Rallye Barcelona-Dakar 2005

Fabrizio Meoni

Rallye Barcelona-Dakar 2005

— 11.01.2005

Erneut Motorradpilot tot

Der mehrfache Sieger Meoni stirbt auf der 11. Etappe durch Genickbruch. Jutta Kleinschmidt holt ihren ersten Tagessieg.

Meoni: Tod durch Genickbruch

Die 27. Dakar-Rallye hat ihr zweites Todesopfer innerhalb von 24 Stunden gefordert. Motorradpilot Fabrizio Meoni, verheiratet und Vater von zwei Kindern, starb auf der 11. Etappe des Wüstenspektakels nach einem schweren Unfall durch Genickbruch. Der Veranstalter hatte zunächst einen Herzinfarkt als Todesursache genannt.

Der Franzose David Fretigne hatte den Italiener nach dem tragischen Vorfall gefunden. Der 47-jährige Meoni war am Dienstagmorgen gegen 10.15 Uhr mit seinem Motorrad in der Wüste zwischen Atar und Kiffa in Mauretanien ohne ersichtlichen Grund gestürzt und reglos liegengeblieben. Um 10.36 Uhr traf ein Rettungshubschrauber am Unglücksort ein. Doch konnten die Ärzte Meoni nicht mehr retten. Nach 45 Minuten gaben sie ihre Wiederbelebungsversuche auf. Als Reaktion auf die Vorkommnisse wurde am Mittwoch die 12. Etappe nach Bamako in Mali für Motorradfahrer abgesagt.

Meoni, der die Dakar 2001 und 2002 gewonnen hatte, lag hinter dem Franzosen Cyril Despres (Frankreich) auf dem zweiten Platz der Motorrad-Gesamtwertung. Er ist der 45. Todesfall in der 27jährigen Geschichte der Dakar-Rallye und der elfte Motorradfahrer, der ums Leben kam. Der Familienvater gewann in den 16 Jahren seiner Karriere außer der Dakar noch etliche andere Wüstenrallyes, unter anderem fünfmal in Ägypten, viermal in Tunesien und einmal in Dubai.

Kleinschmidt siegt, Mayer aus dem Rennen

Wie schon am Montag, beim Unfalltod des spanischen Motorradfahrers Jose Manuel Perez, geriet auch einen Tag später der Sport in den Hintergrund. Ausgerechnet zum Leidwesen von Jutta Kleinschmidt. Die VW-Werksfahrerin holte sich auf der Etappe von Atar nach Kiffa in Mauretanien in ihrem Race-Touareg ihren ersten Tagessieg. Die Wertungsprüfung war schon vor dem Start wegen des schlechten Wetters von 656 auf 400 km verkürzt worden. Die Kölnerin war in 5:29:37 Stunden 1:04 Minuten schneller als der frühere Ski-Weltcupsieger Luc Alphand. Sie lag 2:42 Minuten vor Vorjahressieger und Spitzenreiter Stéphane Peterhansel (beide Frankreich und Mitsubishi) und belegt in der Gesamtwertung mit 1:08:03 Stunden Rückstand auf Peterhansel weiterhin den dritten Rang. Platz vier in der Tageswertung belegte der Franzose Bruno Saby in einem weiteren VW Race-Touareg (19:26 Minuten zurück).

Nicht mehr im Rennen ist seit Dienstag die Vorjahresfünfte Andrea Mayer (Hiemenhofen). Nach einem Elektrikproblem an ihrem Mitsubishi L200 war die 37jährige erst um fünf Uhr morgens am Haken eines Service-Trucks im Biwak eingetroffen. Da bis zum geplanten Aufbruch der Mechaniker nicht mehr genug Zeit für eine Reparatur war, entschloß sich die Mitsubishi-Teamleitung, Andrea Mayer aus dem Rennen zu nehmen.

"Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Es waren sehr unglückliche Umstände, die unser Problem verursacht hatten", sagte Mayer, an deren Auto die Elektrik-Box beim Überfahren eines Steins beschädigt worden war. Auch ihr Teamkollege, der zweimalige Dakar-Sieger Hiroshi Masuoka mit dem früheren Mayer- und Kleinschmidt-Beifahrer Andreas Schulz (München) als Co-Pilot, mußte nach Motorproblemen aufgeben.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.