Rallye Barcelona-Dakar 2005

Rallye Barcelona-Dakar 2005 Rallye Barcelona-Dakar 2005

Rallye Barcelona-Dakar 2005

— 17.01.2005

Kleinschmidts Wunschtraum wahr

Die Kölnerin steigt in Dakar als Dritte aufs Podium. Peterhansel verteidigt seinen Titel. Mitsubishi siegt zum fünften Mal in Folge.

Bestes VW-Resultat seit 25 Jahren

Premiere in Dakar: Zum ersten Mal durfte die Besatzung eines Turbodiesel-Fahrzeugs nach Ende der berühmt-berüchtigten Wüstenrallye aufs Podium steigen. Jutta Kleinschmidt und Beifahrerin Fabrizia Pons (Italien) bescherten Volkswagen im Race Touareg mit Platz drei das beste Resultat seit 25 Jahren. Für die 42jährige Fahrerin die Erfüllung eines Wunschtraums: "Wir sind auf dem dritten Platz, das ist mehr, als ich mir erhofft hatte." 1980 hatte Volkswagen mit dem Schweden Freddy Kottulinskyals am Steuer als erster deutscher Hersteller die Rallye Dakar gewonnen.

Nach 16 Tagen und insgesamt 9039 Kilometern kam Kleinschmidt mit einem Rückstand von 3:22:00 Stunden auf den französischen Sieger Stéphane Peterhansel in der senegalesischen Hauptstadt ins Ziel. Der sechsfache Motorrad-Champion Peterhansel wiederholte im Mitsubishi Pajero Evolution seinen Vorjahreserfolg in der Automobilwertung. Sein Markenkollege Luc Alphand aus Frankreich wurde Zweiter. Es war der fünfte Sieg für Mitsubishi in Folge und der zehnte Sieg insgesamt.

Den Anfang der japanischen Siegesserie hatte 2001 Kleinschmidt gestartet, als sie als erste Frau gewann. Ein Jahr später wurde sie Zweite. Jetzt saß sie zum dritten Mal in einem Volkswagen – und sah am Ende ihre Erwartungen mit Rang drei übertroffen: "Ich wußte, daß wir zuerst eine Durststrecke durchstehen müssen, bis das Team und das Fahrzeug auf Stand sind. Wir mußten ein neues Team und ein total neues Auto aufbauen", so die Wahl-Monegassin. Ihre Wünsche nach den Strapazen der vergangenen Wochen: "Ein schönes Bad, ein schönes Bett und staubfrei leben."

Sieger Despres kann sich nicht freuen

Aus der Sicht vieler Teilnehmer war die 27. Dakar zu hart. Von den Silvester in Barcelona gestarteten 483 Rallye-Fahrzeugen erreichten nur 217 das Ziel. "Jeder, der hier teilnimmt, weiß, daß Motorsport sehr gefährlich ist. Womit ich aber nicht einverstanden bin, ist, daß man eine Etappe so legt, daß viele Teilnehmer bis zum Schluß im Dunkeln herumfahren müssen. Bei der nächsten Dakar muß man sagen: Marathon-Etappe ja, aber mit einem frühen Start und nicht so lange", forderte VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Es wäre gut, weniger Offroad-Passagen abseits jeglicher Wege zu haben, denn die harten Kanten und Löcher sind sehr gefährlich. Damit würde die Unfallquote sicherlich sinken", meinte Jutta Kleinschmidt.

In diesem Jahr kamen fünf Menschen ums Leben, darunter die Motorradpiloten José Manuel Perez und Fabrizio Meoni. Der zweifache Sieger aus Italien hatte wie sein KTM-Markenkollege aus Spanien seinen letzten Start bei dem Wüsten-Spektakel geplant.

In der Motorrad-Wertung erreichte der französische Vorjahreszweite Cyril Despres seinen ersten Sieg. "Ich sollte eigentlich glücklich sein, ich kann es aber nicht", sagte der Sieger angesichts der traurigen Umstände. Mit einem Rückstand von nur 9:17 Minuten fuhr der Spanier Marc Coma (KTM) auf Rang zwei. Die Entscheidung um den dritten Platz fiel erst auf den letzten Metern. Mit nur 22 Sekunden Vorsprung setzte sich der Südafrikaner Alfie Cox gegen seinen spanischen KTM-Kollegen Isidre Esteve Pujol durch. Für den österreichischen Motorrad-Hersteller war es der fünfte Erfolg hintereinander.

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