Rallye Dakar 2009, Tag 10

Rallye Dakar 2009, Etappe 9 Rallye Dakar 2009, Etappe 9

Rallye Dakar 2009, Tag 10

— 13.01.2009

Sainz siegt in der Wüste

Carlos Sainz gewinnt den Auftakt der Atacama-Trilogie. Auf der neunten Etappe der Rallye Dakar holt El Matador den dritten Tagessieg in Folge. Wie schon in den Tagen zuvor können nur die Teamkollegen einigermaßen folgen.

Der erste große Wüstentag der Rallye Dakar 2009 war ein Erfolgstag für Carlos Sainz. Die Dünen der  Atacama sind zwar nicht unbedingt sein Lieblingsgelände, aber der Madrilene hat ernsthaft Kurs auf den Gesamtsieg des Marathon-Klassikers genommen. Sainz fuhr ein gemeinsames Rennen mit Mark Miller, der im Beisein seines Teamgefährten auf den 430 Kilometern der Etappe nahezu von Anfang bis Ende geführt hat. Ein Stein war Miller jedoch im Weg und demolierte die Lenkung seines Touareg. Ein Missgeschick, das die Siegesfahrt von Sainz zu einem Kinderspiel machte. Für den ehemaligen Doppelweltmeister der WRC nehmen die Aussichten auf den Gesamtsieg bei der Dakar 2009 deutliche Formen an. Auch die Hackordnung ist nun klarer, VW-intern wie auch im Gesamtklassement, wo Sainz mit jeweils 19:52 und 22:58 Minuten vor seinen beiden Touareg-Kollegen Mark Miller und Giniel de Villiers führt.

Weiterhin ist nur Mitsubishi Racing Lancer-Pilot Nani Roma in der Lage, der Touareg-Armada zu folgen.

Nani Roma, der Vierte der Gesamtwertung und Siebte der Etappe mit einem Rückstand von 24:41 Minuten, ist sicherlich einer der großen Verlierer der neunten Dakar-Etappe. Der letzte Mitsubishi-Werksfahrer im Feld liegt 58:12 Minuten hinter Sainz, nachdem er einem Orientierungsfehler von Giniel De Villiers aufgesessen war. De Villiers hat seinerseits nicht länger eine Führungsrolle in der Touareg-Truppe, büßte auch seinen zweiten Platz ein und damit zweifellos seine letzten Aussichten auf den Gesamterfolg. Der Tagesdritte, Bob Gordon, behauptet in der Gesamtwertung seinen fünften Platz mit 1:34 Stunden Rückstand. Die Sensation dieses ereignisreichen Tages war aber die Rückkehr des argentinischen Rallye-Virtuosen Orlando Terranova (BMW X3 CC). Heute Morgen war er noch von Position 21 aus ins Rennen gegangen und beendete die Etappe just am Fuße des Podiums. In der Gesamtwertung verbesserte er sich dadurch vom zehnten auf den achten Rang.

Etappe 10 - Dienstag, 13. Januar 2009, Copiapo - Copiapo, 686 Kilometer

Auch auf der zehnten Etappe ist für Carlos Sainz die Atacama mit ihren haushohen Dünen die härteste Gegnerin.

Die Wertungsprüfung des Tages ist die längste und schwierigste der gesamten Dakar 2009. Wie schon am Vortag erwartet die Fahrer auf dem Schlussstück von rund hundert Kilometer Länge eine Reihe von haushohen Dünen. Und auf der zehnten Etappe werden selbst die Spezialisten eine neue Erfahrung machen: Die chilenischen Dünen sind enorme Sandberge, und es will erst mal gelernt sein, deren Flanken auf über einem Kilometer rauf- und wieder runterzufahren. Eine weitere Unbekannte: Niemand weiß mit Genauigkeit, wie sich der Sand unter der großen Hitzeeinwirkung in dieser Region verhalten wird. In jedem Fall muss man bis zum Schluss einen kühlen Kopf bewahren. Alle Infos zur härtesten Rallye der Welt finden Sie auf unserer Sonderseite Dakar 2009.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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