Vor allem im Nassen sind die neuen Michelin-Reifen ein Fortschritt

Rallye 2014

— 10.10.2014

Neue Michelin-Reifen kommen bei den Fahrern gut an

Nach anfänglicher Skepsis beurteilen die WRC-Piloten die neuen Michelin-Reifen positiv: Vor allem im Nassen seien die neuen Pneus ein Fortschritt

Die neuen Michelin-Reifen, die der französische Hersteller bei der Rallye Frankreich erstmals an die Teams der Rallye-Weltmeisterschaft geliefert hatte, kommen bei den Piloten unter dem Strich gut an.

Nach anfänglicher Skepsis fällen die Fahrer ein positives Urteil über die neuen Pneus, die vor allem im Nassen ein deutlicher Fortschritt seien. "Das ist ein guter Schritt", wird Citroen-Pilot Kris Meeke von 'WRC.com' zitiert. "Den Vorteil dieser Reifen haben wir am Sonntag gesehen: Das größere Einsatzspektrum. Sie verdrängen mehr Wasser und Matsch und senken damit bei nassen und trockenen Bedingungen das Risiko."

Auch Rallyesieger Jari-Matti Latvala (Volkswagen) lobte die Performance der Reifen im Regen. "Die neuen Reifen sind vor allem bei nassen und feuchten Bedingungen sehr schnell. Im Vergleich zu den bisher verwendeten Reifen waren die Zeiten schneller", sagt der Finne und bestätigt damit die Erwartungen von Michelin.

Allerdings fanden die Fahrer nicht nur positive Worte über die neuen Reifen. "Im Trockenen musste ich meinen Fahrstil etwas anpassen, denn in scharfen Kurven schien sich das Auto mehr zu bewegen", berichtet Latvala. Diesen Eindruck bestätigt auch Hyundai-Pilot Dani Sordo: "Sie bewegen sich mehr als die vorherigen Reifen, was mir einige Probleme gemacht hat."

"Außerdem machte mir der Verschleiß der H4 (harte Mischung; Anm. d. Red.) Sorgen", erklärt der Spanier. Doch diese Sorge erwies sich als unbegründet. "Im Verlauf der Rallye habe ich allerdings verstanden, wie die Reifen funktionieren und erkannte, dass der Verschleiß ziemlich ähnlich ist", sagt Sordo.

Die härtere H4-Variante baut nach Angaben von Michelin gleich viel Grip auf wie die Vorgängerversion, hat allerdings eine um zehn Prozent verbesserte Laufleistung. Sie kommt bei trockenen Bedingungen und Temperaturen über zehn Grad Celsius zum Einsatz.

Auch der weichere S4-Pneu kann signifikante Weiterentwicklungen aufweisen: Auf feuchten Strecken überzeugt er mit deutlich gesteigerter Performance. Intensive Testfahrten haben gezeigt, dass der Michelin Pilot Sport S4 auch bei starken Regenfällen nochmals bessere Zeiten ermöglicht. Zudem sind beide Mischungen pro Reifensatz zwei Kilogramm leichter.

Fotoquelle: FIA ERC

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