Rallye Dakar 2006

Rallye Dakar 2006: VW dominiert die ersten beiden Etappen

Rallye Dakar 2006

— 02.01.2006

Ein Spanier im Höhenflug

Zwei Siege in zwei Tagen. VW kann zufrieden mit sich und seinem Piloten Carlos Sainz sein. Doch noch liegen über 8000 Kilometer vor den Teams.

Sainz: Doppel-Sieg in Portugal

Der Spanier Carlos Sainz hat Volkswagen mit einem Doppelsieg einen Traumstart in die 28. Rallye Dakar beschert. Der zweimalige Rallye-Weltmeister gewann bei seiner Premiere beim berüchtigten Wüsten-Marathon im VW Touareg die ersten beiden Etappen in Portugal und brachte die Konkurrenz von Mitsubishi schon vor der Überfahrt nach Nordafrika arg ins Schwitzen.

Sainz führt die Gesamtwertung bereits deutlich an. Der Iberer liegt 3:45 Minuten vor dem ehemaligen französischen Ski-Weltcupsieger Luc Alphand auf Mitsubishi, der am zweiten Tag als Zweiter ins Ziel fuhr. Die erste Etappe hatte Sainz vor Nissan-Pilot Carlos Sousa aus Portugal gewonnen. Der Franzose Bruno Saby und "Wüstenkönigin" Jutta Kleinschmidt aus Köln machten auf den Plätzen drei und vier in zwei weiteren VW Race-Touareg den Triumph für den Wolfsburger Automobilhersteller perfekt.

Am Neujahrstag standen Saby und Kleinschmidt auf den Positionen sieben und zehn klar im Schatten von Sainz. In der Gesamtwertung hat Saby auf Rang vier einen Rückstand von 4:22 Minuten auf seinen neuen Markenkollegen. Jutta Kleinschmidt, die 2001 die "Dakar" als erste Deutsche und bislang einzige Frau gewonnen hatte, folgt auf Platz sieben (5:49 Minuten zurück). Der Franzose Stephane Peterhansel, Dakar-Sieger der vergangenen beiden Jahre, liegt im Mitsubishi vorerst auf Rang neun (6:47 Minuten zurück). Ellen Lohr, angetreten mit einer in Eigenregie aufgebauten ML-Klasse, kam am ersten Tag mit 14,23 Minuten, am zweiten mit 21,16 Minuten Rückstand ins Ziel. Macht in der Gesamtwertung Rang 65.

Afrika: Noch bleiben 8100 Kilometer

"Das war ein richtig runder Auftakt: Beide Prüfungen in Europa zu gewinnen, ist natürlich ein sehr schöner Start in meine erste Rallye Dakar", sagte Sainz. Auch Jutta Kleinschmidt war zufrieden: "Das war eine ganz tolle Wertungsprüfung. Sie war anspruchsvoll, einige Ecken waren nur schwer einsehbar. Wo es unübersichtlich wurde, haben wir erneut nichts riskiert."

VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen warnte trotz aller Freude über den Start nach Maß vor voreiligen Prognosen: "Über diesen zweiten Tagessieg freuen wir uns, aber wir wissen ihn auch einzuschätzen: Die Rallye hat gerade erst begonnen, noch liegen insgesamt 8100 Kilometer vor uns. Mitsubishi liefert sich schon jetzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Volkswagen bei einer Rallye, die bis zum Schluß spannend bleiben dürfte."

Der 43 Jahre alte Carlos Sainz war in der klassischen Rallye-WM zweimal Champion (1990 und 1992) und führt dort mit 26 Siegen die ewige Bestenliste an. Jetzt stellt er sich der neuen Herausforderung. "Ich hatte immer im Kopf, wenn ich die Chance bekomme, dann will ich es bei der Dakar einmal versuchen", sagte Sainz vor dem Start. Der Spanier verläßt sich auch auf die Erfahrung seines Co-Piloten Andreas Schulz aus München, der schon Jutta Kleinschmidt und den Japaner Hiroshi Masuoka zum Dakar-Triumph geführt hat.

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