", so Latvala gegenber 'Autosport'.

"Doch dann hatte er in Australien einen Unfall, in Frankreich einen Motorschaden, und pltzlich kmpfte Mikko (Hirvonen; Anm. d. Red.) in Grobritannien gegen ihn um den Titel", so der Finne. "Wenn Seb ein technisches Problem haben sollte und wir gewinnen, dann sind wir in Schlagdistanz." Sollte Ogier in Deutschland ausfallen und Latvala Rallye und Power-Stage gewinnen, knnte er seinen Rckstand auf 14 Punkte verkrzen, was bei dann vier verbleibenden Rallyes alles andere als unaufholbar wre.

Latvala will sich allerdings nicht auf mgliches Pech seines Teamkollegen verlassen, sondern will Ogier nach dem Sieg in Finnland auch in Deutschland aus eigener Kraft schlagen. "Ich will ihn herausfordern und hoffe, dass ich es kann", sagt Latvala. Allerdings wird Ogier auf Asphalt allgemein strker eingeschtzt als Latvala, doch das will der so nicht stehen lassen. "Im vergangenen Jahr ist mir das in Spanien und Frankreich gelungen, also ist es nicht unmglich", sagt er.

"Im vergangenen Jahr habe ich in Deutschland gefhrt, bis ich einen Fehler gemacht und einen Stein getroffen habe", erinnert Latvala an das Vorjahr. "Das kann ich mir in diesem Jahr nicht mehr leisten. Ich mchte da weitermachen, wo ich in Finnland aufgehrt. Wenn es trocken bleibt, sollte ich eine Chance haben." Mit der Bestzeit im Shakedown hat Latvala diese Einschtzung schon einmal untermauert.

Fotoquelle: Volkswagen

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