Rallye Dakar 2009

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Rallye Dakar 2009

— 03.01.2009

Startschuss für die neue Dakar

Am 3. Januar startet die 30. Auflage der Rallye Dakar. Erstmals findet das größte Motorsport-Ereignis nach der Formel 1 auf südamerikanischem Terrain statt. Vieles ist neu, nur die Favoriten sind die alten.

14 Etappen, insgesamt 9574 Kilometer, von Argentinien nach Chile und wieder zurück: Das Teilnehmerfeld der Rallye Dakar 2009 befährt erstmals in der 31-jährigen Geschichte des Marathon-Klassikers weder europäischen noch afrikanischen Boden. Für die 523 Teams aus 49 Ländern wird die Rallye Dakar 2009 aber auch in Südamerika der absolute Härtetest. Die neue Strecke ist gespickt mit unbekannten Herausforderungen für Menschen und Material. Zweimal muss der Tross von mehr als 500 Motorrädern, Quads, Autos und Trucks die Anden auf einer Höhe von 4700 Metern über dem Meeresspiegel überqueren. Und die Königs-Etappe führt das Feld durch die Atacama-Wüste, die trockenste und heißeste Region auf dem ganzen Globus. Hier erwarten die Fahrer haushohe Dünen, Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke und eine "Luftfeuchtigkeit" von nahezu Null Prozent.

Erneuter Triumph für Dauersieger Mitsubishi?

Der Benzin-Pajero hat ausgedient: Auch Mitsubishi setzt bei der Rallye Dakar 2009 mit dem Racing Lancer auf Diesel-Power .

Wenn am 18. Januar die Rallye Dakar 2009 in allen Kategorien ihre Sieger gefunden hat, dann haben die Piloten 5652 Kilometer auf den Wertungsprüfungen absolviert. Wie schon bei den letzten Afrika-Ausgaben der Dakar werden auch 2009 die Piloten der blauen VW Race Touareg und der roten Mitsubishi vor dem Start als Favoriten gehandelt. Die japanischen Dauersieger peilen ihren insgesamt 13. Erfolg an. Sollte es zum achten Sieg in Folge für ein Mitsubishi-Team kommen, tragen sich die "Roten" auch mit dem ersten Sieg eines Diesel-Autos in die Gewinnerliste der Rallye Dakar ein. Denn die Zeit des Pajero-Benziners ist vorbei: Mitsubishi geht zum ersten Mal mit vier Diesel betriebenen Racing Lancer ins Rennen. In den Cockpits sitzen Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel (F) mit Co-Pilot Jean-Paul Cottret (F; Startnummer 300), Luc Alphand (F) mit Gilles Picard (F; Startnummer 303), Joan (Nani) Roma (E) mit Lucas Cruz-Senra (E; Startnummer 304) sowie Hiroshi Masuoka (J) und Pascal Maimon (F) mit der Starnummer 310.

Bislang der ewige Herausforderer: VW Race Touareg

Die Flotte der VW Race Touareg unternimmt den sechsten Anlauf, die Dakar zu gewinnen – und endlich Mitsubishi zu besiegen.

Das diesjährige Aufgebot der Volkswagen-Truppe wird angeführt von Rallye-Doppelweltmeister Carlos Sainz (E) mit Beifahrer Michel Perin (F; Starnummer 302). Mit der 305 gehen Giniel de Villiers (ZAF) und Dirk von Zitzewitz (D) ins Rennen. Das deutsche Duo Dieter Depping und Timo Gottschalk hat die Startnummer 307, und mit der Nummer 308 gehen Mark Miller (USA) und Beifahrer Ralph Pitchford (ZAF) auf die Strecke. Der Race Touareg der Wolfsburger, optisch kaum zu unterscheiden von dem für die abgesagte Rallye Dakar 2008 gemeldeten Modell, unternimmt zum sechsten Mal den Versuch, die japanische Konkurrenz zu besiegen. Der 280 PS starke Turbodiesel wurde in einer Klimakammer speziell für die Anden-Überquerungen abgestimmt, um den ersten Erfolg eines Selbstzünders bei einer Rallye Dakar an die VW-Fahnen zu heften.

Frauen-Power auf dem Bike

Im Feld der Motorräder gelten die KTM-Fahrer Cyril Dupres (F), Sieger der Rallye Dakar 2005 und 2007, sowie Marc Coma (E), Sieger 2006, als aussichtsreichste Anwärter auf den ersten Platz. Aus deutscher Sicht wird es interessant sein, wie sich Privatfahrerin Christina Meier bei ihrem Dakar-Debut behaupten kann. Die 26-jährige Diplom Finanzwirtin aus Hamburg wird mit der Startnummer 100 auf ihrer Yamaha WR 450 über die Startrampe gehen. Die "Weiße Gazelle", so ihr Spitzname im HS Rallye-Team, will die männliche Konkurrenz richtig aufmischen und berichtet täglich im eigenen Weblog  von ihrer Rallye-Dakar-Premiere.

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Autor: Sven-Jörg Buslau

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