Rallye Dakar 2006, 14. Etappe

Rallye Dakar 2006, 14. Etappe

— 14.01.2006

Beste Chancen für Alphand

Mitsubishi-Pilot Alphand büßte Zeit ein, fährt kurz vor dem Finale aber immer noch ganz vorne. Volkswagen hofft auf den zweiten Gesamtplatz.

Der ehemalige Ski-Weltcupsieger Luc Alphand steht vor seinem größten Triumph als Autorennfahrer. Der Franzose geht am Sonntag (15. Januar) als Spitzenreiter auf die Schlußetappe der berüchtigten Rallye Dakar. Der Mitsubishi-Pilot büßte auf dem 14. Teilstück auf Platz acht zwar einige Zeit auf seinen schärfsten Verfolger Giniel de Villiers aus Südafrika ein, der im VW Race Touareg die fünfte Position belegte, doch Alphand liegt immer noch 17:53 Minuten vor seinem Widersacher.

Überschattet wurde die Etappe über 254 Wertungskilometer von Tambacounda nach Dakar von einem tragischen Zwischenfall. Wie die Organisatoren mitteilten, wurde ein zwölfjähriger Junge von einem Begleitfahrzeug erfaßt und erlag seinen schweren Verletzungen. Bereits einen Tag zuvor war ein Zehnjähriger bei einem Unfall zu Tode gekommen. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer bei der Dakar 2006 auf drei. Vor den beiden Zuschauern war der australische Motorrad-Fahrer Andy Caldecott bei einem Sturz auf der 9. Etappe ums Leben gekommen.

Die vorletzte Etappe am Samstag endete mit einem Doppelsieg für BMW. Es gewann der Franzose Guerlain Chicherit in einer Gesamtzeit von 2:36:33 Stunden und einem Vorsprung von 3:13 vor Alfie Cox aus Südafrika. Bester Volkswagen-Pilot war der US-Amerikaner Mark Miller auf Rang drei.

Villiers meinte vor dem Finale: "Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz. Ich habe mich sehr verbessert, auch gegenüber dem letzten Jahr. Rund 18 Minuten Abstand – das ist einfach nur Pech." Vergeblich hatte er gehofft, Alphand würde angesichts der schwierigen Navigation dem zweimaligen Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) folgen, der sich verfahren hatte. Doch der Franzose sagte: "Es war taktisch richtig, hinter Villiers zu fahren, die Navigation war wirklich problematisch." Von seinem Sieg könne ihn jetzt nur noch "ein mechanisches Problem abhalten", meint Alphand, und will deswegen am Sonntag "autoschonend fahren". Er weiß: "Nichts ist wirklich vorbei, bevor man nicht im Ziel ist."

VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen meinte vor dem Finale: "Wir wissen seit drei Tagen, daß wir aus eigener Kraft nicht mehr gewinnen können. Aber auch, daß die Rallye jeden Tag auf den Kopf gestellt wurde. Wir sind zuversichtlich, daß wir den zweiten Platz nach Hause fahren können, aber haben nichts dagegen, wenn es noch der erste wird."

Autor: Michael Voß

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