Michelin Rallye Australien Hyundai

Rallye Australien 2015: Michelin

— 11.09.2015

10. Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2015

Bei der Rallye Australien steht neben den spannenden Sekundenduellen im Kampf um den Sieg vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Können Sébastien Ogier und Reifenpartner Michelin schon vorzeitig den Weltmeistertitel feiern?

Einmal um die ganze Welt: Nach der Rallye Deutschland vor rund drei Wochen haben die Teams der Rallye-WM ihre Zelte inzwischen an der australischen Ostküste aufgeschlagen: Wombats statt Weinberge, Beef road statt Baumholder, Schotter statt Asphalt lautet das Motto beim zehnten von 13 Saisonläufen zur Rallye-Weltmeisterschaft 2015. Die 17 Wertungsprüfungen (WP) rund um die Küstenstadt Coffs Harbour halten für die weltbesten Lenkradakrobaten zahlreiche anspruchsvolle Herausforderungen bereit. Hierzu zählt auch der ganz spezielle Fahrbahnbelag: Die zahlreichen murmelähnlichen Kieselsteine erschweren die Suche nach Traktion. Hierbei profitieren Ogier, Evans, Latvala, Meeke und Co. vom robusten und leistungsfähigen Michelin LTX Force-Schotterreifen. Grip-Garant: Die Michelin LTX Force-Schotterreifen überzeugen auf den schnellen Wertungsprüfungen mit Top-Traktion und vorbildlicher Robustheit.

Michelin LTX Force sorgt für bestmöglichen Grip

Der Pneu gilt als Alleskönner für anspruchsvolle Schotter-Rallyes. Diesen Ruf untermauerte der Michelin LTX Force zuletzt auf den ultraschnellen Wertungsprüfungen durch die finnischen Wälder. Das Reglement der FIA Rallye-Weltmeisterschaft erlaubt auf losem Geläuf nur ein Laufflächenprofil. Daher entwickelte Michelin mit diesem Reifentyp einen echten Allrounder, denn er hält auf steinigen Schotterpfaden lange durch, liefert auf weichen Schlammpfaden guten Grip und erlaubt auf Highspeed-Pisten wie in Australien "maximum attack". Wie bei allen Schotter-Rallyes können Jari-Matti Latvala, Elfyn Evans und ihre schnellen Kollegen in Down Under zwischen zwei Reifenversionen mit unterschiedlichen Mischungen, aber dem gleichen asymmetrischen Profil wählen. Der härtere Michelin LTX Force H4 zeichnet sich durch seine äußerst robuste Konstruktion und große Aufstandsfläche aus, wodurch er hohe Langlebigkeit mit bestem Grip verbindet. Die H4-Version eignet sich vor allem für raue Untergründe und wärmere Temperaturen. Für etwas weniger grobe Strecken steht der "weichere" Michelin LTX Force S4 bereit. Er erreicht schnell seine optimale Betriebstemperatur und verbindet dann optimale Traktion mit hohen Kurvengeschwindigkeiten. Beide Reifentypen besitzen die Dimension 205/65 R15.

Highspeed-Festspiele zwischen Känguru und Eukalyptus

Schneller Sandmann: Bei der Rallye Australien jagen die World Rally Cars mit hohen Geschwindigkeiten über die Schotterprüfungen.

Bei der Rallye Australien jagen die World Rally Cars mit hohen Geschwindigkeiten über die anspruchsvollen Schotterprüfungen. Sie ist der siebte Schotterlauf der Saison. Die Veranstaltung zeichnet sich durch ihr besonders kompaktes Format aus: Die 17 WP führen über 311,36 Kilometer, die Gesamtdistanz ist mit nur 1.024 Kilometern eine der kürzesten der gesamten Saison. Bei den Piloten erfreut sich diese Rallye großer Beliebtheit: Der australische WM-Lauf wurde bereits mehrfach mit dem begehrten Titel "Beste Rallye des Jahres" ausgezeichnet. In diesem Jahr weist die Rallye Australien einige Neuerungen auf. Im Vergleich zum Vorjahr sind fünf Prüfungen komplettes Neuland – darunter die 50,88 Kilometer lange Wertungsprüfung "Nambucca", die zwei Mal absolviert wird. Außerdem steht erstmals eine Nachtprüfung auf dem Programm: Ähnlich wie bei der berühmten "Nacht der langen Messer" der Rallye Monte Carlo werden die Scheinwerfer der rund 300 PS starken World Rally Cars auf der 7,94 Kilometer langen WP "Valla" das Dunkel der australischen Nacht durchschneiden.

Unbekannte Landschaft, aufpassen!

Traditionell zählt der Lauf am anderen Ende der Erde zu den schnellsten Schotterrallyes des Jahres. Er zeichnet sich durch einen Mix aus weitläufigen Landstraßen und engen Waldpassagen aus. Auf ersteren ist der lose Untergrund – anders als zum Beispiel in Griechenland – nicht mit großen Felsbrocken gespickt. Die Fahrbahnoberfläche besteht vielmehr aus zahlreichen murmelähnlichen Kieselsteinen. Die Piloten müssen daher keine materialschonende Fahrweise an den Tag legen, sondern können fast nach Herzenslust Vollgas geben. Doch Vorsicht: Ähnlich wie bei der Rallye Finnland säumen auch in Australien zahlreiche Bäume die Wertungsprüfungen. Wer es hier übertreibt oder mit einem ungenauen Aufschrieb am Limit unterwegs ist, lernt Eukalyptus von seiner etwas unangenehmeren Seite kennen. Die engen Waldpassagen weisen hingegen einen anderen Charakter auf. Hier halten die Artisten am Volant auch Ausschau nach harten Wurzeln oder spitzen Felsen und Steinen, die bisweilen aus der Fahrbahn ragen und das Fahrzeug beschädigen können. Die Fahrer, die als Erste in die Loipe müssen, haben in Australien naturgemäß einen Nachteil. Denn der lose, rundliche Schotter bietet wenig Grip. Gemäß Reglement muss Sébastien Ogier auf der ersten und zweiten Etappe in den sauren Apfel beißen und die ungeliebte Rolle des Straßenkehrers übernehmen. Im Gegenzug könnten sowohl Thierry Neuville als auch Elfyn Evans, Kris Meeke, Ott Tänak sowie Hayden Paddon von ihrer späteren Startposition profitieren. Letzterer wurde von Hyundai Motorsport erstmals für Herstellerpunkte nominiert.

Fällt in Australien die Entscheidung um den WM-Titel?

Auf dem Sprung zum Titel: Der amtierende Weltmeister Sébastien Ogier.

Reifenpartner Michelin wird in dieser Saison den 25. Hersteller- und den 23. Fahrer-Weltmeistertitel seit Beginn dieses Championats im Jahr 1973 (Fahrer-WM: ab 1979) feiern. Denn sämtliche Top-Piloten vertrauen traditionell auf die Reifen aus Clermont-Ferrand. Im Kampf um die Fahrer- und die Herstellerwertung ist hingegen noch nicht alles in Stein gemeißelt. Vier Läufe vor Saisonende haben aber nur noch die drei Volkswagen-Piloten eine Chance auf den Weltmeistertitel. Sébastien Ogier genießt mit seinem Michelin bereiften VW Polo R WRC ein beruhigendes Punktepolster von 93 respektive 109 Zählern auf seine beiden Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen. Deren Chance, dem Franzosen den dritten Titel in Folge noch streitig zu machen, sind sehr gering. Der Viertplatzierte Mads Östberg, der auf dem Roten Kontinent wie gewohnt den ebenfalls mit Pneus von Michelin bestückten Citroën DS3 WRC pilotiert, ist mit 137 Punkten Rückstand bereits aus dem Rennen um die Fahrerkrone. Die Rechnung für Ogier und Ingrassia ist relativ einfach: Wenn sie am Sonntag den WM-Titel bejubeln wollen, dürfen Latvala und Beifahrer Miika Anttila maximal neun Punkte mehr einfahren. Sollte das Duo vor den beiden Finnen ins Ziel kommen, wäre der Titel in trockenen Tüchern. Wenn Latvala sowohl die Rallye als auch die Power Stage gewinnt, würden Ogier der zweite Platz sowie ein Punkt auf der Power Stage genügen. Auch Volkswagen Motorsport darf sich Down Under bereits vorzeitig zum alten und neuen Weltmeister krönen – nämlich dann, wenn entweder Ogier, Latvala oder Mikkelsen als Erste über die Zielrampe rollen. Sollte Hyundai bei der Rallye Australien triumphieren, genügen VW ein zweiter und ein vierter Platz. Das koreanische Team mit Sitz im hessischen Alzenau rangiert in der Herstellerwertung mit 161 Punkten auf Platz zwei. Rang drei belegt derzeit Citroën (148 Punkte), gefolgt von M-Sport mit 138 Zählern. Die Briten, die zwei Michelin bereifte Ford Fiesta RS WRC für Elfyn Evans und Ott Tänak einsetzen, haben bei noch vier ausstehenden WM-Läufen ebenfalls eine Chance auf den Vize-Weltmeistertitel in der Konstrukteurswertung.

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