Rallye Dakar 2009, Tag 11

Rallye Dakar 2009, Etappe 10 Rallye Dakar 2009, Etappe 10

Rallye Dakar 2009, Tag 11

— 14.01.2009

Sainz wird zum König der Wüste

Auch die zweite Wüstenetappe der Rallye Dakar 2009 geht an Carlos Sainz. Sein sechster Tagessieg bringt den Spanier dem Gesamtsieg ganz nah, da die Konkurrenz zum Teil erheblich patzte.

Nach der glänzenden Leistung am Vortag schrieb Carlos Sainz mit dem 15. Wertungssieg seiner erst kurzen Dakar-Laufbahn auf dem Rundkurs um Copiapo ein neues Kapitel Rallye-Geschichte. Unter den neun Fahrern, die ebenso viele oder mehr Dakar-Etappensiege für sich verbuchen können, ist Sainz der Einzige, der die Rallye noch nie gewonnen hat. Der Ausgang der zehnten Etappe der Rallye Dakar 2009 könnte aber durchaus diesen Umstand ändern. Abgesehen von seinem sechsten Tageserfolg hat Carlos Sainz seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut und hält seinen härtesten Verfolger, den Teamkollegen Mark Miller, mit 27 Minuten Abstand solide auf Distanz. Giniel De Villiers verlor wertvolle Minuten in der Talsohle einer Düne und muss angesichts der Überlegenheit des "Matadors" wohl ebenfalls den Gesamtsieg abschreiben. Joan “Nani” Roma, durch eine drohende Motorüberhitzung seines Racing Lancer ausgebremst, kann mit 1:13 Stunden Abstand auf Sainz kaum mehr als auf einen vierten Platz hoffen.

Das Aus für Orlando Terranova

Der tragische Held der zehnten Etappe war BMW-Pilot Orlando Terranova: An der Spitze liegend stürzte er von einer Düne.

Orlando Terranova, der bei der diesjährigen Rallye Dakar oft unter die ersten Drei fuhr, machte mit seinem BMW X3 von Anfang an mächtig Druck und hatte an den ersten beiden Kontrollpunkten jeweils die schnellste Zeit. Aber dann überschlugen sich nicht nur die Ereignisse: Nach einigen Überschlägen und einem vier Meter tiefen Sturz von einer Düne war bei Kilometer 180 der Traum von einem ersten argentinischen Etappensieg bei der Dakar 2009 ausgeträumt. Der BMW des X-Raid-Teams wurde so stark beschädigt, dass eine Fortsetzung der Rallye nicht infrage kommt. Robby Gordon, der schon drei Tagessiege bei enier Dakar vorzuweisen hat, lieferte bei den letzten beiden Zeitkontrollen die Bestzeit ab, verpasste den Sieg aber um 21 Sekunden. Damit bleibt er 2009 weiterhin ohne Etappenerfolg.

Etappe elf wird neutralisiert

Der Nebel über der Atacama sorgte für eine Verkürzung der zehnten und eine Absage der elften Etappe der Dakar 2009.

Die für Mittwoch, 14. Januar, vorgesehene elfte Etappe fällt den Witterungsbedingungen zum Opfer. Der Dichte Nebel, der schon für den zehnten Tagesabschnitt eine Streckenkürzung von 200 Kilometer mit sich brachte, ist auch für Mittwoch vorhergesagt. Die Renn-Kommission verzichtet daher auf die Wertungsprüfung auf dem Weg von Copiapo nach Fiambala, da ein Start der Überwachungs- und Rettungs-Hubschrauber nicht zu gewährleisten ist. Dadurch haben die Dakar-Teilnehmer die Möglichkeit, bei der Überquerung der Anden in einer Höhe von über 4100 Metern etwas mehr von der rauen Gebirgslandschaft der Kordillieren mitzubekommen. Weiter geht es dann am Donnerstag mit der zwölften Etappe über vorgesehene 518 Kilometer von Fiambala nach La Rioja. Alle Infos zum Marathon-Klassiker finden Sie auf unserer Sonderseite Dakar 2009.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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