Dakar

Rallye: Africa Eco Race

— 09.01.2017

Ein Deutscher bei der echten Dakar

Die Rallye Dakar ist aus Sicherheitsgründen 2009 nach Südamerika gezogen. Doch die Hatz durch Afrika wird parallel weiterhin ausgetragen. Ein Deutscher ist dabei.

Die Rallye Dakar wurde 2008 Opfer des Terrors. Die politische Lage in Afrika spitzte sich zu, die Absage der Wüsten-Rallye war die logische Konsequenz. Angst und Panik trieb die Veranstalter seit 2009 nach Südamerika. Allein: Dort gibt es bedeutend weniger schwer überwindbare Wüsten-Dünen als in Afrika. Die Kritik an der Rallye wurde lauter – weil die Etappen immer mehr zu Hochgeschwindigkeitsstrecken wie in der Rallye-Weltmeisterschaft wurden. 2017 wurde immerhin die Navigation erschwert, was auch Topfavoriten in Schwierigkeiten bringt.

Nicht alle sind dem Schritt nach Südamerika gefolgt. Seit 2009 wird das Africa Eco Race auf der alten Dakar-Route ausgetragen. Es läuft parallel. Der Startschuss zur diesjährigen Ausgabe fiel am 31. Dezember in Monaco. Das Finale in Dakar findet wie bei der Rallye Dakar am 14. Januar statt. Gefahren werden auch fünf Etappen in Marokko, sechs in Mauretanien und eine im Senegal (die Finaletappe nach Dakar).

Der Streckenverlauf des Africa Eco Race

Veranstalter ist inzwischen Jean-Louis Schlesser. Der Franzose erlangte 1988 beim Italien-GP Berühmtheit, als er für den an Windpocken erkrankten Nigel Mansell bei Williams einsprang und den zur Überrundung ansetzenden Spitzenreiter Ayrton Senna eiskalt abgeschossen hat. Es war das einzige Formel-1-Rennen 1988, bei dem der Sieg nicht an das McLaren-Team um Ayrton Senna und Alain Prost ging.

Hinterher machte der heute 66-Jährige eine große Offroad-Karriere. Mit seinen eigens aufgebauten und mit Renault-Motoren ausgestatteten Schlesser-Buggys ärgerte er über Jahre die Werksteams. 1999 und 2000 erzielte er zwei Gesamtsiege. Bei der Africa Eco Rallye siegte er von 2009 bis 2014 sechs Mal in Folge.
Der Rallye-Dakar-Tagesticker von Ellen Lohr: HIER

Aktuell liegt nach sechs Etappen der Russe Vladimir Vasilyev in einem Mini One vorn. Die ersten Tage lieferte er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Franzosen Thierry Mignaldi im Ford-Buggy, doch auf der sechsten Etappe fiel Mignaldi in der Gesamtwertung um 13 Plätze zurück. Nur ein Deutscher ist noch dabei: Rainer Wissmanns liegt mit seinem Toyota Hilux auf Rang 27.

Das Africa Eco Race erfreut sich großer Beliebtheit. Die Starterzahl steigt im Gegensatz zu jener bei der Rallye Dakar. Und auch der Dakar-Veranstalter ASO erwägt eine Rückkehr nach Afrika.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: A. Corradini/Africa Eco Race

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