Rallye Dakar 2006, 11. Etappe

Rallye Dakar 2006, 11. Etappe

Rallye Dakar 2006, 11. Etappe

— 11.01.2006

Kleinschmidt ausgeschieden

Jetzt wird es schwer fürs Volkswagen-Team: Kleinschmidt ist raus, und de Villiers liegt über 40 Minuten hinter Peterhansel im Mitsubishi.

Ein kleines Loch ist Jutta Kleinschmidt bei der 28. Rallye Dakar zum Verhängnis geworden. Die VW-Pilotin, die den berühmt-berüchtigten Wüsten-Marathon 2001 als erste Frau und bisher einzige Deutsche gewonnen hatte, mußte nach einem Unfall auf der 11. Etappe aufgeben. Dennoch gab es für Volkswagen auf dem 231 km langen Teilstück von Kayes nach Bamako in Mali Grund zur Freude, denn Giniel de Villiers (Südafrika) und Bruno Saby (Frankreich) sorgten für einen Doppelerfolg des Wolfsburger Automobilkonzerns.

Auch wenn de Villiers als Gesamtdritter den Rückstand auf das führende Mitsubishi-Duo Stéphane Peterhansel und Luc Alphand (beide Frankreich) verkürzte, dürfte das VW-Team keine Chance mehr auf den Gesamtsieg haben. "Wüstenfuchs" Peterhansel, der nach seinen Siegen 2004 und 2005 dem "Dakar"-Hattrick entgegenfährt, verlor auf dem 11. Etappenplatz 20:58 Minuten auf den siegreichen VW-Piloten. In der Gesamtwertung führt der Franzose jetzt mit einem Vorsprung von 25:09 Minuten vor Alphand, der in Bamako als Dritter ins Ziel kam. De Villiers liegt immer noch 42:19 Minuten hinter Peterhansel auf Rang drei zurück.

"Das ist wirklich sehr bitter, ich bin unheimlich traurig über das Ausscheiden. Ich wäre so gern in Dakar angekommen", sagte Jutta Kleinschmidt, die zum Zeitpunkt ihres Ausfalls auf Platz fünf in der Gesamtwertung gelegen hatte. Zu dem Unfall sei es gekommen, weil es ihr das Lenkrad verschlagen habe, als sie mit ihrem Auto durch ein Erdloch gefahren sei, erklärte die gebürtige Kölnerin. Dadurch sei sie von der Strecke abgekommen und auf einen Baumstumpf geraten.

Zunächst wollte sie das Aus nicht wahrhaben. "Ich dachte, daß nur die Felge kaputt ist und es gleich wieder weitergeht", meinte Kleinschmidt. Doch dem war nicht so, und nach kurzer Zeit hatte sie die traurige Gewißheit: "Die Radaufhängung ist so schwer beschädigt worden, daß sie nicht vor Ort repariert werden kann." Als dann der Race Truck kam, stand schnell fest: "Es hat keinen Sinn mehr, aus und vorbei."

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