Rallye Dakar 2006, Finale

Rallye Dakar 2006, Finale

Rallye Dakar 2006, Finale

— 15.01.2006

Alphand ist Wüstenkönig

Mitsubishi ist Sieger der 28. Rallye Dakar. Nach einem Finale ohne Wertung behielt Luc Alphand seinen Vorsprung vor Volkswagen.

Der Franzose Luc Alphand hat zum ersten Mal die Rallye Dakar gewonnen und Rekordsieger Mitsubishi den elften Erfolg bei dem Wüstenklassiker beschert. Der frühere Ski-Weltcupsieger setzte sich nach insgesamt 9043 Kilometern von Lissabon nach Dakar mit 17:53 Minuten Vorsprung vor dem Südafrikaner Giniel de Villiers durch, der für Volkswagen im Race Touareg das beste Ergebnis eines Dieselautos in der 28jährigen Dakar-Geschichte einfuhr. Der Endstand war diesmal zugleich das Ergebnis der vorletzten Etappe – aus Respekt vor den Todesopfern der vergangenen Tage verzichtete die Renn-Organisation auf eine Wertung des 15. und letzten Teilstücks.

Hinter de Villiers folgten Alphands Teamkollegen Juan Nani Roma (1:50:38 Stunden zurück) und Stéphane Peterhansel. Der Vorjahressieger und sechsmalige Motorrad-Gewinner aus Frankreich hatte auf der zwölften Etappe nach einem Schaden an der Radaufhängung die Führung und damit die Chance auf den dritten Triumph in Serie im Auto verpaßt. Für VW holten Mark Miller aus den USA mit Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Deutschland), Weltcupsieger Bruno Saby (Frankreich) sowie der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz aus Spanien, der bei seiner Dakar-Premiere vier Etappensiege feierte, die Plätze fünf, acht und elf.

Jutta Kleinschmidt hatte im VW Touareg nicht das Ziel in Dakar erreicht. Die Siegerin von 2001 war auf der elften Etappe wegen eines Schadens an der Radaufhängung ausgeschieden. Nicht ins Ziel kamen auch der sechsmalige deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle (Görlitz), der mit einem Honda-Buggy zwischenzeitlich unter den Top Ten lag, sowie die frühere DTM-Pilotin Ellen Lohr (Mönchengladbach) in einem Mercedes-Benz.

Überschattet wurde die 28. Auflage der Dakar, bei der der Spanier Marc Coma vor Vorjahressieger Cyril Despres (Frankreich) die Motorradwertung gewann, von drei Todesfällen. Motorradpilot Andy Caldecott aus Australien hatte auf der neunten Etappe bei einem Sturz tödliche Verletzungen erlitten. Auf dem 13. Streckenabschnitt starb in Guinea ein 10-jähriger Junge, nachdem er vom Auto des Letten Maris Saukans erfaßt worden war. Nur einen Tag später verletzte während der 14. Etappe im Senegal ein Begleitfahrzeug einen zwölfjährigen Jungen tödlich.

Autor: Michael Voß

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