Volkswagen bereitete sich in Frankreich auf die Rallye Monte Carlo vor

Rallye 2014

— 21.12.2014

Erfolgreicher Test für Volkswagen: Die "Monte" kann kommen

Mit einem letzten Test als Vorbereitung auf die Rallye Monte Carlo verabschiedet sich das Volkswagen-Team in den Weihnachtsurlaub

Das Jahr 2014 neigt sich für Volkswagen dem Ende zu. Die vergangene Woche verbrachte das Team in den französischen Seealpen bei der Vorbereitung auf die Rallye Monte Carlo, den Auftakt der Saison 2015. Sebastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen testeten jeweils zwei Tage. Weil sich Ogiers Stammbeifahrer Julien Ingrassia jüngst einige Operationsschrauben - Erinnerungen an einen Mountainbike-Unfall vor über einem Jahr - aus dem inzwischen komplett verheilten Schlüsselbein entfernen ließ, übernahm der französische Copilot Gilles de Turckheim vorübergehend den "heißen Sitz" im Polo R WRC des Weltmeisters.

Im Mittelpunkt des Tests standen Abstimmungsarbeiten mit der 2015er-Version des Polo R WRC. Die vielleicht größte Veränderung ist die Schaltung mittels Wippen am Lenkrad, die den konventionellen Schaltknauf ersetzt. "Ich kann beide Hände immer am Lenkrad lassen, außerdem schaltet des System schneller", beschreibt Ogier die Neuerung. Der Franzose testete auf trockenen und leicht feuchten Straße südlich von Grenoble bei Temperaturen um fünf Grad Celsius. Latvala konnte auch auf leicht verschneiter Fahrbahn die neue Reifengeneration ausprobieren.

Denn bei der 2015er-Ausgabe der Rallye Monte Carlo wird wieder die Reifenwahl eine entscheidende Rolle spielen. Zur Verfügung stehen Slicks in drei Gummimischungen (hart, weich, superweich) und Winterreifen mit und ohne Spikes. Doch eindeutige Straßenverhältnisse sind selten. Schnee, nasser Asphalt und trockener Asphalt, dazu Temperaturunterschiede von zehn Grad innerhalb einer einzigen Wertungsprüfung sind keine Seltenheit.

"Man muss sich fast immer für einen Kompromiss entscheiden", sagt Vorjahressieger Ogier. Der kann auch bedeuten, dass zwei unterschiedliche Reifentypen aufgezogen werden, zum Beispiel zwei Winterreifen mit und zwei ohne Spikes. "Cross-over" lautet der Fachbegriff für derart unorthodoxe Konstellationen. Je nach persönlichen Vorlieben und Fahrstil - sowie dem Vertrauen in die Informationen von Wetter- und Eisspionen - kann sich außerdem die Reifenwahl von Fahrer zu Fahrer unterscheiden.

Weil die Entwicklung bei Reifenpartner Michelin auch nicht stehen geblieben ist, können Fahrer und Ingenieure nur begrenzt auf die Erfahrungen von vergangenen Ausgaben der Rallye Monte Carlo zurückgreifen. "Bei diesem Test ging es vor allem darum, herauszufinden, welcher Reifen für welches Szenario wechselnder Bedingungen der beste ist", erläuterte Gerard Jan de Jongh, Renningenieur von Ogier.

Nach Testende verabschiedeten sich die Volkswagen-Fahrer in den Weihnachtsurlaub. Ogier wird zusammen mit seiner deutschen Ehefrau Andrea Kaiser südliche Sonne genießen, Latvala will beim Skilaufen im finnischen Winter entspannen und Mikkelsen pendelt zwischen Norwegen und Spanien. Erst Mitte Januar ziehen alle ihre Overalls wieder an - für den letzten Test vor der Rallye Monte Carlo 2015.

Fotoquelle: Volkswagen

Weitere Rallye Themen

News

Rallye Australien: Eric Camilli überschlägt sich

News

Hyundai präsentiert den i20 für die WRC 2017

News

M-Sport wirbt offen um die Dienste von Sebastien Ogier

News

Kolumne zum Volkswagen-WRC-Ausstieg: Wie geht es weiter?

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.