Rallye Dakar 2009, Tag 13

Rallye Dakar 2009, Etappe 11 Rallye Dakar 2009, Etappe 11

Rallye Dakar 2009 Tag 12

— 15.01.2009

Triumph-Tour der Touareg

Drei VW-Beduinen an der Spitze des Feldes, Carlos Sainz mit sechs Tagessiegen und der erste Verfolger mit mehr als einer Stunde Rückstand. Die Rallye Dakar 2009 ist auf dem besten Weg zur Rallye Touareg zu werden.

Ein Sieg war noch nie so nah für die Wolfsburger Wüsten-Krieger. Die Rallye Dakar 2009 entwickelt sich zusehends zu einer Triumphfahrt der Touareg-Mannschaft. Die elfte Etappe bescherte der Truppe um VW-Motorsport.-Direktor Chris Nissen einen zusätzlichen „Ruhetag“, denn in gemächlichem Tempo legte der Dakar-Tross die 680 Kilometer der elften Etappe von Copiapo nach Fimbala zurück und überquerte zum zweiten Mal die Hochgebirgsregion der Anden und die Grenze zwischen Chile und Argentinien. Die Wertungsprüfung des zwölften Tages war wegen des schlechten Wetters abgesagt worden, da der Start für die Rettungshubschrauber unmöglich geworden war. Somit verbleiben den VW-Konkurrenten nur noch drei Tagesabschnitte um den ersten Sieg eines Touareg und damit auch den ersten Erfolg eines Diesel durch VW zu verhindern.

Die Touareg können sich nur selbst besiegen

Der Racing Lancer von Nani Roma ist der einzige ernsthafte Verfolger von VW, muß aber auf einen Totalausfall der Touareg hoffen.

Die Speerspitze der Wolfsburger, Carlos Sainz, und seine Teamkollegen Mark Miller und Giniel de Villiers können sich dieses historischen Triumphes nur noch selbst berauben. Sainz führt das Gesamtklassement mit einem Vorsprung von 27:31 Minuten vor seinem Markenkollegen Mark Miller (USA) an. Auf Platz drei folgt der Südafrikaner Giniel de Villiers mit Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) mit einem Rückstand von 41:13 Minuten in einem weiteren VW Touareg. Bester Nicht-VW-Pilot ist der Spanier Nani Roma im Mitsubishi Lancer, der bei dem Abstand von 1:13:13 Stunden allerdings schon auf einen Totalausfall der Touareg hoffen muss. El Matador Sainz übt sich allerdings immer noch brav in Zweck-Realismus: „Die Dakar ist zwei Wochen Wahnsinn. Ein Fehler, und alles kann vorbei sein“, sagte der 46-jährige Madrilene im Interview.

Guerrero außer Lebensgefahr

Nur ein Punkt in der Wüste: Auch auf der zwölften Etappe sind die Zweirad-Piloten den Gefahren der Dakar ausgestzt.

Das die Rallye Dakar auch in der Südamerika-Variante zu den härtesten und gefährlichsten Motorsport-Events zählt erwies sich erneut auf der letzten gewerteten Prüfung durch die Atacama. In der trockensten Wüste der Welt verunglückte der spanische Motorradfahrer Cristóbal Guerrero schwer. Er fiel ins Koma und musste mit dem Heli ins Krankenhaus von Copiapo gebracht werden. Am Mittwoch gaben die Ärzte teilweise Entwarnung. Der 48-jährige KTM-Pilot läge noch im Koma, sei aber nicht mehr in Lebensgefahr lautete das Bulletin der Klinik. Bei der diesjährigen Ausgabe der Rallye Dakar sind bereits drei Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt hat die Rallye Dakar in ihrer 30-jährigen Geschichte bereits 58 Todesopfer zu beklagen.

Etappe 12 - Donnerstag, 15. Januar Fiambala - La Rioja, 518 Kilometer

Die zwölfte Etappe stellt wieder höchste Ansprüche an Fahrer und Beifahrer. Viele Abzweigungen, unterschiedliche Dünen-Arten, darunter auch die gefürchteten weißen Dünen mit dem gefährlich feinen und lockeren Sand prägen den 13. Tag. Da es am Abend keinen Service für die Fahrzeuge geben wird gilt es für die Piloten auch sorgsam mit dem Material umzugehen um den folgenden Tag erfolgreich bewältigen zu können.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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