Mikko Hirvonen hängt den Rallye-Helm am Saisonende an den Nagel

Rallye 2014

— 06.11.2014

Hirvonen tritt am Ende der Saison zurück

Nach der Rallye Großbritannien ist Schluss: Mikko Hirvonen hängt den Helm an den Nagel und beendet nach 13 Jahren seine Karriere in der Rallye-Weltmeisterschaft

Mikko Hirvonen beendet seine Karriere in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) und tritt am Ende der Saison zurück. Das gab der 34-Jährige auf seiner persönlichen Internetseite bekannt. Die Rallye Großbritannien in der nächsten Woche (14. bis 16. November) wird damit der letzte WRC-Lauf in der Karriere des Finnen sein. Zukünftig möchte sich Hirvonen mehr seiner Familie widmen.

"Im Laufe der vielen Jahre meiner Karriere habe ich mich sehr auf mich selbst konzentriert. Der Rallyesport hat einen großen Teil meines Lebens in Anspruch genommen, und der Takt der Rallyes war immer recht erbarmungslos", sagt er. "Ich habe jede einzelne Minute genossen und fahre immer noch gerne, möchte mich aber nun auf wichtigere Dinge in meinem Leben konzentrieren: Meine Familie und meine Kinder."

Hirvonen hatte 2002 in der WRC debütiert. 2006 wurde er Werksfahrer von Ford, womit seine erfolgreichste Zeit in der Rallye-WM begann. Seinem ersten Sieg 2006 in Australien ließ der Finne bis Ende 2011 noch 13 weitere am Steuer von Ford-Fahrzeugen folgen. 2008, 2009 und 2011 wurde er Vize-Weltmeister.

Vier Mal Vize-Weltmeister

2012 wechselte Hirvonen zu Citroen, wo er zunächst an der Seite von Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb fuhr und als dessen Nachfolger aufgebaut werden sollte. Doch an die Erfolge früherer Jahre konnte Hirvonen bei den Franzosen nicht anknüpfen. Mit dem DS3 WRC gelang ihm in zwei Jahren lediglich ein Sieg (Italien 2012), zudem wurde er 2012 noch einmal Vize-Weltmeister.

In dieser Saison kehrte Hirvonen zu M-Sport und damit zu Ford zurück, überzeugte aber nicht restlos. Nur zwei Mal (Portugal und Spanien) stand der 34-Jährige in dieser Saison auf dem Podium. Insgesamt gewann Hirvonen 15 seiner bisher 162 WRC-Rallyes. 28 Mal wurde er Zweiter und stand insgesamt 68 Mal auf dem Podium. Zudem kann er auf 259 gewonnene Wertungsprüfungen zurückblicken.

"Ich habe viele unglaubliche Erinnerungen an diese 13 Saisons", sagt Hirvonen. "Ich konnte mir meinen Kindheitstraum erfüllen, bin um die ganze Welt gereist, habe fantastische Menschen getroffen und habe jede einzelne Rallye und jeden Kampf mit einigen außergewöhnlichen Fahrern genossen. Ich habe einige gewonnen, andere verloren, aber wenn ich irgendwann auf diese Momente zurückblicken werde, dann mit einem großen Lächeln im Gesicht."

Comeback? Nicht völlig ausgeschlossen

"Mikko und Jarmo (Lehtinen, Beifahrer; Anm. d. Red.) haben dem Team im Laufe der Jahre so viel gegeben", verabschiedet Teamchef Malcolm Wilson seine Piloten. "Sie waren Teil einer der erfolgreichsten Partnerschaften in diesem Sport und haben wesentlich zum Gewinn zweier Weltmeisterschaften von Ford beigetragen. Im Laufe der Jahre sind viele Crews für uns gefahren, aber nur wenige waren so angesehen wie Mikko und Jarmo, die bei den Teammitgliedern immer sehr beliebt waren. Im Namen von M-Sport möchte ich ihnen danken und ihnen für ihre Zukunft viel Glück und Erfolg wünschen."

Wie diese Zukunft genau aussehen soll, weiß Hirvonen noch nicht. Die Tür zu einem möglichen Wechsel in eine andere Serie will er allerdings nicht vollständig zuschlagen. "Wie jeder, der den Motorsport liebt, bin ich nicht nur Rallye-Fan. Ich habe auch stets ein Auge auf andere Disziplinen geworfen. Sollte sich in naher Zukunft eine neue Herausforderung bieten, wäre das eine große Freude", so der Finne. "Zunächst möchte ich aber einen Gang zurückschalten und mit die Zeit nehmen, um Herauszufinden, welche Möglichkeiten es für mich gibt."

"Ich möchte allen Menschen danken, ohne die ich das größte Abenteuer meines Lebens niemals hätte beginnen können", schließt Hirvonen sein Statement. "Meiner Familie, meinen Freunden, meinem Beifahrer Jarmo, meinen Sponsoren und den Teams, für die ich im Laufe der Jahre gefahren bin. Und nicht zuletzt natürlich meinen Fans, die mich in guten wie in schlechten Zeiten unterstützt und immer angefeuert haben. Ein großes Dankeschön euch allen!"

Fotoquelle: xpbimages.com

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