WRC: Rallye Deutschland: Rahmenprogramm

Rallye 2014

— 29.08.2014

Capito: "Es gibt keine einfachen Rallyes"

Volkswagen-Teamchef Jost Capito verweist nach dem unglücklichen Abschneiden seines Teams auf die schwierigen Bedingungen bei der Rallye Deutschland

Zum zweiten Mal in Folge stand Volkswagen bei seiner Heimrallye am Ende mit mehr oder weniger leeren Händen da. Wie in einer Art Wiederholung des Vorjahres, schieden Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala bei der Rallye Deutschland durch Unfälle aus, sodass Volkswagen ausgerechnet vor heimischer Kulisse einem anderen Team gratulieren musste. In diesem Fall Hyundai und Thierry Neuville. Nach zwölf Siegen in Folge endete ausgerechnet beim Heimspiel die Siegesserie von Volkswagen, mehr als der dritte Platz von Andreas Mikkelsen war für die Wolfsburger nicht drin.

Das ärgerte zwar auch Volkswagen-Motorsport-Direktor Jost Capito, doch der Deutsche warnt zugleich trotz der Dominanz seines Teams davor, Siege in der Rallye-Weltmeisterschaft als selbstverständlich anzusehen. "Es gibt keine einfachen Rallyes", sagt Capito gegenüber 'wrc.com'. Das gelte vor allem für den WM-Lauf in Deutschland. "Ich würde behaupten, keiner der wirklich schnellen Fahrer ist bei der gesamten Rallye, inklusive Shakedown, fehlerfrei geblieben."

Nicht nur die Volkswagen-Piloten machten in Deutschland durch Unfälle Schlagzeilen. Im Shakedown hatte sich der spätere Rallyesieger Neuville sechs Mal überschlagen. Am Sonntag schied Citroen-Pilot Kris Meeke, kurz nachdem er die Gesamtführung nach Latvalas Abflug geerbt hatte, ebenfalls nach einem Unfall aus.

"Das zeigt wie hoch das Wettbewerbsniveau ist. Die Jungs müsse bei diesen Bedingungen Vollgas geben, und dann können Fehler passieren. Einige haben mehr Glück, andere weniger", sagt Capito. "Es scheint, dass wir bei unserer Heimrallye nicht vom Glück verfolgt sind."

Besonders tragisch war der Ausfall von Latvala, der am Sonntag mit einem Vorsprung von über 50 Sekunden den möglichen Sieg in den Weinbergen wegwarf und anschließend wie ein Häufchen Elend auf seinem ramponierten Polo R WRC kauerte. "Ich glaube, das trifft Jari-Matti sehr hart", sagt Capito. "Wir müssen miteinander reden haben mit Christoph Treier (Latvalas Mentaltrainer; Anm. d. Red.) vor Australien eine Menge zu tun. Aber wir können das schaffen. Er ist nicht zum ersten Mal in dieser Situation und hat sich schon früher wieder davon erholt."

Fotoquelle: Volkswagen

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