Rallye Dakar 2007

Rallye Dakar 2007: Wer holt Mitsubishi vom Wüstengipfel? Rallye Dakar 2007: Wer holt Mitsubishi vom Wüstengipfel?

Rallye Dakar 2007

— 19.12.2006

Tanz in der Wüste

Am 6. Januar 2007 startet die 29. Rallye Dakar. Mitsubishi will mit dem Pajero Evo das Dutzend Siege vollmachen, VW setzt auf den Race-Touareg.

Eine Stufe weiter nach oben auf dem Siegertreppchen – das ist das Ziel von Volkswagen bei der Rallye Dakar 2007 (6. bis 21. Januar). Schon im Januar 2006 hatte das deutsche Werksteam den nun elfmaligen Sieger Mitsubishi am Rande einer Niederlage. Der Südafrikaner Giniel de Villiers musste sich nur dem Ex-Skiläufer Luc Alphand geschlagen geben.

Dazu wurde der Race-Touareg in Details überarbeitet (Lenkung, Vorderachse) und erhielt einen neuen Turbodiesel mit Vierventil-Zylinderkopf. Der 2,5-Liter-Reihenfünfzylinder leistet etwa 285 PS. Neu im Fahrerkader ist der Finne Ari Vatanen (viermaliger Dakar-Sieger). Weitere Race-Touareg steuern Giniel de Villiers, Carlos Sainz (zweifacher Rallye-Weltmeister) und Mark Miller (USA).

Auch 2007 ist Peterhansel wieder im Pajero unterwegs

Der achtmalige Dakar-Gewinner Stéphane Peterhansel fährt auch 2007 wieder für Mitsubishi.

Mitsubishi hält mit dem weitgehend neuen Mitsubishi Pajero Evolution (V6-Zylinder-Benziner, ca. 285 PS) dagegen. Die Piloten sind Stéphane Peterhansel (achtmaliger Dakar-Sieger), Luc Alphand, der Spanier Nani Roma (Dakar-Sieger auf dem Motorrad) und der Japaner Hiroshi Masuoka (zweimaliger Dakar-Sieger). Im Duell der beiden Werksteams hat die deutsche Privatmannschaft X-Raid nur Außenseiterchancen. Neu an Bord des BMW X3 CC (Dreiliter-Reihensechszylinder, Turbodiesel, circa 275 PS) ist Ex-Dakar-Siegerin Jutta Kleinschmidt. Ihre Teamkollegen sind Nasser Al-Attiyah aus Katar (amtierender Produktionswagen-Weltmeister) und der französische Extrem-Skiläufer Guerlain Chicherit.

Lohrs Arbeitsgerät: Prototyp auf Basis Mercedes M-Klasse (270 PS).

Noch unklar ist, wie stark der zweimalige Sieger Jean-Louis Schlesser sein wird. Der Franzose macht aus den technischen Daten seines Buggys und seinem Teamkollegen noch ein Geheimnis, ist aber immer für Überraschungen gut. Gleiches gilt für US-Star Robby Gordon, der mit festen Siegabsichten zum Start nach Lissabon reist. Sein Hummer mit Sechsliter-V8-Motor (circa 400 PS) schaffte es 2006 allerdings nicht einmal bis zum Ruhetag.

Neben Kleinschmidt ist Ellen Lohr die zweite deutsche Frau am Start. Die ehemalige DTM-Pilotin macht sich im gegenüber 2006 verbesserten (z. B. Antriebsstrang, Fahrwerk) Prototypen auf Basis der Mercedes M-Klasse (3,5-Liter-V6-Benziner, circa 270 PS) auf den knapp 8700 Kilometer langen Weg. Die deutschen Farben vertritt außerdem Sandro Wallenwein, der im Buggy (Vierliter-Honda-Motor, 290 PS, Heckantrieb) seine erste "Dakar" bestreitet.

Künftig zwei Marathon-Etappen mit Serviceverbot

Die Veranstalter haben die Konsequenz aus den Ereignissen der 2006er Dakar (zwei tödliche Unfälle mit zuschauenden Kindern) gezogen und die dicht besiedelten Gebiete der Sahel-Zone nicht wieder in die Strecke aufgenommen. Die Entscheidung soll in diesem Jahr in den weitgehend menschenleeren Dünenmeeren Mauretaniens und Malis fallen. Geradezu prädestiniert dazu: die beiden zweitägigen Marathon-Etappen Atar – Tichit – Nema und Nema – Timbuktu – Nema mit jeweils knapp 1100 km Wertungsprüfung und Serviceverbot während der Übernachtungspause.

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