Rallye Dakar 2009 Start Christina Meier (100),

Rallye Dakar 2009

— 06.01.2009

Aus für die "Weiße Gazelle"

Mit der Starnummer 100 auf der 450er Yamaha und viel Enthusiasmus war Christina Meier am 3. Januar in Buenos Aires an den Start der Rallye Dakar 2009 gegangen. Nach der zweiten Etappe musste sie nun die Segel streichen.

Christina Meier, einzige deutsche Teilnehmerin im Feld der Motorräder der Rallye Dakar, und ihrer Yamaha wurde der Sand der argentinischen Pampa zum Verhängnis. Die immer fröhliche 36-jährige Finanzprüferin des Finanzamtes Hamburg fühlte sich wie ein Superstar, als sie mit ihren Biker-Kolleginnen Annie Seel (SWE, Startnummer 93) und Gesina Maria Pol (NL, Startnummer 48) über die Startrampe der argentinischen Hauptstadt fuhr. Die "Weiße Gazelle", so heißt Tina wegen der Farbe ihres Motorrades im Team HS, für das auch der deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle im Fast&Speed Buggy unterwegs ist, musste das Unternehmen Rallye Dakar 2009 nach der zweiten Etappe aufgeben.

Die Elektrik streikte

Nicht der Wüstensand, sondern der feine Staub der Pampa setzte die Elektrik an Tina Meiers Yamaha außer Gefecht.

Der feine Sand in den Steppen Patagoniens setzte die Elektrik ihrer Yamaha WR 450F außer Betrieb. Die Folge: Kein E-Starter, kein GPS, kein Sentinel, alles hatte seinen Geist aufgegeben. Also hieß es in voller Biker-Kluft bei 40 Grad immer wieder Motorrad aufheben, ankicken, weiterfahren. Diese Kraft raubende "Fahrweise" forderte ihren Tribut. "Ich bin neben meinem Bike fast ohnmächtig ins Gebüsch gefallen", sagte Meier. Bis fünf Kilometer vor dem Ende der Wertungsprüfung machte ihr Gefährt mit, dann ging gar nichts mehr.

"Rallye Dakar – jederzeit wieder"

Die Dakar 2009 war für die Hamburgerin nur ein 2-Tages-Erlebnis. Aber sie würde jederzeit wieder starten.

Die ungehorsame Yamaha wurde kurzer Hand in der Pampa zurück gelassen und Tina legte die 600 Kilometer bis zum Biwak in einem Race Truck zurück. Ankunft 4 Uhr morgens. Kein Bike, kein Service, keine Weiterfahrt. Die Dakar ist gelaufen und die Enttäuschung riesig. Ob Tina Meier den Dakar-Tross bis ins Ziel begleiten wird, und sich ihrem zweiten großen Hobby, dem Fotografieren, widmet, oder ob sie vorzeitig die Heimreise antritt, das weiß sie noch nicht. Doch eins ist sicher: das Abenteuer Rallye Dakar, so versicherte sie telefonisch, würde sie jederzeit und immer wieder unternehmen.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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