Dakar 2008 VW Race-Touareg 2

Rallye Dakar 2008

— 01.12.2007

Die Rivalen

Seriensieger Mitsubishi ist seit 2001 ungeschlagen. Aber auch 2008 rechneten sich wieder einige Rivalen große Chancen aus. Hätte der VW Race Touareg 2 dieses Mal den Japanern Paroli bieten – oder hätte sogar ein Außenseiter gewonnen?

Der große Herausforderer ist, wie schon im Vorjahr, der Race Touareg 2. 2007 hat VW den Dakar-Sieg nur knapp verpasst. Seitdem hat das Team hauptsächlich an der Verbesserung der Zuverlässigkeit gearbeitet. Die Race-Touareg sind die größte Gefahr für Mitsubishi. Der 2,5-Liter-Fünfzylinderdiesel mit Doppelturbolader hat zirka 275 PS. Mit vier werksunterstützten- und einem privaten Team treten die Wolfsburger 2008 an, um die sieben Jahre währende Erfolgs-Serie des japanischen Mitsubishi-Teams endlich zu beenden. Angeführt wird die Touareg-Armada von Giniel de Villiers (RSA), der 2006 auf der neunten Etappe seine Siegchancen im Rauch seines Motors aufgehen sah. Auch mit dabei: Rallye-Urgestein Carlos Sainz (E), der mit seinem zweiten Platz bei der UAE-Desert-Challenge 2007 den Rallye-Marathon-Weltcup 2007 für sich entscheiden konnte.

Guerlain Chicherit machte schon als Rookie 2007 eine gute Figur. Ein Tagessieg und der neunte Platz im Gesamtklassement waren für den BMW-X-Raid-Piloten ein hervorragendes Ergebnis.

Außerdem gehören zur VW-Truppe: Mark Miller (USA) und der Deutsche Dieter Depping. Als Privat-Team ist Carlos Sousa (P) mit einem Race Touareg 2008 unterwegs. Neben den Volkswagen treten auch die BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams an, um den Japanern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Die X-Raid-Mannschaft erhält bei ihrem Wüstenritt vom BMW-Werk Unterstützung in Sachen Motor. Der Drei-Liter-Sechszylinderdiesel bringt es mit seinem Doppelturbolader auf satte 280 Pferdestärken. Die Fahrersitze der drei eingesetzten X3 werden von Nasser Al-Attiyah (Qat), machte zuletzt in der Wüste von Dubai eine ganz gute Figur und führte das Feld für zwei Tage an, Guerlain Chicherit (F) und Bruno Saby (F) besetzt. Großer Verlust fürs Team: Rallye-Legende Colin McRae kann nicht mehr in einem BMW-Wüstendiesel fahren. Der Drift-Akrobat kam im September 2007 bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben.

Jean-Louis Schlesser bringt zwei Acht-Zylinder-Benziner an den Start

Unberechenbar: Die Schlesser-Buggies wollen die Werksteams auch 2008 ärgern.

Unberechenbar – aber immer für eine Überraschung gut – ist der zweifache Dakar-Sieger Jean-Louis Schlesser. Wieder einmal will er die Werksteams mit seinem selbsgebauten Buggy ärgern. Schlesser, Sieger der Jahre 1999 und 2000, bringt 2008 zwei Acht-Zylinder-Benziner an den Start. Die heckangetriebenen Rohrrahmen-Unikate werden vom "Meister" persönlich und von José-Loui Monterde (E) über die Sanddünen gehetzt. Den übrigen 194 Teams, die die Rally Dakar 2008 mit einem Auto in Angriff nehmen, werden keine reellen Chancen auf einen Tages- oder gar den Gesamtsieg eingeräumt.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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