Rallye d’Orient 2004

Rallye d’Orient 2004

— 09.08.2004

Nissan feiert Gesamtsieg

Grégoire de Mevius und Jacky Dubois holen im Nissan Pick-up den Gesamtsieg bei der Rallye d’Orient.

Zweimal Grund zum Feiern für Nissan bei der Rallye d’Orient, dem fünften Lauf zum FIA-Weltcup für Marathon-Rallyes: Grégoire de Mevius/Jacky Dubois holen im Nissan Pick-up des Teams von André Dessoude den Gesamtsieg, Isabelle Patissier/Bernard Irissou stehen nach dem dritten Sieg infolge kurz vor dem Gewinn des WM-Titels in der Kategorie für seriennahe Fahrzeuge (T1). Mit der Idealpunktzahl 45 liegt das Pathfinder-Team bei noch zwei ausstehenden Rennen (Dubai und Argentinien) nun fast uneinholbar in Führung.

Die zweite Auflage der Rallye d’Orient begann am 1. August und ging in sieben Etappen von Ankara durch die Region Urgüp bis nach Antalya. Von Beginn an entwickelte sich ein spannender Vierkampf zwischen dem Nissan Pick-up des "Heimkehrers" Grégoire de Mevius (fuhr zuletzt 2002 für das Dessoude-Team), den beiden VW Touareg von Bruno Saby und Jutta Kleinschmidt sowie dem Schlesser-Ford von Jean-Louis Schlesser. De Mevius, der zuletzt für BMW tätig war, fand sich trotz fehlender Testfahrten bestens mit seinem neuen "alten" Arbeitsgerät zurecht und lag schon nach der dritten Etappe auf dem zweiten Platz. Nachdem Hauptkonkurrent Saby mit einem Aufhängungsschaden abstellen musste, übernahm der Belgier am vorletzten Tag sogar die Spitze.

Mit 2:05 Minuten Vorsprung auf Schlesser ging er am Samstag auf die letzte Etappe über 325 Kilometer (davon 107 als Spezialprüfung) von Bozkir nach Antalya. Vorsichtig fahrend büßte de Mévius nur 17 Sekunden ein und sah wie der sichere Sieger aus. Nur noch eine zwei Kilometer lange "Super-Spezialprüfung"in der City von Antalya trennte ihn von der Zielflagge. Und hier machte es Grégoire noch einmal spannend, als nach der ersten von zwei Runden ein Kardangelenk im Allradantrieb seines Nissan brach. De Mevius drehte sich leicht, würgte den Motor ab – und fuhr mit nur noch einer angetriebenen Achse ins Ziel.

Am Ende blieben ihm 1:25 Minuten Vorsprung – der zweite Gesamt-Sieg für den Nissan Pick-up nach der Marokko-Rallye 2003 war perfekt. "Ich freue mich unheimlich, vor allem für Teamchef André Dessoude", strahlte Grégoire de Mevius. "Auch wenn wir zwei Jahre getrennt waren, hatte ich nie das Gefühl, das Team ganz verlassen zu haben. Der Pick-up ist sehr zuverlässig geworden, wir hatten – bis auf die letzten beiden Kilometer – während der ganzen Strecke kein einziges mechanisches Problem." Auch Isabelle Patissier, im Pathfinder auf Platz neun im Gesamtklassement und Siegerin der T1-Klasse, blickte auf ein problemloses Rennen zurück. "Wir haben nur die Wasser- und Öltemperaturen gecheckt, den Rest erledigten das Auto und das Team", sagte die Französin zufrieden.

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